Die Lufthansa und der Flughafen der Hisbollah-Terroristen: Über Sicherheit und Landegebühren herrschen Islamisten
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Der Flughafen der libanesischen Hauptstadt Beirut steht unter der Kontrolle der Terrororganisation Hisbollah. Trotz der Gefahr, dass zivile Flugzeuge abgeschossen werden, steuert Lufthansa den Flughafen weiterhin an.
Die Hisbollah hat es geschafft, die erste Terrororganisation mit eigenem internationalen Flughafen zu werden. Ankommende Passagiere werden von den schiitischen Terroristen beobachtet und wurden lange Zeit von riesigen Werbetafeln begrüßt. Auf ihnen zu sehen: Der Terroristenführer Qassem Soleimani, ehemaliger Chef der Quds-Einheit (Eliteeinheit der Iranischen Revolutionsgarden) und Imad Mughniyah, ehemaliger Vize-Chef der Hisbollah und maßgeblich an mehreren Terroranschlägen beteiligt – darunter auch die Flugzeugentführung des TWA Flugs 847 von Kairo nach San Diego.
Terroristen mit einer Historie von Anschlägen, Flugzeugentführungen und Abschüssen von zivilen Maschinen kontrollieren einen internationalen Flughafen und haben so Zugang zu jeder Maschine, den Reisedaten und den Passagieren.
Das bedeutet, dass deutsche Bürger, die eine Reise in den Libanon antreten, ihre Unversehrtheit in die Hände einer Terrororganisation legen. Diese könnte unbeschwert Waffen, Bomben oder andere gefährliche Gegenstände in das Flugzeug oder das Gepäck der Passagiere platzieren. Auch Flugzeugentführungen, wie zuvor bereits oft geschehen in der Geschichte der Hisbollah, würden zum Kinderspiel, die Sicherheitsvorkehrungen liegen schließlich in der Hand der Terroristen selbst.
Zusätzlich hat die Hisbollah die Möglichkeit, die Landegebühr abzukassieren – bei durch Subventionen am Leben gehaltenen Fluglinien, wie der Lufthansa, könnte man von einem indirekten Steuergeldfluss an Terroristen sprechen.

Rafik Hariri International Airport in Beirut
Die Risiken des Flughafens
Die emiratische Zeitung The National schrieb über einen Bericht der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation, in dem Flughäfen nach ihrer Sicherheit bewertet wurden. Der Beiruter Flughafen kommt auf eine Sicherheitswertung von 58,5, während der internationale Durchschnitt bei 69,8 liegt. Diese Bewertung stammt aus dem Jahr 2017. Eine weitere Bewertung wird im kommenden Jahr erwartet. Sollte die Sicherheit noch weiter sinken, wird der Flughafen von keinen internationalen Flügen mehr angesteuert.
Zusätzlich herrscht akuter Personalmangel am Flughafen, nicht nur durch die Finanzkrise des Landes, sondern auch durch den libanesischen Wunsch, dass der Großteil der Fluglotsen, aus repräsentativen Gründen, Muslime sein sollen.

Inspiriert vom national-sozialistischen Judenhass: Hisbollah-Kämpfer bei einer Zeremonie
Der Schmuggel
Rund 2,5 Millionen Touristen passieren den Hariri Flughafen in Beirut – gleichzeitig wird der Flughafen von den Terroristen genutzt, um Waffen zu schmuggeln.
Laut dem unabhängigen Journalisten Fidaa Itani ist der Flughafen von Hisbollah-Tunneln umgeben, der Flughafen direkt dem Hisbollah-Chef Hassan Nasrallah unterstellt und es wird Ammoniumperchlorat über den Flughafen geschmuggelt. Diese Chemikalie wird für die militärische Raketenindustrie verwendet. Itani behauptet auch, dass der libanesische Zoll mit der Hisbollah unter einer Decke stecke und die Einfuhr von Hisbollah-Gütern rund 2000 US-Dollar kostet.
Für den Schmuggel wurde jahrelang der Beiruter Hafen genutzt, der aufgrund von falscher Lagerung von Sprengstoff explodierte und 218 Menschen in den Tod riss. 300.000 Libanesen wurden durch die Explosion obdachlos. Itani prophezeit dem Flughafen ein ähnliches Schicksal.
Nach Itanis Recherche reichte der libanesische Journalist und Politiker Elie Mahfouz eine Klage gegen die Kontrolle des Flughafens durch die Hisbollah ein. Die Hisbollah bestritt jegliche Vorwürfe und der libanesische Ministerpräsident Nadschib Miqati ließ die Ermittlungen im Sande verlaufen. Ähnlich lief es bei den Ermittlungen der Explosion im Beiruter Hafen – auch hier wurde die Aufklärung der Ereignisse größtenteils unter den Teppich gekehrt und kaum ein Opfer für den entstandenen Schaden entschädigt. Es scheint so, als würde die libanesische Regierung auf einem Auge blind sein, wenn es darum geht, die Hisbollah zu kritisieren oder sogar zu bekämpfen.
Am 8. Oktober, als der Konflikt zwischen der Hisbollah und Israel ausbrach, kündigten mehrere Fluggesellschaften, darunter Lufthansa und Swiss, an, ihre Flüge in den Libanon einzustellen. Die libanesische nationale Fluggesellschaft MEA gab bekannt, dass sie ihre Flugzeugflotte nach Katar und in die Türkei evakuieren würde. Dadurch verblieben nur noch sieben Flugzeuge in Beirut. Sie taten dies zweifellos in dem Wissen, dass eine Terrororganisation den Flughafen kontrollierte und ihn für den Waffenschmuggel nutzte, was ihn im Falle eines Krieges zwischen Israel und Libanon zu einem Angriffsziel machte. Trotz dieser offensichtlichen Bedenken informierten die Fluggesellschaften ihre Klienten nicht über die Gefahren, die durch die Aktivitäten der Hisbollah entstehen.

Nadschib Miqati war im Jahr 2005, von 2011 bis 2014 und ist seit Juli 2021 Ministerpräsident des Libanon
Die Luftabwehr
Die Terroristen besitzen eine Reihe an SAM-Flugabwehrsystemen, mit welchen zuvor bereits zivile Flugzeuge abgeschossen wurden. Es ist unklar, ob die Hisbollah die technischen Möglichkeiten besitzt, Flugzeuge in militärisch und zivil einzuteilen. Es ist davon auszugehen, dass die Ausbildung an den Systemen durch das iranische Mullahregime erfolgt. Da die Hisbollah kein offizieller Teil des libanesischen Staatsapparats darstellt, benötigen die Terroristen keine Erlaubnis, um Flugzeuge vom Himmel zu holen. Dies führte unter anderem zum Abschuss des Flugs 752 der Ukraine International Airlines. Auf dem Weg nach Kiev wurde die Maschine von Hisbollah-Truppen abgeschossen. Alle 167 Passagiere und die neun Crew-Mitglieder starben. Der Hisbollah-Schirmherr Iran bestritt anfangs den Abschuss und verweigerte eine Herausgabe der Blackbox, doch beugte man sich später dem internationalen Druck und bestätigte den Abschuss durch ein SAM-Luftabwehr-System. Der iranische Präsident Hassan Rouhani sagte, dies sei ein „unverzeihlicher Fehler“ und „die beteiligten Personen werden bestraft“. Bisher gibt es keine Beweise dafür, dass dies erfolgt ist.
Mehrere Länder veröffentlichten eine Flugwarnung über dem iranischen Luftraum, um weitere Vorfälle wie diesen vorzubeugen. Die deutsche Warnung wurde wieder zurückgezogen, obwohl es keinen triftigen Grund für eine Entwarnung gibt.

Ein „SAM-6“-Luftabwehrsystem ausgestellt im „Dschihad-Museum“ der Terrororganisation Hisbollah.
NIUS fragte beim Auswärtigen Amt, der Lufthansa und dem Innenministerium an, wieso es keine Warnung vor der Nutzung der Beiruter Flughafens gibt.
Das Auswärtige Amt verwies auf die Reisewarnung zum Libanon, in welchem jedoch das Wort „Hisbollah“ nur einmal, im Kontext des aktuellen Konflikts genutzt wird. Eine explizite Warnung vor dem Terror-Flughafen gibt es nicht.
Das Bundesinnenministerium verwies auf das Auswärtige Amt und schrieb: „Ob und unter welchen Bedingungen deutsche Fluggesellschaften Flughäfen im Ausland anfliegen, obliegt zuallererst unternehmenseigenen Abwägungen, die natürlich auch Sicherheitsbelange einschließen. Fragen zu unternehmerischen Entscheidungen der Lufthansa sind insofern an die Lufthansa zu richten“.
Eine Antwort der Lufthansa steht bis dato aus.
Die Struktur hinter dem Flughafen
Im August 2023 veröffentlichte die Welt eine Recherche, in dem das Netzwerk von Kontakten und Vermittlern der Hisbollah am Flughafen aufgedeckt wurde. Die Recherche wurde am Jahrestag der Explosion im Hafen von Beirut veröffentlicht und legt ebenfalls nahe, dass der Flughafen aufgrund der Übernahme durch die Hisbollah in ähnlicher Weise gefährdet sei. „Laut Informationen von Welt ist es die Aufgabe von Flughafenchef Fadi El-Hassan, die Interessen seines Ministers und damit der Hisbollah im Flughafen durchzusetzen. Selbst der Sicherheitschef des Flughafens, General Fadi Kfoury, soll inzwischen mit Hisbollah kooperieren“, heißt es im Artikel.

Flughafenchef Fadi El-Hassan
Auch das libanesische Zollamt soll von der Hisbollah unterwandert sein. Zoll-Chef Samer Diya, Zollbeamte Osman Salim Abdu Naim und Mirna Assi sollen laut NIUS-Quellen der Weisung der Terroristen unterliegen.
Mehr NIUS: Schlagabtausch in Israels Norden: Wer oder was ist eigentlich die Hisbollah?
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