Antisemit der Woche: Techno-DJ Sama’ Abdulhadi feierte Hamas-Massaker und will keine Israelis auf dem Dancefloor
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In Zeiten grassierender Judenfeindlichkeit, die längst auch in Teilen der Politik angekommen ist, wollen wir die schlimmsten Ausfälle sichtbar machen. Dafür verleiht NIUS jeden Freitag die „Goldene Wassermelone“ – einen Negativ-Preis für besonders auffällige Antisemiten. Die Wassermelone steht wegen ihrer Farben für die Palästina-Solidarisierung und damit auch für den Hass auf den jüdischen Staat. Diese Woche heißt unsere Preisträgerin Sama’ Abdulhadi.
Zu Jahresbeginn sollte die palästinensische Techno-DJ Sama’ Abdulhadi auf dem australischen Festival WOMADelaide auflegen, bekam jedoch kein Visum für Down Under. Grund waren mehrere offene Briefe an Regierung und Festivalleitung, die an einige unappetitliche Äußerungen Abdulhadis erinnerten. So hatte sie zum ersten Jahrestag des Hamas-Überfalls vom 7. Oktober 2023 auf ihrem Instagram-Account geschrieben:
„Vor genau einem Jahr führte der palästinensische Widerstand als Reaktion auf mehr als sieben Jahrzehnte brutaler militärischer Besatzung die Schlacht von Toufan al-Aqsa durch und lenkte damit die Aufmerksamkeit der Welt auf die Notlage der Palästinenser. Als Vergeltung führt Israel eine der grausamsten Völkermord-Kampagnen der Geschichte durch.“

Unsägliches Statement der DJ bei Instagram.
Massaker an jungen Festival-Besuchern: „Widerstand“?
„Schlacht“ statt Abschlachten. „Toufan al-Aqsa“ (wörtlich: Al-Aqsa-Flut), das ist der Name, den die Hamas der Invasion gab, wobei es sich nicht um ein Naturereignis handelte, sondern um ein weiteres Massaker der islamistischen Terrororganisation. Allein schon, dass Sama’ Abdulhadi von „sieben Jahrzehnten brutaler militärischer Besatzung“ spricht (obwohl der Gazastreifen 2005 vollständig geräumt wurde), zeigt schon, dass sie die bloße Existenz Israels als illegal („Besatzung“) betrachtet – wie die Hamas, der Islamische Dschihad und auch die Fatah.
Besonders widerlich an ihrem Statement: Am 7. Oktober fand das größte Blutbad beim Nova-Festival nahe dem Kibbuz Re’im statt, einem Open-Air-Psytrance-Festival. 378 Menschen, darunter 344 Zivilisten und 34 Sicherheitskräfte, wurden bestialisch ermordet und 44 als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt. Das Massaker und die Vergewaltigungen von Teilnehmern eines solchen Events als „Widerstand“ zu rechtfertigen, ist für eine DJ besonders pervers.
„Feier' nicht mit Juden“?
Abdulhadi, 1990 in Jordanien geboren, wohin ihre Familie aus Ramallah in der West-Bank ausgewiesen worden war, betrachtet Techno als politischen Widerstand und schließt „Zionisten“ explizit aus ihren Events aus „No Tolerance for Zionism at [...] Events“. Wer von ihr erwartet hatte, dass sie wenigstens nach dem barbarischen Überfall auf das Nova-Event eine Spur von Mitgefühl zeigen könnte, wurde enttäuscht.

Die massenhaften vergewaltigungen und Morde beim Nova-Festival sind für Abdulhadi „Widerstand“.
Im Gegenteil: Ihre israelfeindlichen Ausfälle wurden nach dem 7. Oktober heftiger, sie rief die Electronic-Music-Community auf, „Zionismus“ (also die Idee, Juden sollten einen eigenen Staat haben) zu boykottieren. Dass alle Israelis zum Wehrdienst eingezogen werden, wischte sie mit der Behauptung weg, jeder habe eine Wahl. Man könne nicht tagsüber Teil einer „Tötungsmaschinerie“ sein und nachts Party machen. Israelis sehen darin keinen Widerspruch, weil sie wissen, mit welchem Feind sie es zu tun haben.
Sama‘ Abdulhadi, die bei ihren Auftritten stets eine schwarz-weiß gewürfelte Kuffiya (Pali-Tuch), ein T-Shirt mit palästinensischen Parolen und einen Tränengasgranaten-Anhänger an der Kette trägt, beschwerte sich im September 2025 darüber, dass Israelis Festivals besuchen oder dort auftreten dürfen. „Das sind Soldaten, und du kannst mir nicht erzählen, dass es ein safe space ist, wenn sich ein Soldat dort aufhält“, also seien die anderen Festivalteilnehmer nicht sicher. Nur dass niemals Israelis ein Musik-Event so grausam zerstört haben, Islamisten (Nova, Bataclan) hingegen schon.
Sie will ganz Israel verschwinden sehen
Propaganda kann man auch mit Umz-Umz-Umz-Beat, bunten Lichtern und Kunstnebel inszenieren, und Abdulhadi macht regen Gebrauch davon. In London trat sie beim „Together for Palestine“-Konzert auf und versicherte: „Every penny goes to Palestinian organisations operating on the ground in Gaza“ (Jeder Cent geht an palästinensische Organisationen, die vor Ort im Gazastreifen tätig sind). Man kann sich lebhaft vorstellen, welche Organisationen das sein werden, die der Hamas zuarbeiten oder vollständig von ihr infiltriert sind.
Abdulhadi würde das nicht stören, schließlich liegt ihr der „Widerstand“ mehr am Herzen als das Wohlergehen ihrer Landsleute, die unter dem von der Hamas begonnenen und in zivilen Gebieten geführten Krieg leiden. Ihren Hass auf den jüdischen Staat legte sie in ihrem Instagram-Post offen, als sie schrieb, Israels „Verbrechen“ zeigten nur, dass es sich um ein koloniales Siedler-Projekt handle, das auf einer „rassistischen und mörderischen Ideologie“ basiere. Dabei leben über zwei Millionen Araber als Staatsbürger in Israel, und auch sie werden bisweilen zu Opfern palästinensischer Terroranschläge.
Die sind aber für Abdulhadi kein Thema, dafür die „bombardierten Zivilisten“ etwa im Libanon und Jemen. Ohne Erwähnung der vorausgegangenen Raketenangriffe der Hisbollah und der Huthis natürlich, und unbeschwert die Angriffe auf die terroristische Infrastruktur der Dschihadistengruppen in einfach mal so ausgeführte Schläge gegen unschuldige „Zivilisten“ umdeutend.

„Unvergesslicher Moment": Sama' Abdulhadi feiert die Gaza-Flottille der Israel-Hasser beim Ablegen in Spanien.
Antisemitismus verbindet
So tritt sie dann ein ums andere Mal mit einer Mischung aus Techno-Set und Protest gegen den „Genozid“ auf, etwa beim Rave „por Palestina“ in Mexiko. Und an diesem Wochenende beim Elektro-Festival Habitat in Hamburg. Auch hier gibt es Menschen, die dafür plädieren, Sama‘ Abdulhadi herzlich auszuladen. Die Antisemitismus-Beauftragte der Hansestadt, Anna von Villiez, spricht die Selbstverständlichkeit offen aus: „Der systematische Einsatz schwerer sexualisierter Gewalt und der Mord an Hunderten Menschen sind keine Form des Widerstands, sondern ein Verbrechen.“
Ob sie auch in Hamburg mit ihrer Forderung „Kein Zionismus auf dem Dancefloor“, der werde nicht toleriert, Erfolg hat? Die Vorlage von Arierausweisen ist ja in Deutschland seit einigen Jahrzehnten nicht mehr praktiziert worden. Andererseits: Warum zum Henker sollte man, wenn man jüdisch ist, auf ein gewünscht judenfreies Konzert von Sama‘ Abdulhadi gehen? So oder so: Abdulhadis Parolen werden wohl eher mit Jubel als mit Pfiffen und Buhrufen quittiert werden. Nicht nur Musik verbindet, auch der Antisemitismus.
Lesen Sie hier, wer schon alles die Goldene Wassermelone von NIUS erhalten hat.
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