Lanz, Hayali, Frey: Das ZDF zerlegt sich selbst
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Das Zweite Deutsche Fernsehen schafft sich ab. Am Leben gehalten wird es vom Pflichtbeitrag, und von der Unterstützung jener Politiker, die eine Wirklichkeitsbeugung zu ihren Gunsten zu schätzen wissen. Vom Anspruch, der Allgemeinheit oder der Demokratie einen Dienst zu erweisen, haben die Mainzer sich faktisch verabschiedet.
Die aktuelle Folge „Kissler Kompakt“ sehen Sie hier:
Unter Intendant Norbert Himmler verwandelt das ZDF sich in eine linke Trollfabrik. Der Skandal um Markus Lanz, Daniel Günther, Dunja Hayali und Peter Frey markiert eine Zeitenwende. Es wird nicht einmal mehr der Versuch unternommen, Journalismus zu simulieren. Dem ZDF reicht es, Propaganda für die Mächtigen zu liefern.
Lanz, ein Büttel der Macht
Warum sagt ZDF-Moderator Markus Lanz die Unwahrheit? Ich befürchte: Lanz ist ein Büttel der Macht. Die Spielräume, die er hat, nutzt er leidlich. Er kann energisch nachfragen bei Themen, die der linke Mainstream nicht mag, etwa in der Migrations- oder der Energiepolitik. Lanz ist kein Restle. Lanz ist neugierig. Seine Spielräume haben aber Grenzen. Im Fall Daniel Günther wurde die Grenze zur Unwahrheit überschritten.
Der linke CDU-Ministerpräsident von Schleswig-Holstein hatte bei Lanz eine Zensur und sogar das Verbot von NIUS ins Spiel gebracht. Schließlich, behauptete der Ministerpräsident in Verkennung seiner verfassungsrechtlichen Rolle, zähle NIUS zu den „Feinden von Demokratie“.
Das war dreist
Eine Woche später behauptete Lanz wider besseres Wissen und wider die Wahrheit, Günther habe keine Zensur- und keine Verbotsphantasien gegenüber NIUS formuliert. Das war dreist. Genau deshalb müssen wir uns Markus Lanz als einen Büttel der Macht vorstellen.
Natürlich unterstützt die linke Aktivistin und ZDF-Moderatorin Dunja Hayali das Ammenmärchen um Lanz und Günther. Hayali erklärte in einem Video mit Hund, NIUS sei nun mal Schrott. Bei NIUS würden Dinge aus dem Zusammenhang gerissen und verdreht und verfälscht – womit Hayali den Umgang von Lanz mit seiner eigenen Show treffend beschrieb. Da jeder Auftritt von Hayali ein Argument gegen den Pflichtbeitrag ist: Dankeschön und weiter so.
Erziehungsfernsehen
Gravierender sind die Einlassungen von Peter Frey. Der Journalist aus Bingen war zwölf Jahre lang ZDF-Chefredakteur. Er kennt die erwünschten und die unstatthaften Schlagseiten am Lerchenberg. Er weiß, was vom Erziehungsfernsehen erwartet wird. Er weiß, welche politische Linie auf welche Weise zu erreichen ist.
Und nun sagt Peter Frey als Kolumnist beim ebenfalls pflichtbeitragsfinanzierten Deutschlandfunk: Günther habe „mitnichten für Pressezensur plädiert“. Doch, Herr Frey, das hat er. Außerdem behauptet der langjährige ZDF-Chefredakteur:
Frey hat keine Scheu vor Verschwörungserzählungen. Günther, ein linker und kein konservativer Politiker übrigens, soll also eingeschüchtert werden, indem man ihn mit der Wahrheit konfrontiert? Aus Günther sprach ausdrücklich der Staat. Wenn Frey es missfällt, wenn ein Ministerpräsident kritisiert wird, etwa vom Deutschen Journalistenverband, dann ist auch Frey ein Büttel der Macht. Und Frey verstieg sich weiter:
Wie bitte? In der „Nazi-Zeit“ gab es „Ausgrenzung und Hetze“, weil Medien keine „ethischen Grenzen und keine Kontrolle“ hatten? Die Nationalsozialisten, Herr Frey, hatten die Medien maximal kontrolliert. Schwebt Ihnen das vor? Eine Medien-Einheitsfront? Oder meinen Sie die unregulierten Medien der Weimarer Republik? Dann, Herr Frey, sollten Sie es auch so sagen.
Freys Auslassungen sind an linker Wirrnis nicht zu überbieten. In dieser Hinsicht sind sie typisch für das scheiternde deutsche Erziehungsfernsehen: Die Propagandisten haben die Macht übernommen, und ihr Gegner ist die Wirklichkeit.
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Alexander Kissler
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