Anti-AfD-Hysterie: Backwaren als „Nazi-Brötchen“ verunglimpft
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Alexandra Hachmeister ist Konditormeisterin aus Leipzig. Zusammen mit ihrem Zwillingsbruder Sascha führt sie in vierter Generation die Bäckerei Hachmeister. Ihre Backwaren sind überdurchschnittlich hoch bewertet – vier von fünf Punkten. Am 9. Juni ist Alexandra Hachmeister in den AfD-Stadtrat gewählt worden. Seit diesem Tag ist ihre Welt anders geworden – und leider nicht schöner.

Dieser Handzettel wurde in Leipzig verteilt.
Unbekannte verteilen Handzettel mit ihrem Porträt und der Aufschrift „Kein Bock auf Nazi-Brötchen“. Das Schaufenster der Bäckerei wird mehrfach mit dem Wort „Nazischweine“ bemalt (NIUS berichtete). Häuserwände werden mit Anti-AfD-Parolen beklebt, einmal wurde ihre Bäckerei sogar mit Kot beschmiert. Bäckersfrau Hachmeister hat alles entfernt und lässt sich nach außen hin nichts anmerken. Ihre Kunden sind ihr treu geblieben. „Das ist mir am wichtigsten“, sagt sie.
„Deutsche, kauft nicht bei Juden“
Wir haben diese Geschichte von einem NIUS-Leser aus Leipzig bekommen – er hat uns den Handzettel zugeschickt. Und er schrieb dazu Worte, die alarmierend sind, wie ich finde. Der Leser schrieb, das sei wie das, „was die echten Nazis gemacht“ haben. Sie beschmierten Geschäfte von sogenannten Nicht-Ariern mit den Worten: „Deutsche, kauft nicht bei Juden!“ Die Fotos von damals bewegen uns heute noch, mich jedenfalls. Jahrzehntelang dachte man: Wie konnte es so weit kommen, wie konnten Menschen jede Achtung vor anderen Menschen verlieren?

Deutschland 1935: Ein Nazi ruft zum Boykott eines jüdischen Geschäftes auf.
Nazi-Vergleiche verbieten sich, sagt man. Und man sagt es zu Recht. Angesichts dessen, was nach der Vertreibung von Juden aus ihren Geschäften (viele von ihnen existierten seit Generationen) geschah, war der Anfang einer in ihrer Gemeinheit und Unmenschlichkeit einzigartigen Kette der Grausamkeiten gegen die jüdische Bevölkerung. Sie endete in Auschwitz, Majdanek und Sobibor.
Die das zu verantworten hatten, waren Nazis. Man muss nicht „echte Nazis“ sagen. Es gibt nur die fürchterlich echten der zwölfjährigen Hitler-Diktatur. Welche ungeheuerliche Verdummung ist der Versuch, die AfD ständig als „Nazis“ darzustellen! Sie sind frei gewählt, und sie werden bei der Bundestagswahl frei gewählt werden. Man muss sie nicht mögen, man muss sie nicht wählen. Aber eine ehrliche Bäckerin zu verunglimpfen, weil sie sich in der AfD für die Wirtschaft in Leipzig starkmacht, lehnt mein gesunder Menschenverstand ab. Es ist – mir fällt kein anderes Wort ein – widerlich.
Nach der „Nazi-Keule“ nun die „Nazi-Brötchen“ – man kann sich nur schütteln vor Ekel.
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