Der Evangelische Kirchentag ist ein Hochfest der Ausgrenzung
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Ein Evangelischer Kirchentag könnte die einfachste Sache der Welt sein. Der Name könnte bezeichnen, was da vor sich geht. Evangelische Christen treffen sich, um von ihrem Glauben zu erzählen. Weit gefehlt.
Die ganze Folge von „Kissler Kompakt“ sehen Sie hier:
Heute treffen sich vor allem linke oder grüne Politiker, die an der Seite von linken oder grünen Aktivisten linken oder grünen Moderatoren erklären, warum das linke oder grüne Denken eine fabelhafte Sache ist. Ein Kirchentag ist insofern die perfekte ideologische Kreislaufwirtschaft. Das Christentum hat in dieser evangelischen Kirche schlechte Karten.
Feminismus, Queerness, Gender-Deutsch
Je mehr Menschen die evangelische Kirche verlassen, desto trotziger beharrt sie auf ihrem Kurs. Die Nachfrage sinkt. Doch statt das Angebot zu verbessern, ordnet man die Ladenhüter neu an und wischt den Boden feucht durch. An den Produkten ändert man nichts.
Wo Evangelische Kirche drauf steht, soll auch in Zukunft der Kampf gegen Klimawandel und Rechtspopulismus drin sein. Als kostenlose Dreingabe gibt es Feminismus, Queerness und Gender-Deutsch: Ohne „Bläser:innen“ und „Pastor:innen“ kein Kirchentag!
Damit wir uns nicht falsch verstehen: Auch die Kirche der grün-linken Gesinnung darf ihre Liturgien feiern. (DOCH) Einheitsbrei ist kein Manna. Wer Vielfalt behauptet, sollte nicht das Gegenteil praktizieren. Unheilige Einfalt. Das Milieu des Evangelischen Kirchentags verengt sich immer weiter.
Aus dem Lexikon der Gutmenschen
Nun, in Hannover, geht es darum, wie man „rechtsextreme Codes erkennt und dekonstruiert“ und „mutig und beherzt gegen rechts“ vorgeht. Nicht mehr die Bibel ist die maßgebliche Schrift, sondern das Lexikon der Gutmenschen. Nur darin nämlich reicht es bereits, rechts zu sein, um ausgegrenzt zu werden. Der Evangelische Kirchentag ist ein Hochfest der Ausgrenzung.
Kein Wunder, dass Politiker der SPD und der Grünen gerne dabei sind. Nach Bundespräsident Steinmeier erklärte der niedersächsische Ministerpräsident und Sozialdemokrat Weil, was er sich wünsche: einen evangelischen Schulterschluss gegen sogenannte Hassprediger – und das sind immer die anderen.
Was für eine ideologische Kreislaufwirtschaft! Den anderen die Schuld an einer Krise geben, indem man ihnen vorwirft, den anderen die Schuld zu geben. Der Kopf dreht sich in Hannover, man wird schwindlig, wenn man darüber nachdenkt.
Das gilt auch vom Eingeständnis des linken Politikers Bodo Ramelow. Die Präsidentin des Kirchentags ist übrigens eine ehemalige grüne Kabinettskollegin Ramelows aus Thüringen – und Ramelow selbst spricht in Hannover an der Seite einer grünen Autorin über den Ausschluss der AfD.
Die AfD muss draußen bleiben. Ramelow und das Publikum finden das in Ordnung. Denn, so Ramelow, die AfD wolle gar nicht diskutieren. Da frage ich mich: Woher will man das wissen, wenn man niemanden einlädt? So müssen die Foren des Kirchentags ohne Vertreter der momentan stärksten Partei auskommen.
Mit Ataman und Neubauer
Anwesend sind hingegen: eine „Pfarrperson“, die über Geschlechtervielfalt aufklärt; Experten für „Intersektionalität“ und für „Polyamorie“; eine Prostituierte, die sich „Maria von Magdala“ nennt; außerdem die Antidiskriminierungs-Beauftragte Ferda Ataman, die Aktivistin Luisa Neubauer und jede Menge Migrationsbefürworter:
Katrin Hatzinger, Leiterin der Brüsseler Dienststelle der EKD, spricht es hier aus: Migration ist aus Sicht der evangelischen Kirche das Normale – und das schließt offenbar illegale Migration ein. Zuwanderung soll lediglich ausgestaltet, also gemanaget werden. Und zwar auf dem Weg der Gesellschaftspolitik.
Migration erscheint als Hebel für eine andere Gesellschaft. Auch in dieser Hinsicht dulden die grün-linken Dogmen keinen Widerspruch. Wer sich für das Christentum interessiert, macht um diese evangelische Kirche besser einen Bogen.
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