Die Elf-Prozent-SPD will untergehen: Bas und Klingbeil führen die Sozialdemokratie ins Aus
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Die SPD hat sich mit ihrem Untergang abgefunden. Anders sind die jüngsten Wendungen des Spitzenpersonals nicht zu erklären. Ein Kurs, der die Wähler in Scharen vertreibt, soll dadurch korrigiert werden, dass man ihn fortsetzt.
Unter Bas und Klingbeil fährt der alte Tanker SPD nicht nur auf einen Eisberg zu. Nein, Bas und Klingbeil entdecken von ihrer sozialdemokratischen Kommandobrücke den Eisberg am Horizont und geben das Kommando: Volle Kraft voraus! Je schneller wir den Eisberg erreichen, desto schneller ist es vorbei mit uns und der SPD!
Eine Partei aber, die den eigenen Untergang herbeisehnt, wird tatsächlich untergehen – und das ist dann auch gut so.
„Kissler Kompakt“ vom 11. Juni sehen Sie hier:
Wo bleibt der Aufschrei?
Nicht einmal die jüngste Horrorzahl sorgt für ein Beben. Die deutsche Sozialdemokratie hat sich ihrem Schicksal ergeben. Sonst müsste es jetzt, spätestens jetzt, einen Aufschrei geben. Einen lauten Ruf müsste es geben nach einem neuen Kurs, nach neuem Personal, nach einer Radikalkur an Haupt und Gliedern. Stattdessen: Duldungsstarre, Schweigen im Wald.
Die Horrorzahl ist eine Elf, ermittelt hat sie Forsa. Nur elf Prozent der Wahlberechtigten würden aktuell ihr Kreuz bei der SPD machen.
Mit dem Verschwinden abgefunden
Der Wähler verpasst der SPD keinen Backenstreich mehr. Er lässt sie zurück am Boden, wo sie sich regungslos hingelegt hat. Er wendet sich ab. Die Deutschen wollen nicht mehr, dass es die SPD gibt. Sie haben abgeschlossen mit diesem einst so wichtigen Kapitel deutscher Parteiengeschichte. 134 Jahre nach August Bebel, 80 Jahre nach Kurt Schumacher, 62 Jahre nach Willy Brandt kamen Lars Klingbeil und Bärbel Bas und machten das Licht aus.
Elf Prozent: Von diesem Schock kann, von diesem Schock will sich die SPD nicht erholen. Sonst würde sie Bas zurück nach Duisburg schicken und Klingbeil nach Soltau. Der ausbleibende Aufstand ist ein Zeichen: Die SPD hat sich mit ihrem Verschwinden abgefunden.
Knapp vier Millionen Wähler vertrieben
Elf Prozent im Juni des Jahres 2026 sind elf Prozent für eine Regierungspartei, die Deutschland nicht guttut. Elf Prozent sind nicht einmal die Hälfte jener 25,7 Prozent, die die SPD mit Olaf Scholz bei der Bundestagswahl 2021 erzielt hat. Die SPD hat sich in weniger als fünf Jahren mehr als halbiert.
Und seit der ebenfalls schwachen Wahl im Februar vergangenen Jahres gingen ihr weitere 5,5 Prozentpunkte von der roten Fahne. Anders ausgedrückt: Vor 15 Monaten wählten noch 10,4 Millionen Deutsche die SPD. Heute wären es laut aktueller Umfrage knapp vier Millionen weniger.
Die Bas-und-Klingbeil-SPD ist eine Wählervertreibungsmaschine. Bas und Klingbeil haben knapp vier Millionen Wähler seit Februar 2025 in die Flucht geschlagen. Und niemand begehrt auf.
Klingbeil kennt sich nicht aus
Bärbel Bas ist die Frau ohne Ahnung und Lars Klingbeil der Mann ohne Expertise. Es wird regelmäßig peinlich, wenn sich der Finanzminister zu finanz- oder fiskalpolitischen Details äußern soll. Dann muss der Staatssekretär ran. Der Staatssekretär ist Ausputzer und Lückenbüßer – und es sind die Wissenslücken, die Klingbeil ausmachen.
Klingbeil kämpft für mehr Migration, weil die Migration angeblich Deutschland reicher mache. Das Gegenteil ist der Fall. Klingbeil kämpft für höhere Steuern und für eine verpflichtende Betriebsrente und will nicht sehen, dass er so vom Sterbebegleiter zum Totengräber der Wirtschaft wird.
Führung ohne Konzept
Sozialministerin und Co-Vorsitzende Bas wiederum fährt gerne Motorrad, manchmal auch ohne Rücksicht auf die Straßenverkehrsordnung. Laut Bas gibt es keine Zuwanderung in die Sozialsysteme, laut Bas sind die Unternehmer die Gegner der Sozialdemokratie, laut Bas begann die Diskussion um die Agenda 2010 schon 1993. Laut Bas gibt es ein Einheitsbraun im deutschen Volk.
Bas überblickt die Lage weniger als ein Regenwurm den nächsten Grashalm. Die beiden Dilettanten in der Bundesregierung zeigen jedem Beobachter, dass die SPD ein Bildungs- und ein Kompetenzproblem hat.
Die SPD weiß auch nicht, warum es sie geben soll. Arbeiter fühlen sich besser von der AfD vertreten, Sozialisten besser von der umbenannten SED, Klimadogmatiker besser von den Grünen. All das ist bekannt. Gegen all das haben Klingbeil und Bas kein Rezept – und die Partei hat nicht die Kraft, ja nicht die innere Selbstachtung, um sich von Bas und Klingbeil zu emanzipieren.
So schreiten sie weiter Seit’ an Seit’ ins Abendrot ihrer Geschichte.
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