Unbekannt, doch einflussreich: Warum Faesers Chef-Ideologe Karim Fereidooni so gefährlich ist
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Seit der 2015 begonnenen Politik offener Grenzen brauchen die Bundesregierungen Ideologen, die die Probleme der Masseneinwanderung tabuisieren. Zu ihnen gehört Prof. Dr. Karim Fereidooni, Autor des Berichts „Muslimfeindlichkeit – Eine deutsche Bilanz 2023“, der in der Verantwortung von Nancy Faesers Innenministerium entstanden ist. Die Aufgabe dieser Ideologen ist es, das Benennen von Zusammenhängen zwischen Problemzuständen und muslimischer Religionszugehörigkeit „wissenschaftlich“ als Rassismus zu brandmarken. Fereidooni ist ein einflussreicher Experte, der insbesondere auf die politische Bildung von Kindern und Jugendlichen einwirkt.
Kürzlich stellte ein Gericht fest, dass der besagte Bericht zu „Muslimfeindlichkeit“ gegen die Persönlichkeitsrechte des Kolumnisten Henryk M. Broder verstößt. Vergleicht man Broders tatsächlich geäußerte Worte damit, wie dessen Autoren, darunter Fereidooni, diese wiedergaben, wird das Unrecht sofort erkennbar, an dem sich die Ideologie solcher „Rassismusexperten“ deutlich zeigt.
Broder hatte 2010 die muslimischen Reaktionen auf die Mohammed-Karikaturen beschrieben. Damit hätte er „Muslim*innen pauschal als unwissende, ehrversessene, blutrünstige Horden dämonisiert“, hieß es in dem Bericht. Autor Fereidooni und Innenministerin Nancy Faeser, die das Vorwort verfasste, stempelten damit einen Publizisten und Kolumnisten im Namen der Bundesregierung als „Muslimfeind“ ab (NIUS berichtete). Dabei hatte Broder nur geschrieben: „Millionen Muslime zwischen London und Jakarta, die keine der Karikaturen gesehen oder auch nur den Namen der Zeitung je gehört hatten, demonstrierten gegen die Beleidigung des Propheten und verlangten die angemessene Bestrafung der Übeltäter: mit dem Tode.“
Das Ziel ist ein repressives Meinungsklima
Der Grund dafür, dass eine Beschreibung eines wirklichen Phänomens als pauschalisierende Dämonisierung diffamiert wurde, ist einfach: Jede Kritik am Islam gilt dieser Ideologie als muslimfeindlich. Abstrahieren und Verallgemeinern gelten ausnahmslos als Rassismus, soweit es um Muslime geht, womit die Probleme der Masseneinwanderung in „Einzelfälle“ aufgelöst werden, die in keinen kulturellen Zusammenhängen stünden. Weil das Denken ohne besagtes Abstrahieren und Verallgemeinern aber nicht auskommt, verlangt die Ideologie der „Rassismusexperten“ nicht weniger, als über Problemzustände der muslimischen Masseneinwanderung schlicht nicht nachzudenken. So entsteht das in der Bevölkerung weitverbreitete Gefühl, nicht seine Meinung sagen zu dürfen. Fereidooni gehört zu den Ideologen, die für dieses repressive Meinungsklima verantwortlich sind.
Um es deutlich zu sagen: Die Regierung setzt die Menschen der Masseneinwanderung aus und unterdrückt begleitend dazu das Sprechen über die damit verbundenen Missstände. In der Bevölkerung entsteht Ohnmacht, Verzweiflung, Resignation.

Karim Fereidooni mit Bundespräsident Steinmeier.
Die Ursprünge des „klassischen Rassismus“ liegen „in der Aufklärung“
Fereidooni präsentiert sich auf seiner Webseite als Chefideologe des Staates: Unter dem Punkt „Gutachtertätigkeit für die Bundesregierung, für Bundes- und Landesministerien, Landtage und Behörden“ findet man eine unüberschaubare Auflistung an Berater- und Expertentätigkeiten. Dazu ist er in unzähligen Beiräten tätig, listet viele Mitgliedschaften auf. Hier hat sich einer, dessen Name kaum einer kennt, offensichtlich an den Schalthebeln der Macht eingenistet, an denen er seine dogmatische Ideologie durchsetzt.
In seiner Dissertation verdeutlicht er seinen Rassismus-Begriff, die Grundlage seines „rassismuskritischen“ Denkens, das im Grunde keines ist, weil schon der Ausgangspunkt falsch ist. Die Ursprünge des „klassischen Rassismus“ liegen ihm zufolge „in der Aufklärung“, belegt mit zwei Textstellen des Philosophen Immanuel Kant, die er im Original offenbar nicht gelesen hat, sondern aus der Sekundärliteratur angibt. So hat er die Aufklärung, die allgemeine Menschen- und Bürgerrechte in die Zivilisationsgeschichte einführte, kurzerhand zum Rassismus-Erfinder erklärt.

„Wissenschaft“: Die Aufklärung als Sündenbock für Rassismus.
Dem „klassischen Rassismus“ stellt er den „Neo-Rassismus“ gegenüber, der über Kultur argumentiere, womit er flugs bei den „kulturell begründete Spaltungen in der bundesdeutschen Einwanderungsgesellschaft durch die öffentlich praktizierte Dichotomisierung von Muslimen und Nicht-Muslimen“ angelangt ist. Weiter schreibt Fereidooni: „Neben der Konfession und deren alltagspraktischen Manifestation, z.B. durch religiöse Kleidungs- und Essensvorschriften, sind Sprache und Staatsangehörigkeit rassismusrelevante Unterscheidungsmerkmale des Neo-Rassismus“.
Das bedeutet: Der Islam und die Muslime seien Diskriminierungsopfer der Aufklärung. Über die Probleme der Masseneinwanderung zu sprechen, sei neorassistisch. Diese gefährliche Ideologie wirkt nun in der Bildung und in den Schulen. Fereidoonis Forschungsschwerpunkte: „Rassismuskritik in pädagogischen Institutionen“, „Schulforschung und Politische Bildung in der Migrationsgesellschaft“, „Diversitätssensible Lehrer*innenbildung“.
Auch über muslimische Ehrenmorde zu sprechen, soll unmöglich werden
Ein frappierendes Beispiel aus dem Expertenbericht: „Insgesamt ist festzustellen, dass die öffentlichen Debatten um sogenannte ‚Ehrenmorde‘ zur Kriminalisierung der muslimischen Bevölkerung führen, indem sie soziale Probleme islamisieren und ‚den Islam‘ zu einer rückständigen, frauenverachtenden und gewaltaffinen Religion stilisieren, die angeblich einer gelingenden Integration im Wege steht.“ Auch über muslimische Ehrenmorde zu sprechen, soll unmöglich werden.
Die Ideologie der „Rassismusexperten“ geht immer in eine Richtung: Muslime sind Opfer, der Westen ist Täter, zu dem auch der jüdische Staat Israel gezählt wird. In einem Tweet zu dem am 7.10. von Palästinensern verübten Massaker setzte Fereidooni ein antisemitisches Gerücht in die Welt.

Fereidooni erfindet hier Gräueltaten, die Juden begangen haben sollen.
Der Publizist Jan Fleischhauer kommentierte auf X: „Der langjährige Berater der Bundesregierung Fereidooni Karim wirft Israel die Vergewaltigung, Verschleppung und Hinrichtung von Menschen vor. Wer solche Berater hat, muss sich nicht wundern, wenn die Straße in Neukölln auf ‚Wie steht ihr zur Hamas?‘ mit ‚Aber Israel!‘ antwortet.“
Korrekturhinweis: In einer früheren Version stand, dass Fereidooni zwischen 2023 und 2016 keine wissenschaftlichen Artikel publiziert hatte. Dem ist nicht so. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.
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