Aufstand der ADAC-Mitglieder: Die Menschen lassen sich die politische Bevormundung nicht mehr gefallen
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Der ADAC erlebt gerade eine Kündigungswelle, nachdem Verbandschef Gerhard Hillebrand gefordert hatte, Sprit müsse teurer werden, um die Klimaziele zu erreichen.
Der Aufstand der ADAC-Mitglieder macht Hoffnung, denn er steht für die zunehmende Selbstbestimmung, nach der die Deutschen streben. Immer weniger lassen sich von Unternehmen, Vereinen und Verbänden politisch indoktrinieren, bevormunden und in Teilen sogar beleidigen.
„Der ADAC hält die CO2-Bepreisung für ein richtiges Instrument, um die Klimaschutzziele zu erreichen. Die Leute brauchen den Anreiz, um auf klimaschonende Alternativen zum Diesel und Benziner umzusteigen“, hatte Hillebrand im Interview mit der Neuen Osnabrücker Zeitung gesagt und den Ärger vieler seiner rund 22 Millionen Mitglieder auf sich gezogen.
Der Chef des größten Automobilclubs Deutschlands spricht sich dafür aus, Autofahren für die allermeisten seiner Mitglieder teurer zu machen? Was in den vergangenen Jahren und angesichts der Klima-Debatte im vorauseilenden politischen Gehorsam vollkommen normal war, lassen sich inzwischen immer weniger Menschen bieten.
Ich habe gestern endgültig (nach 40 Jahren!) meine Mitgliedschaft im #ADAC außerordentlich gekündigt.
— Andreas Patzwahl (@APatzwahl) December 30, 2025
Bis morgen ist noch Zeit, falls jemand zögerlich sein sollte. Einfach den Text kopieren und ab an den @ADAC!🙋🏼♂️ pic.twitter.com/kMTOYtUDPq
Diese Menschen wollen offenbar nicht, dass das (ohnehin schon) teure Autofahren noch teurer wird.
Sie wollen offenbar, dass sich ein Automobilclub für ebendiese Interessen von Autofahrern einsetzt, anstatt für die politischen Ziele des Klimaschutzes.
Sie wollen ganz offensichtlich nicht den aufoktroyierten Umstieg auf „klimaschonende Alternativen zum Diesel und Benziner“, wie ihn ADAC-Chef Gerhard für richtig befindet. Das haben die Entwicklungen und Verkaufszahlen der vergangen Jahre trotz CO2-Preis und trotz E-Auto-Subventionen eindrucksvoll gezeigt.
ADAC folgt auf Rossmann und Edeka
Die ADAC-Wut ist nicht der erste Fall, bei dem sich Kunden und Mitglieder gegen politische Einflussnahme wehren.
Die Debatte um den Verband der Familienunternehmer und die Frage, ob man Vertreter der AfD einladen dürfe, hatte für heftige Reaktionen gesorgt. Die Drogeriekette Rossmann beispielsweise hatte den Verband infolge des Streits verlassen und dafür einen großen Shitstorm geerntet. Bei inzwischen 26 bis 27 Prozent an Zustimmung innerhalb der Bevölkerung für die AfD, spiegelt sich diese Zustimmung freilich auch in Unternehmen, Verbänden und in Kundschaften wider.

So warb Edeka vor den Wahlen in Thüringen.
Ähnliches erlebte der Lebensmittelriese Edeka vor den Landtagswahlen in Thüringen: „Warum bei Edeka Blau nicht zur Wahl steht“, lautete die unmissverständliche Botschaft der Anzeige, die Edeka in zwei großen überregionalen Tageszeitungen geschaltet hatte. Kurz zusammen gefasst: Wählt nicht die AfD! In lokalen, thüringischen Zeitungen hatte man das Inserat nicht geschaltet. Der Shitstorm gegen Edeka war riesig.
Besonders skurril: Nur wenige Monate nachdem Edeka die Farbe Blau zum Warnsignal der Natur erklärt hatte, gab man die groß angelegte Zusammenarbeit mit den blauen Punkten von Payback bekannt.
Nur zwei Beispiele, bei denen sich die Kunden eines Unternehmens gegen eine Bevormundung gestemmt und die vermeintliche politische Erwünschtheit abgelehnt haben. Wer bei Edeka oder Rossmann unterwegs ist, möchte Lebensmittel oder Drogerieartikel einkaufen – und keine politischen Ratschläge erhalten.
Dieselbe Botschaft dürften die ADAC-Kunden, die dem Club nun den Rücken kehren, senden: Der ADAC sollte die Interessen ihrer Mitglieder vertreten und nicht die Brüsseler Bürokraten. Und die allerwenigsten Mitglieder des ADAC haben den Wunsch nach noch teureren Sprit-Preisen.
Und das ist gut so
Es ist ein gutes Zeichen, wenn sich selbstbestimmte und selbstbewusste Bürger nicht (mehr) bevormunden lassen wollen – wenn sie vom Supermarkt Lebensmittel, vom Drogeriemarkt Shampoo und vom ADAC Interessenvertretung für Autofahrer erwarten, und nichts anderes. Keine politischen Empfehlungen oder Verbote, keine ideologische Klimapolitik und auch sonst keine Hinweise, wie man sein Leben zu führen hat.
Ein weiteres Zeichen dafür, dass die Zeit der links-grünen Meinungshoheit im Zusammenbruch befindlich ist. Und das ist gut: Denn nur selbstbewusste Bürger können selbstbestimmte und freie politische Entscheidungen treffen – eine notwendige Bedingung in einer gut funktionierenden Demokratie.
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