Die Kirchen vertreiben die Gläubigen – und biedern sich dem Islam an
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Den Kirchen laufen die Gläubigen davon. Im zurückliegenden Jahr haben mehr Protestanten als Katholiken ihren Austritt erklärt. Bei den Katholiken fiel die Mitgliederzahl erstmals unter 20 Millionen. Die evangelischen Landeskirchen können sich auf knapp 18 Millionen zahlende Mitglieder stützen.
Deutschland entchristianisiert sich – und die Kirchen sorgen für diese Entchristianisierung. Sie politisieren sich zu Tode. Sie kuscheln mit dem Islam. Sie verleugnen ihre Botschaft.
Die aktuelle Folge „Kissler Kompakt“ sehen Sie hier:
Die Funktionäre der Kirchensteuerkirchen lassen keinen Zweifel, worauf es ihnen ankommt: auf den Einsatz für die Demokratie, gegen Rechtspopulismus und für das Klima. So steht es oben auf der Homepage der Evangelischen Kirche in Deutschland, der EKD. Verwiesen wird auf ein neues Papier des Rates der EKD.
Die EKD misstraut den Menschen
Das Papier nennt sich „Christliche Perspektiven für unser gesellschaftliches und politisches Miteinander“. Der erste Satz der ersten These lautet: „Die populistischen Botschaften gedeihen vor allem dort, wo zuvor Angst und Verunsicherung gesät wurden.“ Populisten sind also immer die anderen. Populismus ist rechts, und er wurzelt nicht in realen Problemen.
Was für eine geistige Schlichtheit. Die EKD redet, als wäre der Mensch ein unreifes Mündel, das sich Angst und Verunsicherung von finsteren Gestalten ins Gemüt träufeln lässt. Die EKD traut den Menschen nicht.
Keine Solidarität mit AfD-Wählern
Immerhin: Die Ökumene funktioniert – im geschwisterlichen Absturz bis zur Null-Linie und in der brüderlichen Betriebsblindheit. Beide Kirchensteuerkirchen wollen geliebt werden von der Regierung. Das Bündnis von Thron und Altar ist zurück. Heute nennt es sich zivilgesellschaftliche Partnerschaft der demokratischen Mitte.
Demokratische Mitte ist die Selbstbezeichnung der etablierten Parteien. Natürlich begrüßen die Kirchensteuerkirchen das Etikett. Sie wollen ja dort sein, wo die Macht ist. Dort, wo die Kirchensteuer eingezogen wird. Hören wir auf den Limburger Bischof Georg Bätzing, den Vorsitzenden der katholischen Deutschen Bischofskonferenz:
Bätzing spricht von Solidarität und meint politischen Beifall. Die Kirchensteuerkirchen applaudieren der richtigen weltlichen Gesinnung. Das Überweltliche interessiert sie nicht. Bätzing verweigert den Wählern der AfD jene Solidarität, die er Muslimen gewährt. Fast kein Kirchenoberer ließ es sich nehmen, den Muslimen zum Beginn und zum Ende des Fastenmonats Ramadan zu gratulieren.
Bätzing ermunterte zu mehr interreligiösem Dialog. Und er rief den, wie er sagte, „barmherzigen Gott“ auf die Muslime herab. Er tat nicht, was er als überzeugter Christ eigentlich tun müsste: Muslimen den christlichen Glauben anzubieten. Missionierung findet nur noch zum klimaneutralen Verhalten statt. Und natürlich zur Wahl der richtigen Parteien.
An der Wirklichkeit orientieren?
Seltsam ist auch die gespielte Erleichterung der Kirchen über die Abflachung des Trends. Oh, welch Wunder! In den vergangenen Jahren sind bereits derart viele Menschen ausgetreten, dass es bald niemanden mehr gibt, der noch austreten könnte. Die bezahlten Funktionäre und die engagierte Elite haben sich im Niedergang eingerichtet. Sie sehen sich auf der richtigen weltanschaulichen Seite. Noch aus der Ablehnung saugen sie Honig für einen gescheiterten Kurs.
Bätzing, aus dessen Limburger Bistum knapp 11.000 Menschen austraten, erklärte: Nun brauche es „neue Wege, mutige Schritte und vor allem den festen Willen, sich an der Wirklichkeit zu orientieren“.
Heilige Einfalt! Genau diese Orientierung an der vermeintlichen Wirklichkeit ist der Kern des kirchlichen Übels. Kirchen sollten sich am Glauben orientieren, nicht an der Wirklichkeit. Sie sollten keine neuen Wege um der Neuheit willen einschlagen, wenn genau diese Wege in den Absturz führten. Sie sollten keine mutigen Schritte wagen, wenn es der Gratismut der Zeitgenossenschaft ist.
Mutig und neu wäre etwas ganz Anderes: Kirchen, die sich als Glaubensgemeinschaft begreifen und ihren missionarischen Auftrag ernst nehmen.
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