Kehrtwende bei Harley-Davidson: Biker meutern erfolgreich gegen woken deutschen CEO
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- Der deutsche CEO von Harley-Davidson, Jochen Zeitz, hat versucht, die Kultmarke auf Political Correctness zu drillen.
- Bei der eigenwilligen Kundschaft kam das gar nicht gut an. Die Biker protestierten, Umsatz und Gewinn brachen ein, die Aktie schmierte ab.
- Eine Social-Media-Kampagne vermeldet jetzt den Erfolg: Der Vorstand von Harley-Davidson hat verkündet, dass das Unternehmen mehrere Initiativen zur Förderung von Vielfalt, Gleichberechtigung und Integration eingestellt hat.
„Es ist für unser Geschäft von entscheidender Bedeutung, dass wir die besten Talente einstellen und halten und dass sich alle Mitarbeiter willkommen fühlen“, heißt es in der Erklärung. „Deshalb haben wir seit April 2024 keine DEI-Funktion mehr und haben auch heute keine DEI-Funktion. Wir haben keine Einstellungsquoten und wir haben keine Ziele für die Ausgaben für Lieferantenvielfalt mehr“. [DEI ist die Abkürzung für Diversity, Equity and Inclusion, also Diversität, Gleichberechtigung und Inklusion, Anm. d. Red.]

Die Erklärung des Harley-Davidson-Vorstands
In der Erklärung steht auch, dass Harley-Davidson Initiativen zur Mitarbeiterschulung und Sponsoring neu bewertet und sich auf seine treuesten Kunden konzentriert. Das Unternehmen werde alle seine Sponsorschaften und externen Organisationen, denen es angehört, überprüfen.
CEO Zeitz im Nachhaltigkeitswahn
In einem Beitrag Anfang des Monats hatte der Filmemacher und Influencer Robby Starbuck Harley-CEO Zeitz in einem fast 10-minütigen Video bei X vorgeworfen, sich „voll und ganz“ der DEI-Politik verschrieben zu haben. Dazu gehörte auch die Finanzierung einer Pride-Veranstaltung in Pennsylvania mit Gesichtsbemalung für Jugendliche sowie einem „Wutraum“, in dem Erwachsene „Dampf ablassen“ konnten, sagte er. Außerdem habe sich Harley-Davidson mit Gruppen zusammengetan wie die LGBT-Handelskammer von Wisconsin, United Way und die Human Rights Campaign. Letztere will unter anderem Bundesstaaten davon abhalten, Gesetze zu verabschieden, die Geschlechtsumwandlungen für Kinder verbieten und Männern verbieten, Mädchen in die Toilette zu folgen.
CEO Zeitz, der viele Jahre Puma-Chef war, hatte schon den Sportartikel-Hersteller auf Wokeness getrimmt („PUMAVision“) und Initiativen unterstützt, saubere, grünere, sichere und nachhaltigere Konzepte und Projekte. Er fordert zu ökologischem Denken auf und propagiert nachhaltiges Wirtschaften. Als er 2020 Vorstandsmitglied wurde, sagte er über sich, er sei „Taliban“ auf „nachhaltige Weise“ geworden, was bei der amerikanischen Kundschaft, die für die afghanischen Dschihadisten nur Abscheu empfindet, gar nicht gut ankam.

Seine woke Einstellung trifft nicht den Nerv der Biker-Kundschaft: CEO Jochen Zeitz
Robby Starbuck und die Aktivistenschar in den sozialen Medien sind hingegen der Ansicht, dass ein Unternehmen nicht den Planeten retten wollen oder sich in die Politik einmischen soll, sondern sich von DEI und Wokeness verabschieden und zu seiner ursprünglichen Aufgabe zurückkehren muss: Arbeit wieder zur Arbeit machen, sich auf die Produktion toller Motorräder konzentrieren und großartigen Kundenservice bieten. Wokeness bringe kein Geld ein, sondern spalte nur die Belegschaft.
Was nicht kaputt sei, müsse man auch nicht reparieren, heißt es in den Reaktionen auf Zeitz’ Ankündigung, die Marke Harley-Davidson zu „rebranden“. Die europäische Idee vom New Green Deal findet in der individualistischen und eher bodenständigen Biker-Kultur keine Anhänger. Harley-Davidson, 1903 gegründet, ist eine ur-amerikanische Marke, und Zeitz’ Versuch, sie in ein dem Zeitgeist verpflichtetes Unternehmen zu verwandeln, das sich vorrangig um Transsexuelle, Klimawandel und Diversity-Gedöns kümmert, zum Scheitern verurteilt.
In einem Video bringt es ein Harley-Fahrer auf den Punkt: Zeitz, der für „DEI-Umerziehungslager“ sei, männliche Mitarbeiter in Diversity-Schulungen geschickt habe und echte Harley-Kunden hasse, müsse zurücktreten.
Go woke, go broke
Nun hat der Harley-Vorstand also spät aus dem Fall Budweiser Light gelernt. Die Werbekampagne des Braukonzerns mit der transsexuellen TikTokerin Dylan Mulvaney ging mächtig nach hinten los: Die Kunden, die mit Überpolitisierung und dem penetranten Aufdrängen von Idealen belästigt werden, sondern einfach nur ihr Bier trinken wollen, kauften das Produkt einfach nicht mehr. Der Verkauf brach um dramatische 30 Prozent ein.

Für Bud Light ging eine woke Werbekampagne nach hinten los.
Weitere Unternehmen mit „Haltung“ schwenken um
Der Fall Harley-Davidson folgt auf zwei weitere dieser Art. Anti-woke Aktivisten hatten zuvor schon Tractor Supply, das für den Verkauf von Tierfutter, Tiernahrung sowie Rasen- und Gartengeräte an Hobbylandwirte bekannt ist, sowie John Deere, den weltgrößten Verkäufer von Landmaschinen, zur Abkehr vom woken Kurs bewogen. John Deere versprach, künftig, „sozial motivierte Botschaften“ aus seinen Schulungsmaterialien und Richtlinien herauszuhalten, sofern dies nicht anderweitig erforderlich ist. Das Unternehmen will auch nicht mehr an „sozialen oder kulturellen Bewusstseinsparaden, Festivals oder Veranstaltungen“ teilnehmen oder diese unterstützen, was wohl am meisten Auswirkungen auf Pride-Paraden haben wird.
Tractor Supply war nach Bud Light, Target und anderen ein weiterer Unternehmensgigant, der sich von einst propagierten progressiven Initiativen zurückzog. Das Unternehmen kündigte an, dass es seine Ziele zur Verringerung der Kohlendioxidemissionen zurückziehen und Arbeitsplätze und Ziele, die sich auf Vielfalt, Gleichberechtigung und Integration konzentrieren, streichen wird. Darüber hinaus wird Tractor Supply das Sponsoring von LGBTQ+ Pride-Festivals und Wahlkampagnen sowie die Übermittlung von Daten an die Human Rights Campaign, eine der größten gemeinnützigen LGBTQ+-Lobbygruppen in den Vereinigten Staaten, einstellen.
Wenn die schweigende Mehrheit lauter wird, weil sie sich das weltfremde Getue großer Unternehmen nicht mehr bieten lassen will, ist also doch etwas zu machen. Bleibt zu hoffen, dass sich immer mehr geerdete Menschen dem links-grünen Wahn entgegenstellen.
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