Brutale Messerattacke auf einen Lehrer in Wedel: Wenn Multi-Kulti-Romantik auf migrantische Gewalt prallt
Ein Flüchtlingshelfer in Wedel in Schleswig-Holstein wird brutal niedergestochen. Die syrischen Tatverdächtigen kommen kurze Zeit später wieder auf freien Fuß. Wie ist das möglich? NIUS recherchierte vor Ort, sprach mit der Polizei, der Staatsanwaltschaft, den Bewohnern, der Ausländerbehörde, der Kirche und sogar den Tatverdächtigen. Die dramatische Gewalttat in Wedel macht deutlich: rohe Gewalt von Migranten kann auch diejenigen treffen, die sich eigentlich für sie eingesetzt haben.
Wedel gilt als Inbegriff norddeutscher Beschaulichkeit. Der 30.000-Einwohner-Ort in Schleswig-Holstein liegt nur ein paar Kilometer westlich von Hamburg, die berühmte Schiffsbegrüßungsanlage Willkomm Höft zieht jedes Jahr Tausende Touristen an, seit 500 Jahren steht die Roland-Statue als Zeichen der Marktgerechtigkeit auf dem Marktplatz. Kürzlich geriet die norddeutsche Stadt an der Elbe jedoch wegen eines brutalen Mordversuchs in die Schlagzeilen.
Am vergangenen Freitag attackieren zwei Syrer einen Lehrer der örtlichen Volkshochschule. Der Vorfall ereignet sich gegen 14:00 Uhr auf einem Parkplatz unweit der VHS. Die Täter, so berichten es Zeugen später, stechen mit einem Messer mehrfach in den Hals- und Brustbereich des Dozenten ein. Schnell löst die brutale Gewalttat eine dramatische Einsatzlage aus: Hubschrauber kreisen über dem Ort, die Schule wird evakuiert, mehrere Einsatzfahrzeuge der Polizei rücken aus. Die Polizei sucht nach den flüchtenden Tätern. Knapp eine Woche später, am Donnerstag, wird das 67 Jahre alte Opfer aus dem Krankenhaus entlassen. Er hatte Glück: Seine Verletzungen waren nicht lebensbedrohlich.

Das Willkommen Höft, eine Schiffsbegrüßungsanlage.

Absperrbänder am Tatort der Volkshochschule in Wedel..
Opfer engagierte sich in der Flüchtlingshilfe
Beim Opfer handelt es sich nach Informationen von NIUS um Hisham A., einen Flüchtlingshelfer und Sprachlehrer mit jordanischem Migrationshintergrund. Hisham A., der ursprünglich zum Bauingenieurstudium nach Deutschland kam, unterrichtet in Wedel seit 2016 ehrenamtlich vor allem arabischsprachige Flüchtlinge in Deutsch. Häufig finden sich Analphabeten in seinen Kursen ein. Erst im Januar verlieh ihm der Bürgermeister für seine Verdienste die Wedeler Ehrennadel. Hisham A. gehöre zu „Menschen, die da sind, wenn sie gebraucht werden“, hieß es in der Laudatio. Er sei einer, der „die Ärmel hochkrempelt“.

„Einer, der die Ärmel hochkrempelt“: Hisham A. wird von Sanitätern weggetragen.
Inzwischen ermittelt die Staatsanwaltschaft Itzehoe gemeinsam mit der örtlichen Polizeidirektion wegen „versuchten Mordes“ an Hisham A. Zwei Personen sollen die Tat begangen haben. Das geht aus Zeugenaussagen hervor, die der Polizei vorliegen. Unklar ist, ob beide zugestochen haben. Wenige Stunden nach der Tat nimmt die Polizei vier Tatverdächtige in unmittelbarer Umgebung des Tatorts in Wedel fest. Es handelt sich um vier syrische Brüder im Alter von 17, 19, 21 und 21 Jahren. Doch der Polizei gelingt es nicht festzustellen, wer von den Brüdern zugestochen hat. Die Tatwaffe ist noch immer verschwunden.
Wegen „fehlenden dringenden Tatverdachts“ lässt sie die Syrer wieder laufen. Und so befinden die Brüder inzwischen auf freiem Fuß. Zwar stehen sie weiter im Zentrum der Ermittlungen, doch ein handfester Beweis liegt noch nicht vor. „Um Untersuchungshaft durchzusetzen, braucht es einen dringenden Tatverdacht“, teilt die Staatsanwaltschaft Itzehoe gegenüber NIUS mit. „Wie sich am Samstag aber herausgestellt hat, gibt es gegen die Beschuldigten einen Anfangsverdacht, einen dringenden Tatverdacht aber noch nicht.“ Auch etwaige Haftgründe wie Flucht-, Wiederholungs- oder Verdunkelungsgefahr sieht die Staatsanwaltschaft nicht erfüllt. „Wir ermitteln mit Hochdruck weiter und es ist nicht ausgeschlossen, dass wir am Ende so viele Beweise gesammelt haben, dass wir wieder auf diese Personen zurückkommen“, so eine Polizeisprecherin.
Von der Tatwaffe fehlt jede Spur
Am Bahnhofsvorplatz in Wedel kommt NIUS am Mittwoch mit einigen Jugendlichen ins Gespräch. Sie erkennen einen der jungen Syrer, die auf den Pressefotos bei ihrer Festnahme zu sehen sind. Über die Social-Media-Profile lassen sich die vier Geschwister ausfindig machen. Laut Informationen von NIUS handelt es sich bei den Tatverdächtigen um die Brüder Bassam A., Ali A., Salih A. und Omar A. Die Staatsanwaltschaft bestätigt gegenüber NIUS den Nachnamen der Familie, will jedoch nichts zu den Vornamen sagen. Der Polizei gegenüber sollen die Brüder die Aussage verweigert haben.
Zudem fehlt den Ermittlungsbehörden die Tatwaffe, die einen oder mehrere Täter überführen könnte. Noch am Montag suchte ein Großaufgebot der Polizei nach einem Messer oder spitzem Gegenstand. Dabei kämmten Beamte mit Diensthunden verschiedene Wege ab, die sich zwischen dem Tatort im Stadtzentrum und dem Wohnort der Tatverdächtigen im Nordwesten Wedels befinden. Fündig wurden sie nicht.

Junge Syrer – nun in Deutschland.
Wieso stach der Attentäter zu?
Auch hinsichtlich des Tatmotivs herrscht Unklarheit. Die Polizei geht inzwischen davon aus, dass das Opfer Hisham A. und der oder die syrische(n) Täter sich kannten. Genauere Angaben über das Verhältnis zwischen Opfer und Täter(n) will die Polizei aber nicht treffen. Am Tattag, so erzählen es Jugendliche in Wedel gegenüber NIUS, wurden in der Schule Zeugnisse ausgeteilt. Hat einer der vier Brüder – womöglich unter Mitwissen seiner Geschwister – also zugestochen, weil sein Lehrer ihn durchfallen ließ? Die Staatsanwaltschaft verweigert dazu die Aussage, die Polizei hingegen geht nicht davon aus, dass die syrischen Brüder Schüler des Lehrers waren. Auch eine Anfrage bei der Volkshochschule bleibt unbeantwortet. Kannten sich Hisham A. und die Tatverdächtigen womöglich aus Integrationsangeboten der Stadt?

Die vier Brüder gemeinsam auf einem Foto.
Klar ist jedenfalls: Der Messerangriff an der Volkshochschule wirft ein Schlaglicht auf die zum Teil dramatischen Verwerfungen einer durch Einwanderung geprägten Gesellschaft. In Wedel zeigt sich: Opfer von brutalen Messerangriffen durch Migranten können selbst diejenigen werden, die sich in den Dienst der Flüchtlingshilfe stellen. „Ich weiß, wie die Menschen sich fühlen, die die deutsche Kultur nicht kennen und nicht wissen, wie sie sich verhalten sollen“, erklärte der Lehrer Hisham A., als er im Januar von der Stadt Wedel für sein ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet wurde.
Keine sechs Monate später wird er niedergestochen – vermutlich von einer Person, der er eigentlich helfen wollte.
Familie wohnt in einem Haus der Diakonie
Doch nicht nur Hisham A. setzt sich seit Jahren im Bereich der Flüchtlingshilfe ein und wurde dafür nun bitter enttäuscht: Nach Informationen von NIUS wohnen die vier Tatverdächtigen in einem Haus, das einst eine Einrichtung für Menschen mit Suchtprobleme war – und dessen Träger die Diakonie ist, der Wohlfahrtsverband der evangelischen Kirche. Dort erhielt die mindestens elfköpfige syrische Großfamilie A. Obdach. Eine Presseanfrage von NIUS zur derzeitigen Nutzung des Hauses beantwortet die Diakonie nicht. Sicher ist: Die Diakonie ist noch immer Träger des Hauses.

Ein Haus in verfallenem Zustand, einst eine Einrichtung für Drogenkranke.
NIUS suchte am Mittwochmittag die besagte Immobilie auf und wollte mit der Familie A. ins Gespräch kommen, um über die Tatvorwürfe zu reden. Im Eingang des Hauses tummeln sich rund ein halbes Dutzend Kinder. Ein Gespräch mit der Familie jedoch kommt nicht zustande. Mit dem Sachverhalt konfrontiert, verweigern der anwesende Vater der Familie und der 17-jährige Bassam, der im örtlichen Fußballverein kickt, jegliche Antworten.
Interessant ist hierbei: Bassam muss seinem Vater die Fragen übersetzen. Teile der Familie sprechen offenbar kein oder gar kein Deutsch. Das wirft Fragen auf: Laut Auskunft der Staatsanwaltschaft befindet sich die Familie bereits seit fünf Jahren in Deutschland. Warum also sprechen Teile der Familie kein Deutsch? Sind alle Personen zum selben Zeitpunkt eingereist oder sind einzelne Personen über den Familiennachzug ins Land gekommen?

NIUS-Reporter vor der Haustür der nach wie vor Tatverdächtigen.
Der Besuch in Wedel macht deutlich: Für Suchtkranke wird das Haus offenbar nicht mehr genutzt. Möglicherweise erlangte die syrische Familie also durch Unterstützung der Kirchengemeinde das Haus. Auf die entsprechende Frage will der Träger des Hauses, die Diakonie, nicht antworten. Interessant sind jedoch die zahlreichen karitativen Einrichtungen der evangelischen Kirche, die sich in Wedel in der Flüchtlingshilfe betätigen.
Eine zentrale Rolle kommt dabei dem Freiwilligen Forum Wedel zu, das sich unter dem Dach der Kirchengemeinde trifft. Die Initiative, bei der sich Ehrenamtliche in der Flüchtlings- und Armutshilfe engagieren können, wird von der Diakonie und der evangelischen Kirche getragen. Auf der eigenen Internetseite verweist die Flüchtlingsinitiative darauf, dass sie mit der Diakonie zusammenarbeite, um Wohnungen im Rahmen der Initiative „Wohnraumanpassung“ vermittle. Ist das ein Hinweis auf die Vermittlung an die syrische Familie?
„Ali wollte die Sprache besser lernen“
Vor nicht allzu langer Zeit gab sich das Freiwillige Forum noch als Förderer der Familie A. zu erkennen. In einem im Internet einsehbaren Beitrag berichtet man über die Zusammenkunft mit den Syrern im August 2022: „Ali A. als ältestes Kind einer elfköpfigen muslimischen Familie floh vor sechs Jahren aus Syrien. Der Weg führte über die Türkei und Griechenland nach Deutschland. Seit einigen Jahren lebt die Familie in Wedel“, heißt es. Das würde bedeuten: A. ist 2016 aus Syrien ausgewandert. Ist er nach den Stationen Türkei und Griechenland alleine nach Deutschland gekommen und hat dann seine Familie nachgeholt? Die soll, wie bereits geschrieben, seit 2019 in Deutschland leben. Eine entsprechende Auskunft verweigert die Ausländerbehörde aus Datenschutzgründen.
Im Text des Freiwilligen Forums heißt es weiter: „Im vergangenen Jahr entstand ein Kontakt zu unserer Kirchengemeinde. Ali wollte sich sehr gerne engagieren, um die deutsche Sprache besser zu lernen und sich in die hiesige Gesellschaft zu integrieren. Seitdem arbeitet er ehrenamtlich in unserer Gemeinde in der Kinder- und Jugendarbeit und im Freiwilligen-Forum.“ War jener Ali A. nun zwei Jahre später an einem versuchten Mord beteiligt? Die Mutter, so schließt der Bericht, habe die Gäste am Abend mit syrischen Spezialitäten verköstigt.
Örtliche Pastorin spricht sich seit 2015 für mehr Flüchtlinge aus
Bei Teilen der Familie A. handelt es sich nach Informationen von NIUS um syrische Oppositionelle, die mit der sunnitisch-muslimisch dominierten Freien Syrischen Armee (FSA) sympathisieren – und deren aufrichtiges Engagement unter dem Dach der evangelischen Kirche damit zumindest angezweifelt werden dürfte. Auf Facebook-Profilen mehrerer Familienmitglieder sind entsprechende Posts sichtbar. Bassam A. etwa likte eine Seite, die des Journalisten und „Märtyrer“ Abdel Basset Al-Sarout gedenkt. Dieser gilt in Kreisen syrischer Oppositioneller als Widerstandsheld – fiel aber auch mit Wortmeldungen auf, in denen er Alewiten schlachten wollte und Christen bedrohte. Das Profilbild des ältesten Sohnes Ali A. hingegen ziert etwa ein Kleinkind, das in Flaggen der FSA gehüllt ist. Ein weiteres zeigt das islamische Glaubensbekenntnis auf schwarzem Grund. Vor diesem Hintergrund ist es zumindest bemerkenswert, dass das Freiwillige Forum Wedel zum Schluss kam, die Familie A. wollte sich mit guten Absichten in der kirchlichen Gemeinde „engagieren“.

Ein Kleinkind gehüllt in die Flagge der Freien Syrischen Armee (FSA).
Das Gemeindehaus der evangelischen Kirche, in dem sich auch das Freiwillige Forum trifft, wird von der örtlichen Pastorin geleitet. NIUS begab sich auch hier auf Spurensuche. Ist ihr bekannt, dass gegen Mitglieder der Familie ermittelt wird und sich diese noch immer auf freiem Fuß befinden? Doch die Pastorin Susanne Huchzermeier-Bock blockt ab. Sie will nichts über die Familie A. sagen, nicht mit „rechtsradikalen Medien“ sprechen.
Dass nun das Mitglied einer ihr bekannten syrischen Familie einen Mordanschlag verübt haben könnte, würde sie hart treffen. Seit Jahren schon kämpft Huchzermeier-Bock für ein „weltoffenes“ Wedel und organisiert „interkulturelle Wochen“. Mit Beginn der Flüchtlingskrise ging die Pastorin auf Unterschriftenjagd, um für den Bau eines neuen Flüchtlingsheims zu trommeln. Im Februar 2024 war sie auch bei den „Demos gegen Rechts“, die sich im Zuge des Correctiv-Berichts gebildet hatten, in Wedel an vorderster Front dabei.
Einer der syrischen Brüder ist vorbestraft
Unklar ist jedoch weiterhin, wie die mindestens elfköpfige Familie A. nach Deutschland kam – und ob sie nicht im Zuge einer Familienzusammenführung hierzulande Fuß fasste. Laut Angaben des Freiwilligen Forums Wedel erhielt der 21-jährige Ali A. 2022 eine Aufenthaltsgenehmigung in Deutschland. Staatsanwaltschaft und Polizei wollten sich NIUS gegenüber zum aufenthaltsrechtlichen Status der Familie nicht äußern. Auch die Ausländerbehörde lehnt Auskünfte aus datenschutzrechtlichen Gründen ab.
Nach Informationen von NIUS kamen die ersten Mitglieder der Familie A. vor fünf Jahren, im Jahr 2019, in Deutschland an. Behörden haben dabei bei der erkennungsdienstlichen Behandlung auch das Problem, dass es beim Nachnamen der Familie aus Syrien mindestens sechs verschiedene Schreibweisen gibt. Einer der vier tatverdächtigen Brüder ist nach Informationen von NIUS polizeibekannt aufgrund einer Körperverletzung. Die übrigen Tatverdächtigen sind unterdessen nicht polizeibekannt.

Die Polizei rückt in Wedel aus – von der Tatwaffe fehlt jede Spur.
Die drängendste Frage, die vor allem Anwohner bewegt, ist jedoch: Wie kann es sein, dass die Tatverdächtigen noch immer auf freiem Fuß sind? Warum läuft der mögliche Attentäter weiterhin frei durch die Stadt?
NIUS sprach diesbezüglich mit zahlreichen Bewohnern der Stadt, in der laut Angaben des Einwohnermeldeamts fast 20 Prozent der Einwohner keinen deutschen Pass haben. Unter den fünf am häufigsten vertretenen ausländischen Staatsbürgern befinden sich Türken, Afghanen und Syrer.
Bewohner der Stadt sind geschockt
Gegenüber NIUS zeigen sich Bewohner der Stadt „geschockt“, „erschüttert“, „betroffen“ und „fix und fertig“. „Man versteht die Rechtssprechung nicht mehr – warum die Tatverdächtigen nicht inhaftiert sind“, kritisiert eine Frau. Eine andere teilt mit, dass sie es als „unmöglich“ empfinde, dass die syrischen Brüder „wieder freigelassen worden sind“. Sie bemerke, dass „immer mehr Ausländer“ in der Stadt lebten – und sie abends alleine nicht durch die Straßen laufen wollte.
Doch längst nicht alle Bewohner, das gehört auch zur Wahrheit, teilen diesen pessimistischen Ton. In einer geschlossenen Facebook-Gruppe der Stadt Wedel entbrannte nach dem Messerangriff auf Hisham A. ein Streit: Dort stören sich einige User nicht so sehr an dem Mordversuch, sondern an der Instrumentalisierung und der Wut anderer. Eine Wedelerin schreibt dort: „Angst ist verständlich, das ist der Urinstinkt eines jedes Menschen. Aber man muss keine Angst vor Syrern haben oder vor Ausländern im Allgemeinen.“ Sie beklagte zudem „Hass“ und „Hetze“. Viele Deutsche, so die Frau, hätten bis heute keinen einzigen Syrer kennengelernt. „Aber man muss keine Angst haben, denn sie sind super freundlich und barmherzige Menschen.“ Eine andere Benutzerin meint: „Irgendwie mag man als Deutsche hier auswandern, weil es nicht bunter, sondern brauner wird.“

Anwohner in Wedel: Alles bleibt anders.
Derartige Beiträge, aber auch die Arbeit der evangelischen Kirche im Ort oder die Stimmen aus der Lokalpolitik, zeigen eine Grundhaltung, die in der Stadt häufig sicht- und spürbar wird: Man will für etwas stehen, man will Haltung zeigen, man begrüßt die multikulturelle Veränderung Wedels und setzt sich ein für den “Kampf gegen Rechts”. Auf die migratonsbejahden Beiträge auf Facebook reagierten wiederum andere User irritiert und verärgert. Unter den Postings entspinnen sich lange Diskussionsbeiträge, einige Beiträge mussten gelöscht werden. Ein älter Anwohner in der Fußgängerzone Wedels, mit dem NIUS sprechen konnte, sagte: „Das ist Deutschland heutzutage“.
Ob er damit den Mordversuch auf Hisham A. durch zwei Brüder einer syrischen Großfamilie meinte – oder eine Grundhaltung, die Migration aus dysfunktionalen Ländern mit Blauäugigkeit begegnet, ist ungewiss.
Denkbar ist beides.
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