Freibad erlässt nach Ansturm von Migrantinnen Einlass-Stopp
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Das traditionsreiche Damenbad im Freiburger Lorettobad zieht die Reißleine: Seit dem vergangenen Wochenende haben freitags bis sonntags nur noch Frauen und Mädchen ab 16 Jahren Zutritt. Besucherinnen berichten von einem Ansturm migrantischer Gruppen und untragbaren Zuständen im Bad.
Das Lorettobad ist das einzige Damenbad Deutschlands und zieht deshalb Besucherinnen weit über Freiburg hinaus an. Der Zulauf habe „an hochfrequentierten Tagen nun eine solche Dimension angenommen, die einen erholsamen Aufenthalt im Damenbad kaum mehr ermöglicht“, teilte der Betreiber mit.
Gründungsmitglied schrieb offenen Brief
Kritik an den Zuständen kommt auch aus dem Verein der „Freunde des Lorettobades“. Ein Gründungsmitglied schilderte in einem offenen Brief an Oberbürgermeister Martin Horn und Gemeinderatsfraktionen, dass regelmäßig größere Besuchergruppen aus dem Elsass mit Kleinbussen anreisten. Frauen seien in ihrer Alltagskleidung – in vielen Fällen lange Gewänder – ins Wasser gegangen.

Aufnahme aus alten Tagen: So geruhsam ging es im Lorettobad im Jahr 2009 zu.
Nicht mehr an Erholung zu denken
Zwei langjährige Stammgäste bestätigten diese Schilderungen laut Welt. Die beiden Rentnerinnen, die anonym bleiben möchten, berichten, an den Wochenenden sei zuletzt kaum noch an Erholung zu denken gewesen. Nach ihrer Wahrnehmung seien es häufig Besucherinnen aus Frankreich gewesen, die sich nicht an die Regeln gehalten hätten. Die neue Einlassregelung begrüßen sie ausdrücklich. Am vergangenen Wochenende sei es im Damenbad deutlich ruhiger gewesen.

Freiburgs Oberbürgermeister Martin Horn rechtfertigt die Entscheidung.
Die Stadt weist darauf hin, nicht bestimmte Personengruppen ausschließen zu wollen. Man reagiere ausschließlich auf „quantitative Herausforderungen“, betonte der Betreiber.
Auch Oberbürgermeister Martin Horn (parteilos) verteidigte die Entscheidung. „Kinder und Jugendliche aus dem Bad auszuschließen, ist natürlich schwierig.“ Ziel sei es jedoch, den starken Andrang im kleinen Damenbad zu begrenzen und nicht einzelne Gruppen auszugrenzen. „Wenn aus dem Damenbad ein Erlebnisbad wird, dann verliert das Bad seinen Charakter“, sagte Horn.
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