Danke, Georg Restle: Der bekannteste Anti-Rechts-Journalist der ARD verlässt Deutschland
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Georg Restles „Monitor“ ist Geschichte. Das ARD-Magazin gibt es weiterhin. Deutschlands fleißigster Anti-Rechts-Kämpfer aber wird künftig aus Nairobi berichten. „Monitor“ im Ersten war unter Restle ein Hochamt linker Denkungsart.
Man wusste immer: Der Feind steht rechts, Journalismus ist Weltanschauung und Kapitalismus Ausbeutung. Restle verlässt den Topjob im Zustand der Melancholie. Er hat den Aufstieg der AfD nicht verhindert. Restle mahnt zum Abschied: Deutschland drohe ein neuer Faschismus. Herr Restle bleibt ein Routinier der hysterischen Zuspitzung.
Die aktuelle Folge „Kissler Kompakt“ sehen Sie hier:
Ausgewogenheit? Nein, danke!
In seinen 14 „Monitor“-Jahren sah Restle den Zwangsbeitrag als Kampfauftrag: Die öffentlich-rechtlichen Medien sollten gar nicht ausgewogen berichten. Sie sollten vielmehr Position beziehen: gegen Rechts, gegen den Kapitalismus. Ausgewogenheit sei das falsche Ideal – der Feind schläft bekanntlich nie.
In einem öffentlich-rechtlichen Rundfunksystem, das Ausgewogenheit sichern muss, bezweifelte Restle dieses Ideal. Er will dem, was er Unsinn nennt, keine Bühne geben. Der Unsinn aber beginnt einen halben Millimeter rechts von Angela Merkel. Wer sich weiter hinaus wagt, ist für Restle schnell ein „Verfassungsfeind vom rechten Rand“.
Man muss weit links stehen, um überall den rechten Rand zu wittern. Der rechte Rand ist hier identisch mit dem Nicht-Linken.
Der traurige Emigrant verlässt die Bundesrepublik mit der Frage seines Lebens: „Deutschland in der Krise – AfD vor dem Sieg?“. Darüber räsonierte Restle am Jahresanfang.
Wo der Faschismus lauert
Das „Monitor“-Sonderformat wurde auch beworben unter dem Titel „Heute Krise – morgen Faschismus?“ Und der Faschismus regt sich offenbar schon bei „klassischen Familienmodellen“ und lauert im Dieselmotor.
Linke Heulbojen schlagen immer Alarm. Die Tradition ist ihr Gegner. Restle warnt vor einer Rückkehr in funktionierende Zustände, weil er unbedingt Veränderung will. Den Preis für so viel sozialen Radau unterschlägt er: die wachsende Fremdheit in der Welt. Eingebildete Gefahren übertreibt er deshalb, reale Gefahren etwa durch migrantische Gewalt rechnet er klein.
Restles Aktivismus beruht auf einem Missverständnis: Sein Journalismus will nicht aufklären, sondern kontrollieren. Und wen? Die Rechten natürlich und die Reichen.
Restle behauptet zum Abschied allen Ernstes: Er sei innerhalb der ARD mit seiner „klaren Haltung zur AfD inzwischen wohl in der Minderheit“. So sagte er es der Zeit. Restle bleibt sich treu. Da verlässt einer das Anti-AfD-Basislager, weil dort der Kampf gegen Rechts nicht entschlossen genug geführt worden sei.
Restle legte durch sein Wirken die drei tragenden weltanschaulichen Pfeiler der ARD offen: Der rechte Rand ist überall, links genug kann es gar nicht sein, Ausgewogenheit führt in die Irre. Insofern: Gute Reise, vielen Dank!
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