„Keine Ermittlungsansätze“: Deutsche Staatsanwaltschaft hat Verfahren im Fall Ulmen-Fernandes beendet
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Collien Fernandes wirft ihrem früheren Ehemann Christian Ulmen vor, sie über Jahre mit Deepfakes „digital vergewaltigt“ zu haben. Die Vorwürfe der Schauspielerin werden seit Tagen öffentlich diskutiert. Nach Angaben der ARD-Hauptstadtkorrespondentin Iris Sayram auf X prüfte die Staatsanwaltschaft Itzehoe eine Anzeige von Fernandes gegen Ulmen zunächst – stellte das Verfahren jedoch später ein.
Bundesjustizministerin Stefanie Hubig hat die Vorgänge rund um Collien Fernandes und Christian Ulmen zum Anlass genommen, eine deutliche Verschärfung der gesetzlichen Regelungen zu sogenannten Deepfakes anzustoßen und das Thema öffentlich zu adressieren: Bereits das Erstellen von digital manipulierten Inhalten soll künftig bestraft werden.
Gleichzeitig wird nun bekannt, dass die mit dem Fall befasste Staatsanwaltschaft in Itzehoe das Verfahren bereits eingestellt hat, nachdem keine hinreichenden Anhaltspunkte für ein strafrechtlich relevantes Verhalten festgestellt werden konnten.

In Berlin wurde am Sonntag öffentlichkeitswirksam demonstriert – für vermeintlich besseren Opferschutz.
„Verfahren vorläufig eingestellt“
Wie die ARD-Hauptstadtkorrespondentin Iris Sayram auf X berichtet, forderten die Ermittler von der mutmaßlich Geschädigten ergänzende Unterlagen an. Fernandes kam dieser Aufforderung jedoch nicht nach. „Daraufhin habe die Staatsanwaltschaft das Verfahren vorläufig eingestellt, weil es keine Ermittlungsansätze gegeben habe“, schreibt die Tagesschau-Journalistin. „An fehlenden Gesetzen scheint das nicht gelegen zu haben.“
Inzwischen hat Collien Fernandes den Fall auch in Spanien zur Anzeige gebracht. Ausschlaggebend dafür dürfte neben dem früheren Wohnsitz des Paares auch die dort strengere Gesetzeslage im Bereich digitaler und sexualisierter Gewalt gewesen sein.

Im Windschatten der Diskussion um den Fall Ulmen-Fernandes hat Justizministern Stefanie Hubig (SPD) strafverschärfende Paragrafen rund um „Deepfakes“ vorgestellt.
Die rechtliche Vertretung von Christian Ulmen weist die Vorwürfe als verzerrt beziehungsweise unzutreffend zurück und hat juristische Schritte gegen Teile der Berichterstattung angekündigt. Eine Entscheidung der spanischen Strafverfolgungsbehörden darüber, ob es zu einer Anklage kommt, steht bislang noch aus.
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