Ex-Geisel Gabriele von Lutzau: „Die neue RAF 2.0 formiert sich – und diesmal finanziert vom Staat als NGO“
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Die Worte sind drastisch, aber sie kommen von einer Frau, die weiß, wovon sie spricht. Gabriele von Lutzau, eine der bekanntesten Zeitzeuginnen des RAF-Terrors der 70er-Jahre, warnt auf X vor einer „RAF 2.0“. Diesmal, warnt von Lutzau, „finanziert vom Staat als NGO“.
Von Lutzau, heute Bildhauerin, wurde 1977 als junge Lufthansa-Stewardess weltberühmt. Sie war zentrale Figur der Entführung der Lufthansa-Maschine „Landshut“ durch palästinensische Terroristen, die in enger Verbindung zur RAF standen und mit der Aktion Gefangene der linken Terrorgruppe freipressen wollten. Ihr Mut in den vier Tagen der Geiselnahme brachte ihr damals den Namen „Engel von Mogadischu“ ein.


Von Lutzau heute und im Oktober 1977 – sie verließ die entführte Maschine auf der Krankenbahre.
Seitdem warnt von Lutzau immer wieder vor linkem Extremismus und vor dessen gefährlicher Verharmlosung, die in Deutschland vollkommen normal geworden ist.
Ihr aktueller Post ist eine Reaktion auf eine Warnung des Journalisten Marc Felix Serrao. Dieser erinnerte auf X an den Mord an Alfred Herrhausen vor 36 Jahren und schrieb, viele junge Deutsche hätten heute den Eindruck, linker Extremismus sei weniger gefährlich als rechter. Serraos Kommentar: „Falsch.“ Gabriele von Lutzau greift das auf und verschärft: „Die neue RAF 2.0 formiert sich. Und diesmal finanziert vom Staat als NGO.“

Von Lutzau sieht die Gefahr also nicht nur in der Romantisierung des Linksextremismus durch viele junge Leute, sondern in einer tatsächlichen Radikalisierung im linken Spektrum. Und: Sie wirft dem Staat vor, diese Strukturen über NGOs zu fördern. Gemeint sind Programme wie „Demokratie leben“, millionenschwere Fördertöpfe und politische Stiftungen, über die linksextreme Aktivisten und sogar offen gewaltverherrlichende Gruppierungen in Deutschland finanziert werden.
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Gabriele von Lutzau (damals noch Dillmann) erhielt das Bundesverdienstkreuz vom damaligen Bundeskanzler Helmut Schmidt (SPD).
Der jüngste Protest in Gießen – mit einem Banner, das unverhohlen zur Jagd auf politische Gegner „mit Hammer, Sichel und Gewehr“ aufruft – passt erschreckend gut zu dieser Warnung. Gewaltfantasien werden offen auf die Straße getragen, flankiert von Gruppen, die sich als Verteidiger der Demokratie ausgeben – und das Gegenteil praktizieren.
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Fakt ist: Dass eine ehemalige RAF-Geisel öffentlich Parallelen zu schwersten linken Terrortaten zieht und den Staat, die Regierung, klipp und klar als Förderer und Finanzier benennt, zeigt, wie weit die politische Entgleisung bereits fortgeschritten ist. Eine Gegenbewegung ist nicht in Sicht.
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Simone Schamann
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