Immobilienpreise im freien Fall: Die Gründe für den Preissturz und warum der Hauskauf trotzdem teurer ist
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Die Preise für Wohnimmobilien sanken innerhalb der letzten 12 Monate so stark, wie niemals zuvor, seitdem das Statistische Bundesamt die Zeitreihe erhebt. Insgesamt wurde ein Minus von 10,2 Prozent verzeichnet. Die Gründe für den Preissturz sind vielfältig und trotzdem ist der Hauskauf für viele Deutsche noch teurer geworden. Bereits seit 4 Quartalen dauert der Preissturz bei Wohnimmobilien an. Nicht nur gegenüber dem Vorjahr fallen die Preise, sondern auch gegenüber dem Vorquartal. Zuletzt fielen die Wohnimmobilienpreise gegenüber dem Vorquartal um 1,4 Prozent.

Was sind die Gründe für den Preissturz?
1. Höhere Zinsen
Der offensichtlichste Grund für die niedrigeren Immobilienpreise sind die gestiegenen Finanzierungszinsen. Wird die Finanzierung teurer, so reduziert dies die Nachfrage nach Immobilienkäufen. Sinkt die Nachfrage stärker als das Angebot, sind sinkende Preise die Folge.
Die aktuellen Hypothekenzinsen liegen (je nach Laufzeit und bei 80 Prozent Beleihung) etwa bei 4 Prozent. Damit sind die Hypothekenzinsen in den letzten 2 Jahren stark angestiegen. Noch Ende 2021 lagen sie bei circa 1 Prozent.
2. Sinkende Reallöhne
Die Deutschen verdienen nach Abzug der Inflation heute weniger als noch vor ein paar Jahre. Sie werden real ärmer. Dies trägt dazu bei, dass Immobilienpreise sinken, da die Deutschen auch eine geringere Kaufkraft für den Immobilienkauf besitzen.
Psychologisch führt eine niedrigere reale Kaufkraft dazu, dass Menschen eher vorsichtig bezüglich Investitionen sind. Immobilien sind aber auch tatsächlich unerschwinglicher für die Deutschen geworden, sodass Verkäufer gezwungen sind, ihre Preise zu senken, um potenzielle Käufer anzulocken. Auch führen niedrigere Reallöhne dazu, dass weniger Menschen überhaupt in der Lage sind Hypotheken zu erhalten.
3. Doch auch der Staat trägt Verantwortung dafür, dass die Immobilienpreise fallen. Einerseits führt die hohe Anzahl an Vorschriften für Bestandsimmobilien dazu, dass ältere Immobilien immer stärker (insbesondere gegenüber Neubauimmobilien) an Wert verlieren.
Andererseits hat die Ampel-Bundesregierung durch ihr Heizungsgesetz und ihren illegalen Haushalt dazu beigetragen, dass die Unsicherheit der Deutschen bezüglich des Immobilienmarktes merklich angestiegen ist.
Unsicherheit ist aber insbesondere aufgrund der hohen Transaktionskosten, die mit einem Immobilienkauf verbunden sind (z.B. Grunderwerbsteuer), ein Faktor, der Menschen davon abhält eine Investitionsentscheidung zu treffen. Ein Immobilienkauf ist für viele Menschen die wesentlichste Investitionsentscheidung in ihrem Leben.
Haus/Wohnungs-Kauf trotz niedrigerer Preise nicht günstig!
Obwohl die Immobilienpreise bereits um über 10 Prozent gegenüber ihrem Höchststand gefallen sind, sind diese immer noch nicht günstig. Dies liegt an der Kombination der zuvor genannten Punkte.
Die Finanzierungskosten sind - trotz niedrigeren Immobilienpreise - nun höher als vor 2 Jahren.
Stellt man die Finanzierungskosten dann ins Verhältnis zum real verfügbarem Einkommen der Menschen sieht es noch bitterer aus. Wer die Immobilie also nicht ohne Finanzierung bezahlen kann, der sieht sich nun mit höheren Kosten auseinandergesetzt.
Dies führt dazu, dass es einen weiteren Druck auf den Mietmarkt gibt, da nun mehr Menschen um die wenigen freien Mietwohnungen oder Miethäuser konkurrieren.
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