Campact laufen die Spender weg, weil die Organisation zu AfD-kritisch ist
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Der linken Kampagnen-Organisation „Campact“ laufen die Spender davon, weil sie zu AfD-kritisch ist. Dies beklagt „Campact“-Vorstand Felix Kolb in einem Newsletter. Dort heißt es: „Campact zeigt Stärke und Haltung gegen die AfD. Das hat seinen Preis, viele Menschen verlassen uns deshalb.“
Im vergangenen Jahr erreichten „Campact“ demnach rund 1.400 Kündigungen von regelmäßigen Spendern, und das pro Monat. Kolb schreibt: „Zwar stoßen gleichzeitig neue Unterstützer*innen dazu, aber dennoch – das sind zu viele. Zum Vergleich: Vor zwei Jahren waren es monatlich ‚nur‘ knapp 870 Kündigungen. Was ist passiert?“
Laut Kolb liege das einerseits an Geldknappheit mancher Spender, andererseits aber auch an der politischen Positionierung von „Campact“: „Viele verlassen uns, weil ihnen unsere Kampagnen rund um die AfD missfallen. Das schmerzt richtig. Für unsere klare Haltung zahlen wir einen hohen Preis.“
Tatsächlich macht „Campact“ immer wieder Stimmung gegen die AfD. So rief sie Anfang 2025 während des Bundestagswahlkampfs zu Demonstrationen gegen CDU und AfD auf, nachdem der damalige CDU-Spitzenkandidat Friedrich Merz zur gemeinsamen Abstimmung mit der AfD im Bundestag über eine Migrationswende aufgerufen hatte. Auch gegen den Molkereiunternehmer Theo Müller mobilisiert „Campact“ massiv. Erst kürzlich lehnte das Hamburger Landgericht seinen Eilantrag ab, mit dem er sich gegen die Behauptung zur Wehr setzen wollte, dass er die AfD unterstütze.

Die Anti-Müller-Kampagne am Berliner Alexanderplatz.
Die Parteinahme gegen die Oppositionspartei ist deshalb besonders brisant, weil „Campact“ Gesellschafter von HateAid ist, einer Organisation, die seit Gründung im Jahr 2018 mindestens rund 5,1 Millionen Euro Steuergeld erhielt – und eine wichtige Rolle im deutschen Zensur-Komplex einnimmt.
„Übel und undemokratisch“
Die Agitation gegen die AfD kommt offenbar nicht bei allen Spendern von „Campact“ gut an. Laut dem Newsletter erreichten die Organisation immer öfter Mails wie diese: „Sorry, da bin ich dann raus bei Campact. (...) Egal, was man von der AfD hält, aber das, was hier mittlerweile in Deutschland passiert, ist mehr als übel und undemokratisch.“ Ein anderer Spender schrieb laut Vorstand Kolb: „Nein, gegen die AfD unterstütze ich niemanden! Für mich sind das im Moment die Politiker, die am realen Leben in Deutschland nicht vorbeischauen.“

„Campact“-Demonstration gegen die sogenannte „Brandmauer“ im Februar 2025.
Die schrumpfende Zahl an Spendern lässt „Campact“ offenbar um den eigenen Einfluss fürchten: „Um finanziell sicher aufgestellt zu sein, müssen wir die Verluste ausgleichen. Gerade mit Blick auf die anstehenden Landtagswahlen und eine mögliche AfD-Alleinregierung in Sachsen-Anhalt braucht unsere Arbeit ein solides Fundament. Wenn wir jetzt auf 2.500 neue Förder*innen kommen, können wir zuversichtlich ins Superwahljahr gehen.“ Erst kürzlich hatte „Campact“ stolz verkündet, im Rahmen der anstehenden Landtagswahlen für einen „NoAfD-Fonds“ eine Million Euro gesammelt zu haben.
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Pauline Voss
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