Nächste Wegner-Lüge entlarvt! Er telefonierte NICHT mit Kanzleramt
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Neue Vorwürfe gegen Berlins Regierenden Bürgermeister Kai Wegner: Der CDU-Politiker hat offenbar nicht nur sein Tennismatch während des Blackouts verharmlost, sondern auch zentrale Teile seines Krisenmanagements falsch dargestellt. Entgegen seinen eigenen Aussagen gab es vor dem Tennistermin keinerlei Kontakt zum Kanzleramt oder zum Bundesinnenministerium. Darüber berichtet der Tagesspiegel.
Wegner hatte nach dem Stromausfall öffentlich den Eindruck erweckt, bereits am Morgen intensiv auf Bundesebene kommuniziert und koordiniert zu haben. Er sprach davon, früh mit Krisenstäben, Stromnetz Berlin und „vor allem auch mit der Bundesregierung“ telefoniert zu haben – inklusive Kanzleramt und Innenministerium. Diese Gespräche stellte er als Grundlage dafür dar, die Bundeswehr in die Krisenbewältigung einzubinden.
Austausch mit Bundesstellen fand erst nach Tennismatch statt
Die nun freigegebenen Informationen aus der Senatskanzlei zeichnen jedoch ein deutlich anderes Bild. Demnach fand der Austausch mit Bundesstellen erst NACH dem Tennistermin statt. Für die Stunden davor lässt sich ein solcher Kontakt gerade nicht belegen.
Statt eines dichten Krisenmanagements ergibt sich für den Vormittag ein auffallend überschaubarer Ablauf. Zwischen 8 Uhr und dem frühen Nachmittag beschränkten sich die Kontakte laut den vorliegenden Angaben im Wesentlichen auf interne Abstimmungen innerhalb des Berliner Senats. Ein kurzer Nachrichtenaustausch mit Innensenatorin Iris Spranger am frühen Morgen, ein Kontakt mit der Senatskanzlei – mehr ist bislang nicht konkret belegt. Ein Telefonat mit Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey kam erst kurz vor Mittag zustande.
Gerade dieser Punkt ist politisch heikel: Wegner hatte seine Tennispause ausdrücklich mit dem angeblich arbeitsintensiven Vormittag gerechtfertigt. Er habe von 13 bis 14 Uhr gespielt, um „den Kopf frei kriegen“ zu können. Diese Begründung verliert nun erheblich an Gewicht, da die von ihm geschilderten Gespräche mit der Bundesregierung nach jetzigem Stand zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht stattgefunden hatten.
Wegner betonte, er sei „den ganzen Tag am Telefon“ gewesen
Bereits zuvor war Kritik laut geworden, weil Wegner am Tag des Blackouts nicht im betroffenen Gebiet präsent war und seine sportliche Auszeit zunächst nicht erwähnt hatte. Damals betonte er mehrfach, er sei „den ganzen Tag am Telefon“ gewesen und habe die Lage durchgehend koordiniert.
Mit den neuen Details gerät nun auch diese Darstellung weiter ins Wanken. Hinzu kommt, dass Wegner laut vorliegenden Informationen selbst für Mitglieder seines eigenen Stabs zeitweise nicht erreichbar war – ein Umstand, der nur schwer zu seinem Bild eines permanent koordinierenden Krisenmanagers passt.
Die Senatskanzlei wollte sich nicht dazu äußern, warum Wegner öffentlich von Gesprächen mit Kanzleramt und Bundesregierung vor dem Tennistermin sprach, obwohl diese nach den vorliegenden Angaben erst später stattfanden. Auch zu Umfang und Dauer der Kontakte mit dem Krisenstab werden weiterhin keine konkreten Angaben gemacht.
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