Fällt der „historische Dürresommer“ ins Wasser? Der verrückte Umgang linksgrüner Medien mit dem Wetter
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Woodstock versank im Schlamm, Wacken tut es regelmäßig – und niemand sprach von Apokalypse. Heute reichen ein paar warme Tage, und Medien warnen vor dem „Klima-Kollaps“ und einem „historischen Dürresommer“. NIUS zeigt, warum die angekündigte Wasserknappheit Jahr für Jahr ausbleibt – und was das mental wie wissenschaftlich über ein inzwischen gestörtes Verhältnis zum Wetter verrät.
„Ein extremer Sommer steht Deutschland bevor. Die Hitze lässt sich jetzt schon nicht mehr wegdiskutieren und beim Regen sieht es auch schlimm aus“, titelte der Focus bereits Mitte Mai. Auch ProSieben warnte vor einem „Hitzeszenario besonderen Ausmaßes“, und die Hessische/Niedersächsische Allgemeine (HNA) fragte, ob Deutschland vor dem „Hitze-Kollaps“ stehe. Mit apokalyptischem Tonfall kündigen Wetterportale und Medien seit Wochen den Dürresommer 2025 an.

Der Focus legte sich fest: „unausweichlich“ scheine der „Jahrhundertsommer“.
Das alles ist nichts Neues: Seit Jahren warnen Medien vor akuter Wasserknappheit in Deutschland – gestützt von düsteren Prognosen über einen „Dürresommer“ und angeblich drohende Engpässe in der Trinkwasserversorgung. Doch was tatsächlich eintritt, ist etwas ganz anderes: Die befürchtete Wasserknappheit bleibt Jahr für Jahr genauso aus wie die unisono angekündigten „Höllensommer“ für die Jahre 2024 und 2025. Auch Correctiv brachte 2023 eine aufwendige Geschichte, die Deutschland optisch darauf einstimmen wollte, dass hierzulande Hitzeflairs wie in Miami oder Mexiko City anstehen.
Im Dürre- und Wasserfieber ist besonders die HNA: „Deutschland droht Wasserknappheit im Sommer – Experte befürchtet bundesweite Einschränkungen“, titelt die Zeitung im Juni 2023. Im August 2022 postulierte dasselbe Medium ebenfalls, dass das Wasser in Deutschland knapp werden könnte. Im vergangenen Jahr blieben die Warnungen offenbar aus – stattdessen titelte die HNA „Hochwasser-Alarm in Deutschland: DWD warnt vor ergiebigem Dauerregen – mehrere Regionen betroffen.“ Dieses Jahr mehren sich in der Zeitung wieder Meldungen, die – aufgrund des sich bemerkbar machenden Klimawandels – vor Wasserknappheit warnen.

Die HNA beschäftigt offenbar seit Jahren die Furcht, in Deutschland hitzebedingt zu verdursten.
Weder 2022 und 2023, noch 2024 kam es zu einem flächendeckenden Versorgungsproblem – im Gegenteil, im August 2022 brachten Starkregenfälle vorübergehende Überflutungen, 2023 sorgten heftige Regengüsse in Mittel‑ und Süddeutschland dafür, dass Straßen und Keller vollliefen und sogar Bodenunterführungen unter Wasser standen. Auch aktuell regnet es häufig – Berliner können davon definitiv ein Lied singen.
Das alles zeigt: Wasser war und ist keineswegs knapp vorhanden, wie auch die Grafiken des Deutschen Wetterdienstes zeigen.

Der Deutsche Wetterdienst zeigt, dass die Niederschläge in Deutschland über die Jahre hinweg unterm Strich konstant bleiben.
Wie Prognosen zu Tatsachen werden
Das Grundproblem der heutigen, zur Panik neigenden Wetter- und Klimaberichterstattung liegt in einem undifferenzierten Berufungsreflex auf „die Wissenschaft“. Dabei wird selten sauber unterschieden, welche Art von Wissenschaft eigentlich gemeint ist – und mit welcher methodischen Belastbarkeit ihre Aussagen einhergehen. Es gibt unterschiedliche Evidenzniveaus: Während etwa das renommierte Cochrane-Netzwerk in seinen Metastudien nur vergleichende, beobachtende Untersuchungen berücksichtigt – also reale Messdaten und überprüfbare Beobachtungen –, fußen große Teile der Klimaberichterstattung auf Modellierungen, also auf mathematisch konstruierten Zukünften.
Selbst beim ZDF hat man inzwischen allerdings einen Gang zurückgeschaltet: „Der Blick in die etwas weitere Zukunft ist immer unsicher, das liegt in der ‚chaotischen‘ Natur der Atmosphäre. Kleine Veränderungen der Wetterparameter am Anfang einer Prognose können extrem große Veränderungen am Ende des Prognosezeitraums bedingen.“ Daher sei düsteren Prognosen zu misstrauen. Auch der Merkur erkennt „hochgradig und nahezu chaotische, nicht-lineare Prozesse in der Atmosphäre“ an, die dafür sorgen: Je weiter die Vorhersage in der Zukunft liegt, desto unsicherer wird sie.
Modellierungen sind nicht wertlos, aber sie sind prinzipiell mit Unsicherheiten behaftet. Gerade beim Wetter zeigt sich das immer wieder: Prognosen versprechen Exaktheit, liefern aber oft Fehlalarme. Die Berichterstattung aber übernimmt diese Projektionen, als wären sie Tatsachen. So entsteht ein Alarmismus, der sich weniger auf Gegenwart oder Vergangenheit stützt, sondern auf hypothetische Zukünfte.
Zwar lässt sich in den tatsächlichen Temperaturdaten ein leichter, allmählicher Anstieg erkennen – das ist der rationale Kern der Klimaforschung, für den sich unterschiedliche Erklärungen finden lassen. Doch dieser moderate Trend rechtfertigt nicht das dramatisierende Dauerfeuer, das in den Medien inszeniert wird. Die Folge ist ein Verlust an Wirklichkeitsgespür: Statt Wetterphänomene nüchtern einzuordnen, werden sie zum Vorboten bevorstehender Katastrophen überhöht, die – jetzt aber wirklich! – zeigen sollen, wie sich der Klimawandel bemerkbar macht.
Zurück zu Woodstock, Wacken, Wirklichkeit
Frühere Generationen hatten ein ganz anderes, unaufgeregteres Verhältnis zum Wetter. Man denke an Woodstock – jenes legendäre Festival, das in sintflutartigen Regengüssen zu versinken drohte. Doch niemand sprach von Weltuntergang, niemand flüchtete in Panik.

Anders als Generation Greta waren die Hippies dem Wetter gegenüber eher furchtlos eingestellt.
Der Regen gehörte einfach dazu.

Woodstock 1969 wurde vom Wetter nicht verschont.
Ähnlich beim Metal-Festival Wacken: Jahr für Jahr drohen dort Zelte im Schlamm zu versinken …

... und dennoch pilgern Zehntausende dorthin – statt in Weltuntergangsfantasien versunken mit Gummistiefeln und noch ganz anderen Vorrichtungen:

Klimaprävention à la Wacken.
Und wer an der verregneten Nordsee aufwuchs, beobachtete den Horizont, hoffte auf Wetterbesserung und nahm es, wie es kam. Niemand sprach von einer „Klimakatastrophe“. Das ist ein Sprachgebrauch der Gegenwart, der Realität durch Ideologie ersetzt – eine Rhetorik, die darauf zielt, gesellschaftliche Erfahrung und bewährtes Wissen zugunsten politischer Zielvorgaben vergessen zu machen.
Es wäre an der Zeit, wieder zu einem nüchternen, erwachsenen Umgang mit dem Wetter zurückzufinden – einem, der nicht von linksgrüner Panik getrieben ist, sondern sich an gesundem Menschenverstand und tatsächlich belastbaren wissenschaftlichen Daten orientiert. Andernfalls wird NIUS jedes Jahr berichten müssen, wie der „historische Dürresommer“ – mal wieder – ins Wasser gefallen ist.
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