Juhu, 2024 ist (fast) vorbei!
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Was für ein außerordentliches Jahr liegt hinter uns! Es gab Menschen, Tiere, Insolvenzen, und viele Gewissheiten schwanden. Anfang 2024 gab es noch eine Bundesregierung mit einer parlamentarischen Mehrheit. Sie bestand aus drei Parteien, der SPD, den Grünen und der FDP. Und es gab eine starke Oppositionskraft namens Union.
Von alldem kann am Silvestertag nicht die Rede sein. Olaf Scholz hat keine Mehrheit. Die FDP ist ins Oppositionslager gewechselt und die Union ins Regierungslager. Zumindest hat der bisherige Oppositionsführer Friedrich Merz angekündigt, im Bundestag alles zu unterlassen, was der rot-grünen Minderheitsregierung Bauchschmerzen bereiten könnte. Die Lage mag schlecht sein, doch so schlecht ist sie dann auch wieder nicht, dass sie mit bloßen „Zufallsmehrheiten“ gebessert werden dürfte.
Man kann sagen: 2024 war das Jahr, in dem die Politik ihren Kampf gegen die Wirklichkeit beherzt fortsetzte. Politik wird immer mehr zur rhythmischen Sportgymnastik vor einstürzenden Brücken und Industrieruinen. Hauptsache, die Haltungsnoten stimmen.

Man mochte kaum hinsehen.
Habeck wirbt mit seinen Lernschritten
Es war aber auch das Jahr, in dem die Politiker ihre Majestät entdeckten. Die neue Trendsportart unter Politikern ist das Schreiben von Anzeigen. Weit vorne liegen die grünen Spitzenpolitiker Robert Habeck und Annalena Baerbock.
Habeck will übrigens im neuen Jahr Kanzler werden, um seine „Lernschritte aus der letzten Legislaturperiode“ einbringen zu können. Mit diesen „Lernschritten“ möchte er „Deutschland gerne nicht nur führen, sondern auch anführen“.
Der kommende deutsche Anführer wirbt also mit vermeintlich überwundenen Wissenslücken. 2024 war auch das Jahr, in dem erwiesenes Scheitern zum Beweis von Kompetenz erklärt wurde. Ist es nicht herrlich, was man mit der Wirklichkeit alles anfangen kann, hat man sie erst einmal überwunden?

Kein Wind, keine Sonne ...
Überall Dunkelflaute
Und 2024 war das Jahr, in dem das Selbstverständliche zur Sensation wurde, weil nichts mehr alltäglich war. Nehmen wir nur die Dunkelflaute. Neben den „Zufallsmehrheiten“ ist sie ein heißer Anwärter auf das wahre Wort des Jahres. Mit der Dunkelflaute ist entgegen der Meinung mancher Spötter nicht der Zustand im Oberstübchen einiger Regierender gemeint. Keineswegs.
Die Dunkelflaute stellt sich ein, wenn die Energiewende scheitert, und deshalb könnte sie zum neuen Normal in Deutschland werden. Im Dunkeln gibt es kein Sonnenlicht und bei Windstille keine Windenergie. Manchmal sind die Zusammenhänge wirklich sehr einfach, vermutlich zu einfach für eine Regierung, die eine Fortschrittskoalition sein wollte. 2024 war schließlich das Jahr, in dem der doppelte Standard zur Leitwährung wurde.
Doch 2025 wird alles besser! Das glauben Sie nicht? Dann schauen Sie sich gerne meinen satirischen Jahresrückblick bei „Kissler Kompakt“ an. Auf ein Neues!
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