Als Ex-Muslima machen mir „Allahu Akbar“ Rufe an der Universität Angst!
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Auch wenn der islamische Ausruf „Allahu Akbar“ schon längst Einzug in die deutsche Gesellschaft gehalten hat und Medien und Rundfunk immer wieder davon sprechen, dass dieser Ausruf bloß ein normales muslimisches Glaubensbekenntnis darstellt: die Ausbreitung und Normalisierung dieses absolutistischen Credos bleibt dennoch eine Gefahr für unsere Demokratie und unsere westlichen Werte.
Vor allem an einer öffentlichen Universität, die Menschen unabhängig von ihrem Glauben und ihrer Weltanschauung empfangen sollte, haben „Allahu Akbar“-Rufe nichts zu suchen.
Am Dienstag organisierte eine islamische Hochschulgruppe eine Ramadan-Veranstaltung in der Georg-August-Universität in Göttingen. Dabei versammelten sich über achtzig Muslime im zentralen Hörsaalgebäude der Universität und fingen unter lauten „Allahu Akbar“-Rufen an zu beten.

Realität an einer niedersächsischen Hochschule: Im zentralen Hörsaal der Universität beteten über 80 Muslime zu „Allahu Akbar“ Rufen.
„Allahu Akbar“ bedeutet sinngemäß: Gott steht über allem. Damit ist allerdings nicht die Erhabenheit Gottes über den eigenen Geist gemeint, sondern die Überlegenheit und Übermacht Gottes samt Allahs Regeln über alle Bereiche des menschlichen Lebens, inklusive des demokratischen Rechtsstaates. Das musste ich schon sehr früh lernen. Etwa als mein Vater, ein ghanaischer Imam, mir als Kind sagte, dass „unbedeckte“ Frauen ohne Hijab (islamische Kopfbedeckung) wertlos wären und Steinigungen von vergewaltigten Frauen in einigen Fällen legitim wären. Oder als meine Mitschüler sich in der Grundschule weigerten am Sexualkundeunterricht teilzunehmen, weil dies „haram“ sei, also „verflucht“.
Seitdem bestätigt sich die Bedeutung von „Allahu Akbar“ für mich jeden Tag aufs Neue, beispielsweise wenn ich in den sozialen Medien dazu aufgefordert werde, mich umzubringen, da ich eine Kāfir, also eine Ungläubige, sei oder weil ich die islamische Religionslehre kritisiere.
Allahu Akbar als Friedensgruß – sagt wer?
Seit Jahren versuchen deutsche Medien und Formate des öffentlichen-rechtlichen Rundfunks wie die „Datteltäter“ die eigentliche Bedeutung des islamischen Ausrufs zu verwässern und deuten diesen je nach Lust und Laune wahlweise als „Ausdruck der Demut“, als harmloses „Gebet“ oder sogar zum „Friedensgruß“ um. Dabei ist vor allem letztere Erklärung, die oft in Verbindung mit der Argumentation genutzt wird, dass der Islam die sogenannte „Religion des Friedens“ sei, ein Paradebeispiel für die Vereinnahmung des Diskursraums durch den politischen Islam. Denn sie stammt nicht etwa von Sprachwissenschaftlern, sondern aus der islamischen Lehre selbst.
Im islamischen Recht wird zwischen Dār as-Salām dem „Friedensgebiet“, das heißt dem Gebiet der islamischen Länder, im Gegensatz zum Gebiet der nicht-islamischen, westlichen Länder, dem Dār al-Harb, oder auch „Gebiet des Krieges“ unterschieden. Laut islamischer Lehre ist der Frieden zwischen den Ländern nur zu erreichen, indem alle Länder zu „Friedensgebieten“, also zu islamischen Ländern werden.

Im vergangenen Jahr demonstrierten über 3000 Muslime in Essen für ein Kalifat in Deutschland.
„Allahu Akbar“ ist also nur ein weiterer Auswuchs des absoluten und unausweichlichen Machtanspruchs des politischen Islams, dessen Endziel ein weltweites Kalifat ist, wie es bereits radikale Muslime auf einer Demonstration in Essen forderten.
Die Behauptung, „Allahu Akbar“ wäre ein harmloses Glaubensbekenntnis, ist ein Schlag ins Gesicht für alle Opfer der islamischen Ideologie. Weder für die Opfer des Anschlags auf den Berliner Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz durch den Islamisten Anis Amri, noch für die durch die Salafistenbrüder Chérif und Saïd Kouachi ermorderten Charlie Hebdo Redakteure oder die Opfer des Oslo-Anschlags, die durch den Islamisten Zaniar M. ums Leben kamen, war „Allahu Akbar“ ein harmloser Ausruf, geschweige denn ein Friedensgruß.
Ich will keinen „System Change“!
In Zeiten, in denen wir uns daran gewöhnen sollen, dass deutsche Fußballnationalspieler Islamisten-Grüße veröffentlichen, sich die Islamismus-Vorfälle an Schulen häufen und die Bundesregierung Fachstellen finanziert, die den Dschihad und die Scharia verharmlosen, macht es mir Angst, wenn Muslime an einer deutschen Universität, die einst für Aufklärung und religiöse Unabhängigkeit stand, vor einem „System Change“ Graffiti beten.

In der Georg-August-Universität beteten Muslime vor einer Wand mit dem Spruch „System Change Not Climate Change“
Die Studenten hätten den Ramadan auch überall woanders feiern können, in einer Moschee oder in privaten Kreisen zum Beispiel. Die Wahl des öffentlichen Universitätsgebäudes als Veranstaltungsort ist nichts anderes als eine religiöse Machtdemonstration über die zerfallenden Werte des Westens und eine Islamisierung des öffentlichen Raums.
Als schwarze Frau, die das freie Leben im Westen genießt und die sich von den unterdrückenden Fesseln des Islams distanziert hat, möchte ich keinen islamischen „System Change“. Ich möchte nicht in einem Gesellschaftssystem leben, in dem es normal ist, dass Muslime in Universitätsgebäuden „Allahu Akbar“ rufen.
„Allahu Akbar“ ist für mich kein Friedensausruf. „Allahu Akbar“ bedeutet von der eigenen Familie verstoßen zu werden, weil man sich nicht den Regeln des muslimischen Lebens unterwirft. „Allahu Akbar“ bedeutet Angst vor dem Nachhauseweg haben zu müssen, weil man sich öffentlich kritisch gegenüber dem politischen Islam äußert. „Allahu Akbar“ bedeutet, die persönliche Freiheit zu verlieren, aufgrund der fanatisch-religiösen Allmachts- und Eroberungsfantasien anderer.
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