Antisemitismus-Hauptstadt Berlin: Wegen T-Shirt mit hebräischer Schrift aus Kneipe geworfen
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Man mag die Geschichte gar nicht glauben, aber sie ist passiert. Darüber berichten mehrere Medien, darunter der Tagesspiegel, die Welt und die Jüdische Allgemeine. In einem linken Café im Berliner Stadtteil Neukölln wurden eine Besucherin und ihr israelischer Partner beschimpft und des Lokals verwiesen (also rausgeschmissen). Der Grund: Die Frau trug ein T-Shirt mit hebräischer Schrift, wie der Tagesspiegel berichtet, der mit den Betroffenen sprach.
„Ich bediene keine Zionisten“
Die Frau, die aus Sicherheitsgründen „Raffaela“ genannt wird, besuchte gemeinsam mit ihrem israelischen Partner das Café „K-Fetisch“, das sich selbst als „linkes, trans* und nichtbinäres Kollektiv“ versteht. Als die Mitarbeiterin hinter der Theke die hebräische Aufschrift auf Raffaelas T-Shirt bemerkte, habe sie sich geweigert, sie zu bedienen. Laut Tagesspiegel sagte sie: „Ich bediene keine Zionisten.“
Die Angestellte habe Raffaela beschimpft und gesagt, Hebräisch sei „die Sprache des Unterdrückers“. Außerdem warf sie ihr vor, „den Genozid in Gaza zu unterstützen“. Das Pärchen wurde aufgefordert, das Café zu verlassen.
„Feindselige und einschüchternde Atmosphäre“
Raffaela sprach später von einer „zutiefst feindseligen und einschüchternden Atmosphäre – allein, weil jemand die hebräische Sprache ablehnt“. Und der israelische Freund von Raffaela berichtet: „Die Barkeeperin hat meine Begleiterin angestarrt und angeschrien“, sagt A., der seit zwölf Jahren in Berlin lebt. „Sie verlangte unsere Namen, um ein Hausverbot zu erteilen, und sagte, wir sollen nie wieder kommen.“
Und dann sagt der Israeli, der in einem Dutzend Jahren Berlin zu seiner Heimat auserkoren hat, einen Satz, der einen frösteln lässt. Er sagte: „Kein einziger Gast kam zu uns und hat uns verteidigt.“
Momentaufnahme aus Berlin im Oktober 2025, der Hauptstadt des Antisemitismus. Es klingt wie eine fürchterliche Zeitreise in die 30er Jahre. Es ist aber jetzt und heute. Und man sage nicht: Nie wieder. Dafür ist es zu spät.
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