Anne-Frank-Stiftung: So missbrauchen sie ihren Namen
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Das Schicksal des jüdischen Mädchens Anne Frank bewegt die Welt noch heute. Mehr als 20 Millionen Exemplare ihres Tagebuchs wurde in 75 Sprachen übersetzt.
Um Anne Frank zu gedenken, wurde die Stiftung „Jugendbegegnungsstätte Anne Frank“ ins Leben gerufen. Ihre Aufgabe: Aufklärungsarbeit über den Holocaust. 2013 wurde die Institution umbenannt in „Bildungsstätte Anne Frank“.
Mit dem Namen änderten sich auch die Ambitionen des Vereins. Auf der Website heißt es dazu: „Die Namensänderung markiert, dass die Institution neben der Jugendarbeit auf vielen weiteren Feldern aktiv ist.“ Was das bedeutet, konnte man am Text zum Jahrestag der Befreiung von Auschwitz lesen. Dort hieß es wörtlich unter anderem: „Wir gedenken all jenen, die im Nationalsozialismus verfolgt und ermordet wurden: Juden_Jüdinnen, Sinti*zze und Rom*nja, BIPoC, queere Menschen …“
Fragwürdiges Gedenken
Mein gesunder Menschenverstand fragt sich: Was sollen all diese irrsinnigen Gedenkadressen, wessen gedenkt man da eigentlich? Vor allem aber: Was hat das alles mit dem kleinen klugen dunkelhaarigen Mädchen aus der Prinsengracht 263 im Amsterdamer Hinterhaus zu tun, deren Namen man trägt? Antwort: nichts.
Der Verein, der sich den Namen von Anne Frank anmaßt, ist steuerfinanziert von der Bundesrepublik. NIUS-Reporterin Pauline Voss formulierte es so: „Unter dem Tarnnamen Anne Frank finanziert die Bundesregierung Wahlempfehlung gegen Rechts“. Die steuerfinanzierte Institution mischt sich offen in den Bundestags-Wahlkampf ein. In sozialen Netzwerken wirbt sie dafür, taktisch zu wählen, um ein Erstarken der AfD zu verhindern: „In weniger als zwei Wochen ist Bundestagswahl: Die rechtsextreme AfD könnte zweitstärkste Kraft werden. In den sozialen Medien teilen gerade viele Menschen offen, um den Rechtsruck zu verhindern.“
Im Jahr 2023 betrug das Budget der „Bildungsstätte Anne Frank“ übrigens nach eigenen Angaben 3.703.640,68 Euro.

Direktor der Bildungsstätte Anne Frank, Meron Mendel
Otto Frank kämpfte für seine tote Tochter
Anne Franks Vater Otto musste sich nach dem Krieg gegen die Behauptung von Neonazis wehren, er habe das Tagebuch nachträglich manipuliert, es sei gar kein Original. Es gab Prozesse durch mehrere Instanzen. Am Ende siegte Otto Frank – das „Tagebuch der Anne Frank“ war original, nicht manipuliert, es war echt. Und es ist noch heute ein bedeutendes Zeugnis aus der Zeit des Nationalsozialismus.
Vater Otto Frank hat es als sein Lebenswerk empfunden, das Andenken seiner Tochter in Ehren zu halten. Er hatte als einziger der Familie überlebt. Als junger Reporter hatte ich nach einem dieser Prozesstage in Hamburg Gelegenheit, mit ihm zu sprechen. Er sagte zu mir: „Gott hat mich gerettet, weil er wollte, dass die Menschen das Tagebuch lesen. Und ich hoffe, dass Annes Buch ihr restliches Leben beeinflusst.“
Otto Frank starb im August 1980. Er hat zum Glück nicht mehr mitbekommen, wie die Stiftung, die den Namen seiner Tochter trägt, ihren Namen missbraucht.
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