Annalena Baerbock – zu erotisch für Syriens Machthaber?
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Der Syrienbesuch der Bundesaußenministerin Annalena Baerbock sorgt immer noch für Gesprächsstoff – obwohl sich kaum einer dafür interessiert, was da eigentlich gesprochen wurde. Umso mehr interessiert die Menschen eine Frage: Warum haben die neuen islamistischen Machthaber Syriens Angst vor Annalena Baerbock?
Zur Erinnerung: Annalena Baerbocks Visite in Syrien war von mehreren Eklats begleitet: Als sie in Syrien ankam, verweigerte ihr Syriens neuer Regierungschef Ahmed al-Scharaa den Handschlag. Mehr noch: Islamisten-nahe Medien, die der machthabenden HTS-Miliz angeschlossen sind, zensierten später die Fotos, auf denen Baerbock zu sehen war. Sie vernebelten die Außenministerin zur Unkenntlichkeit im Gegensatz zu den Männern, die alle zu sehen waren. Die staatliche Nachrichtenagentur Sana zeigte Barbock dagegen unbearbeitet.

Baerbock bei ihrem Besuch in Syrien.
Die Frau ist immer Sexualobjekt
Was in aller Welt treibt die Islamisten dazu, eine Ministerin zu vernebeln? Eine Antwort gibt die Islam-Expertin und Frauenrechtlerin Seyran Ateş, die für einen liberalen Islam mit Geschlechter-Gleichberechtigung kämpft. Sie sagt in Bild: „Die Motivation bei solchen Menschen und ihren Ideologien ist immer die Frau als Sexualobjekt. Die Vorstellung, dass Menschen sich die Hand zur Begrüßung geben und dabei nicht sexuelle Gedanken haben, existiert in der Welt der Islamisten nicht.“
Nach islamistischem Verständnis, so die Islam-Expertin weiter, hätten Frauen ihren Männern und ihrer Familie zu dienen. Sie würden wie Gegenstände, wie Eigentum betrachtet. „Frauen gehören ins Haus, hinter verschlossene Türen, um ihre Ehemänner sexuell zu befriedigen, den Haushalt zu führen und die Kinder zu hüten. Dafür hat Gott sie nach der islamischen Lesart geschaffen.“ Islamismus-Experte Ahmad Mansour ergänzt: „Aus der Perspektive der islamistischen Ideologie ist das öffentliche Zeigen unverhüllter Frauen strengstens verboten.“
Armselige frauenfeindliche Ideologie
Das alles übersetzt heißt: Egal, wie eine Frau aussieht, wie sie sich gibt, wie erotisch sie wirkt, wie alt sie ist – sie hat verschleiert zu sein, weil sie sonst den Mann auf verbotene Gedanken bringt (nicht bringen kann). Was für eine armselige, frauenfeindliche These! Warum haben die islamistischen Machthaber von Syrien Außenministerin Annalena Baerbock dann überhaupt empfangen, fragt sich mein gesunder Menschenverstand?
Zur Antwort nochmal die Islam-Expertin Seyran Ateş: „Unsere Außenministerin wurde gezwungenermaßen empfangen, weil man Geld vom Westen will. Und zwar nur Geld. Über den sogenannten Westen und eine feministische Außenpolitik lachen diese Herren.“
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