Kosten: Viele Deutsche schränken sich im Alltag zunehmend ein
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Steigende Lebenshaltungskosten und wirtschaftliche Unsicherheit setzen viele Menschen in Deutschland zunehmend unter Druck. Das geht aus der aktuellen Sommerumfrage der Norisbank hervor. Demnach spüren viele Verbraucher die finanzielle Belastung längst nicht mehr nur bei größeren Anschaffungen oder Urlaubsplänen, sondern zunehmend im Alltag.
Besonders betroffen sind demnach Menschen, die aus Sorge vor Inflation und der weltweiten Krisenlage bereits auf Reisen verzichten. Fast 58 Prozent dieser Befragten geben an, sich heute deutlich weniger leisten zu können als noch vor einem Jahr. Gleichzeitig wächst offenbar das Bedürfnis, finanzielle Rücklagen aufzubauen: Mehr als 42 Prozent erklärten, vorsorglich Geld für unsichere Zeiten zurücklegen zu wollen.

Die repräsentative Online-Umfrage wurde Anfang März 2026 gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut INNOFACT AG durchgeführt. Dafür wurden bundesweit mehr als 1.000 Menschen ab 18 Jahren befragt.
Die Auswirkungen zeigen sich laut der Umfrage vor allem bei laufenden Ausgaben. Viele Verbraucher nennen steigende Preise für Energie, Lebensmittel, Kleidung und Dienstleistungen als größte Belastung. Rund ein Drittel der Betroffenen spart inzwischen gezielt bei alltäglichen Einkäufen wie Lebensmitteln oder Haushaltsprodukten. Mehr als jeder Vierte verzichtet nach eigenen Angaben häufiger auf nicht notwendige Ausgaben oder kleinere persönliche Wünsche.

Für mehr als zwei Drittel der Bevölkerung (68 Prozent) sind Lebensmittel der Bereich, in dem sie Preisanstiege am deutlichsten spüren.
Besonders angespannt ist die Lage bei Menschen zwischen 35 und 49 Jahren. In dieser Altersgruppe sagen zwei Drittel, dass ihr finanzieller Spielraum im Vergleich zum Vorjahr deutlich geschrumpft sei. Auch Haushalte mit geringerem Einkommen schränken sich überdurchschnittlich stark ein.
„Regierung verschläft die Gefahr“
Der Krieg in Nahost lässt in Deutschland die Energiepreise seit einigen Monaten explodieren, vor allem die Gaspreise sind enorm in die Höhe geschossen. Trotzdem behauptet die Regierung, die Lage im Griff zu haben, ein Thema, das seit Monaten von NIUS thematisiert wird.
NIUS-Vize-Chefredakteurin Pauline Voss benannte das Versagen bereits im März klipp und klar: „Wir haben eine Regierung, die im entscheidenden Moment die Gefahr verschläft. Die zwei Tage wartet, bis sie einen Krisenstab einsetzt. Und die eben NICHT für diese speziellen, gefährlichen Fälle geistig vorbereitet ist.“ Voss weiter: „Man muss in solchen Fällen etwas in der Hinterhand haben und gut und breit aufgestellt sein. Wenn man in einer Welt lebt, in der es so viele Konflikte gibt, die jetzt auch nicht überraschend kommen.“
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