Politiker und Medien empörten sich laut über Grevesmühlen… doch schweigen zur Horror-Prügeltat von Gera
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Ist es nur ein Gefühl in Deutschland, dass zu möglichen rassistischen Taten durch Deutsche die Politiker und Medien sofort Alarm schlagen – aber bei schrecklichen Taten durch Migranten schweigen? NIUS zeigt die verheerende Doppelmoral von Politiker und Medien.
Schnell sorgte der Fall in Grevesmühlen (Mecklenburg-Vorpommern) tagelang für bundesweites Aufsehen. Rasch meldeten sich prominente Politiker, verurteilen die Tat scharf. ARD und ZDF berichteten ausführlich. Obwohl vieles fraglich oder unklar war, wurde es sofort groß als rassistischer Vorfall thematisiert.
Das war in Grevesmühlen geschehen: Angeblich wäre ein ostdeutscher Jugendlicher in einer Siedlung auf zwei afrikanische Mädchen mit Tritten losgegangen. Als deren Vater zur Hilfe eilte, soll er rassistisch beschimpft sowie verletzt worden sein. Doch es stellte sich heraus: Tritte ins Gesicht und Verletzungen gab es nicht.
Anders bei der Schreckens-Tat in Gera (Thüringen): Plötzlich herrscht Schweigen bei vielen Politikern und Medien. Obwohl die Videoszenen durch ganz Deutschland gehen: Eine migrantische Jugendgruppe schlägt skrupellos auf einen Jungen auf einer Parkbank mehrfach ein. Das Opfer: ein 14-jähriger Deutscher.
So verschieden äußern sich prominente Politiker
Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) beklagte rasant zu dem Vorfall in Grevesmühlen: „Kinder rassistisch zu beschimpfen und brutal zu attackieren, zeugt von dumpfem Hass und unfassbarer Unmenschlichkeit. Meine Gedanken und Solidarität gelten den Kindern und ihren Familien.“
Innen-Chefin Faeser teilte zu der Prügel-Attacke in Gera mit: nichts.

Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD)
Auch Manuela Schwesig (SPD), Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, meldete sich bei Grevesmühlen zu Wort: „Ich bin entsetzt über den brutalen Angriff von Jugendlichen auf zwei ghanaische Mädchen in Grevesmühlen.“ Die Tat müsse „rasch Konsequenzen“ haben. „Rassismus und Gewalt sind widerlich. Das gilt erst recht, wenn Kinder angegriffen werden.“ Sie drückte ihr Mitgefühl für die betroffene Familie aus.
Die SPD-Ministerpräsidentin Schwesig sagte zu dem Fall in Gera: nichts.
Deutschlands Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) schrieb zu Grevesmühlen auf den Onlinedienst X: „Wie hasserfüllt muss man sein, selbst Kinder anzugreifen? Rassismus ist menschenverachtend und will unsere Gesellschaft spalten.“ Und: „Dagegen aufzustehen, ist Aufgabe für uns alle, jeden Tag aufs Neue.“
Zu dem brutalen Vorfall in Gera äußerte sich die grüne Außen-Chefin: nicht.

Hat sich bisher nicht zur Prügel-Tat in Gera geäußert: Annalena Baerbock (Grüne).
Die Vize-Präsidentin des Deutschen Bundestages, Katrin Göring-Eckardt (Grüne) forderte bezüglich Grevesmühlen einen „Aufstand der Anständigen“. Gegenüber dem Tagesspiegel erklärte sie: „Jeder Zeuge einer rassistischen Tat, der schweigt; jeder, der weghört, wenn Hetzparolen gebrüllt werden, macht sich mitschuldig.“ Auf die Worte der Solidarität müsse „die Aufklärung des Angriffs, konsequente Bestrafung der Täter und der gesellschaftliche Beistand für die Opfer im Alltag folgen.“
Die Grünen-Politikerin Göring-Eckardt forderte zu der Prügel-Tat in Gera: nichts.
Die Politikerin und Bundestags-Vizepräsidentin, Aydan Özoguz (SPD), teilte zu dem Fall Grevesmühlen mit: „Jugendliche in Grevesmühlen, die Kinder schlagen. Ein achtjähriges und ein zehnjähriges Mädchen angreifen, wohl wegen ihrer Hautfarbe. Was für eine Menschenverachtung. Ich hoffe, dass es viele mutige und anständige Nachbarn gibt, die der Familie beistehen.“
Zur Schläger-Attacke in Gera teilte Aydan Özoguz mit: nichts.
Wie unterschiedlich die Tagesschau berichtet
Am 15. Juni berichtet die Tagesschau.de (ARD) über den angeblichen gewaltsamen Angriff in Grevesmühlen, der sich wenige Tage später als falsch herausstellte. Der Titel: „Zwei Mädchen bei rassistischer Attacke verletzt“.
Die Einleitung: „In Grevesmühlen soll am Freitagabend eine Gruppe von rund 20 Jugendlichen zwei Mädchen aus Ghana angegriffen und beleidigt haben. Laut Polizei trat einer der Täter einem Mädchen ins Gesicht.“

So berichtete die Tagesschau bei dem Vorfall in Grevesmühlen
Am 20. Juni berichtet die öffentlich-rechtliche Tagesschau dann über den schrecklichen Fall in Gera. Der Titel diesmal: „14-Jähriger in Gera angegriffen: Schwierige Ermittlungen nach Veröffentlichung von Gewaltvideo.“
Einleitung: „Vergangene Woche ist in Gera ein Gewaltvideo veröffentlicht worden. Es zeigt den Angriff auf einen 14-jährigen Jungen im Stadtteil Bieblach. Doch die Ermittlungen gestalten sich als schwierig.“
Der erste Absatz der Meldung: „Nach der Veröffentlichung von Gewaltvideos in Gera vergangene Woche gestalten sich die Ermittlungen gegen die Tatverdächtigen schwierig. In dem Video ist zu sehen, wie ein 14-jähriger Junge im Stadtteil Bieblach attackiert wird. Er erlitt leichte Verletzungen.“

Das war die Berichterstattung der Tagesschau zu der Schlägerattacke in Gera.
Was auffällt: Bei der brutalen, erwiesenen Tat von Gera wird zu Beginn NICHT die Tätergruppe benannt. Dass die zwanzig Tatverdächtigen, gegen die ermittelt wird, hauptsächlich aus Syrien und Afghanistan stammen, erfährt der Leser von der Tagesschau weder im Titel, noch in der Einleitung oder im ersten Absatz.
Erst im LETZTEN Satz der Meldung steht: „Alle Tatverdächtigen sind nach Angaben der Polizei syrischer und afghanischer Herkunft.“ Dass das Opfer Deutsch ist, fehlt sogar im gesamten Text.
Tagesschau warnt bei Gera vor Video-Verbreitung – bei Grevesmühlen nicht
Zudem wurde bei der Meldung zu Gera ein Hinweis hinzugeführt, in dem behauptet wird, eine Verbreitung des Videos dazu sei eine Straftat. Bei der Meldung zu Grevesmühlen: findet sich solch ein Hinweis nicht.

Auffällig ist auch: Dass, obwohl in Deutschland Fassungslosigkeit über Gera ausbrach, der Prügel-Vorfall nicht in der Tagesschau um 17:00 Uhr, Tageschau um 20:00 Uhr, Tagesschau in 100 Sekunden, Tagesschau in Einfacher Sprache oder in die Tagesthemen vorkam.
Auch bei NIUS: Würgegriff und mehr als 15 Schläge: Die Video-Analyse zur Ausländer-Gewalt in Gera
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