Über den Demokraten Milei empören sich deutsche Medien mehr als über den Diktator Maduro
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Während auf den Straßen Venezuelas die Proteste gegen den Wahlbetrug eskalieren, verharmlosen deutsche Medien den Diktator Maduro noch immer als „Staatschef“. Gegen den demokratisch gewählten argentinischen Präsidenten, den Libertären Javier Milei, fahren sie hingegen schwere Geschütze auf.
Aufstand in Venezuela! Nach der offensichtlichen Manipulation der Präsidentenwahlen kommt es in verschiedenen Städten zu Straßenblockaden und teils heftigen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften. Polizisten setzen Tränengas ein und prügeln mitunter Demonstranten nieder. Mindestens ein Mensch soll getötet worden sein. Statuen des sozialistischen Diktators Hugo Chavez, der von 1999 bis zu seinem Tod 2013 in Venezuela herrschte, werden vom Sockel gestürzt.

Caracas: Die Proteste gegen die Wahlfälschung eskalieren.
Wahlbetrug? Davon mögen deutsche Medien nicht sprechen
Der vom regimetreuen nationalen Wahlrat am Montag verkündete Wahlsieg des seit 2013 regierenden Nicolás Maduro wird von der Opposition nicht anerkannt und international erheblich bezweifelt. Unabhängige Umfrageinstitute hatten dem Oppositionskandidaten Edmundo González einen Sieg mit großem Vorsprung prognostiziert. Oppositionsführerin Maria Corina Machado erklärte, ihr Lager verfüge über 73,2 Prozent der Stimmzettel vom Sonntag, die ihren Sieg bestätigten.
Von Wahlfälschung mögen die deutschen „Leitmedien“ jedoch nicht sprechen. „Wahlbehörde: Amtsinhaber Maduro gewinnt Präsidentschaftswahl in Venezuela“, titelte das ZDF als Eilmeldung am Montagmorgen. Die Süddeutsche Zeitung meldete: „Maduro bei Präsidentenwahl in Venezuela wiedergewählt“. Bestenfalls ist jetzt von einer „umstrittenen Präsidentschaftswahl“ die Rede. „Umstritten“, das ist auch das Allerwelts-Etikett, das, wenn’s hochkommt, Nicolás Maduro angeheftet wird. Gewöhnlich wird der Langzeitdiktator, der bereits seine vorherige Wiederwahl 2018 unter intransparenten Umständen „gewann“, Gegner vom Wahlzettel streicht und mehrmals versuchte, das gewählte Parlament abzusetzen, neutral als „Präsident“, „Amtsinhaber“ und „Staatschef“ bezeichnet.

Diktator Nicolás Maduro lässt sich für seine dritte Amtszeit feiern.
Linksradikale Journalisten verunglimpfen einen Libertären als „ultrarechts“
Ganz anders der Ton, der gegenüber dem argentinischen Präsidenten Javier Milei angeschlagen wird. Die Adjektive, mit denen man den ungeliebten Libertären bedenkt, können gar nicht negativ genug sein: Mal ist er „ultralibertär“ oder „rechtspopulistisch“, mal „marktradikal“ und, natürlich, „umstritten“ – auch wenn Mileis politische Ansichten durchaus liberal sind, etwa in der Drogenpolitik oder bei der Homo-Ehe.
Milei stehe für ein „extrem-libertäres Staatsverständnis“ und „Sozialabbau“, er „leugne“ den Klimawandel, ist wahlweise „Populist“ (deutschlandfunk) oder „Rechtspopulist“ (tagesschau). Seine ausgesprochen pro-israelische und pro-ukrainische Haltung wird eher nicht thematisiert. In der tagesschau diskreditierten zwei linksradikale Autoren, die für die taz und die Wochenzeitung der Freitag bzw. für die linksextreme Junge Welt und das sozialistische Magazin Klasse gegen Klasse schreiben, Argentiniens Präsidenten kurzerhand als „ultrarechts“. (NIUS berichtete).

Der argentinische Präsident Javier Milei wird in den Medien als „ultrarechts“ diffamiert.
„Ultralinks“, diese Bezeichnung würde auf Nicolás Maduro sicher weit eher zutreffen als „ultrarechts“ auf Javier Milei. Maduro hat die Wirtschaft seines einst wohlhabenden Landes ruiniert. Sein Machtapparat stützt sich auf das Militär und die Polizei, und vor der Wahl bekundete er mehrfach, die Macht bei einer Wahlniederlage nicht abzugeben. Für diesen Fall drohte der sozialistische Diktator sogar mit einem „Blutbad“.
Ein linker Diktator als „Präsident“, ein libertärer, demokratisch gewählter Präsident als „Ultrarechter“ – bei linken deutschen Journalisten sind sämtliche Maßstäbe verrutscht.
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