Links, linker, NDR
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Der NDR cancelt die Meinungsfreiheit. Anders lassen sich die Vorgänge um Julia Ruhs nicht deuten. Der NDR hat Ruhs als Moderatorin abserviert. Das Reportage-Format „Klar“ mit der konservativen Journalistin Ruhs wird es nur noch beim Bayerischen Rundfunk geben.
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Um die Meinungsfreiheit zu retten, braucht es ein neues Denken
Diese Entwicklung ist kein Zufall. Der NDR befindet sich in linker Hand. Die drittgrößte Anstalt innerhalb der ARD hat sich alle linken Anliegen auf die Fahnen geschrieben: Man ist woke, man gendert, man will migrantisch sein, man kämpft gegen die AfD. Der frisch inthronisierte Intendant Hendrik Lünenborg ist da kein Hoffnungsträger. Die Selbstversenkung des Norddeutschen Rundfunks zeigt: Um die Meinungsfreiheit zu retten, braucht es ein neues Denken – aber auch und vor allem andere Führungskräfte.
Lünenborg wurde im Mai vom Rundfunkrat mit 50 von 53 Stimmen zum Nachfolger von Joachim Knuth gewählt. Es war ein überwältigendes Votum. Der Rundfunkrat, schreibt die Welt, sei „politisch mehrheitlich links“. Lünenborg ist seit Anfang dieses Monats, wie er selbst formuliert, „verantwortlich für alles“. Folglich auch für den Rauswurf von Ruhs. Für das Canceln einer nicht-linken Journalistin. Verantwortlich ist Lünenborg auch für das stramm links segelnde NDR-Medienmagazin Zapp. Dort wird regelmäßig gegen alle Erscheinungen in der Medienwelt gekeilt, die sich von der linken Hauslinie einen Millimeter entfernen.
Was nicht links ist, wird zerhackt
Verantwortlich ist Lünenborg auch für die linke NDR-Journalistin Anja Reschke, die im NDR-Format „Reschke Fernsehen“ Ruhs zum Abschuss freigab. Reschke gewann den Machtkampf gegen Ruhs. Verantwortlich ist Lünenborg auch für die Hamburger Zentralredaktion der ARD-Tagesschau, die durch eine gefühlige Bebilderung linker Lebenswelten auffällt. Der NDR ist ein Sender, wie man ihn sich in der „Roten Flora“ und bei lokalen Antifa-Gruppen nur wünschen kann. Was nicht links ist, wird zerhackt.
Diese linke Dominanzkultur ist ebenso mächtig wie fragil. Schon das alles in allem harmlose Reportageformat „Klar“ war ein Affront. Am politischen Reinheitsgebot will man nicht rütteln lassen – schon gar nicht von einer „bayerischen Weibsperson“ wie Ruhs. Und Intendant Lünenborg? Der einstige Direktor des Landesfunkhauses Hamburg gab in einem NDR-Podcast eine Devise aus, die ganz anders gemeint war, als sie klang.
Der Intendant behauptet also: Man müsse Räume schaffen, in denen Menschen andere Meinungen ertragen lernen. Größer könnte der Widerspruch zur Ausbootung von Julia Ruhs nicht sein. Der NDR ertrug nicht einmal die brav-bürgerlichen Ansichten Ruhs‘, will aber laut Lünenborg Räume der Meinungsfreiheit schaffen? Wie geht das zusammen? Im selben Podcast wurde Lünenborg nach dem Stand der Meinungsfreiheit im NDR gefragt. Die Antwort war ebenso entlarvend wie erhellend.
Diversität hat mit Meinungsvielfalt nichts zu tun
Das Level der internen Meinungsvielfalt interessiert Lünenborg nicht. Er redet lieber über Servicejournalismus. Das beschäftigt ihn laut Podcast besonders: Der NDR müsse die Alltagsprobleme der Hörer abbilden. Wie es etwa um die Hamburger U-Bahn bestellt sei. Das Desinteresse an der Meinungsvielfalt ist symptomatisch – und folgerichtig. Der NDR will divers sein. Diversität aber hat mit Meinungsvielfalt nichts zu tun. Im Namen der Diversität wird der Meinungskorridor eingeschränkt. Noch vor seiner Wahl zum Intendanten sagte Lünenborg:
Nicht echte Meinungsvielfalt ist das Ziel von ARD und ZDF, sondern Diversität. Es soll eine Vielfalt der Herkunftsländer geben, kein Pluralismus der Meinungen. Unter dem Banner der Diversität wird Vielfalt zur Einfalt. Lünenborgs NDR ist da kein Einzelfall. So arbeiten die öffentlich-rechtlichen Betreuungsmedien ihrer Abschaffung zu.
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Alexander Kissler
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