Autos bei jungen Leuten beliebter denn je
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Die Grünen haben es nicht kaputt gekriegt: Das Auto rollt und rollt – und besonders junge Leute rollen mit in ihm. Nach einer Studie des Versicherers DEVK halten 84 Prozent der 18- bis 29-Jährigen das Auto für „unverzichtbar für Mobilität und Alltag“. 80 Prozent der Menschen dieses Alters nutzen mindestens gelegentlich ein Auto. „Das Klischee vom autofernen Nachwuchs hält einer Prüfung nicht stand“, konstatiert die Welt.
Auch eine aktuelle Auto-Studie von Consors Finanz belegt diesen Trend: 2025 ist gerade die Generation Z überraschend autobegeistert. 65 Prozent der 18- bis 29-Jährigen sehen das eigene Auto als Inbegriff von Freiheit, Flexibilität und Unabhängigkeit. 78 Prozent der Befragten wollten künftig ein eigenes Auto besitzen. Nur vier Prozent der 15- bis 24-Jährigen verzichten auf ein Auto.
Was bedeuten diese Zahlen? Was bedeutet es, dass 2025 so viele Autos auf deutschen Straßen rollten wie nie zuvor: 49 Millionen Fahrzeuge (neue ADAC-Zahlen)? Das Auto in Deutschland feiert einen Rekord. Dabei wird in Talkshows, Seminaren, Kirchentagsreden und Beiträgen im öffentlich-rechtlichen Fernsehen seit Jahren so getan, als sei das Auto kein Thema mehr. Besonders jungen Leuten wurde unterstellt, sie hätten dem Pkw längst abgeschworen.
Deutsche Autos – jeder Name eine Legende
Alle, die Autos lieben, können jetzt aufatmen. Die neuen Zahlen belegen: Die Liebe zum Auto ist ungebrochen. Wir Deutsche lieben unsere Autos – und die Autos lieben uns. Deutschland war immer eine Autofahrer-Nation. Deshalb waren und sind wir auch so erfolgreich. Der Volkswagen, der läuft und läuft und läuft, ist nur eines von vielen Beispielen. BMW konnte es, Mercedes, Audi, Opel und Ford auch. Jeder Name eine Legende mit eigener, großartiger Geschichte.
Die Legende lebte, solange Benzin im Tank war. Deutsche Ingenieure bauten nicht nur die schnellsten, sondern auch die sichersten und sparsamsten Benziner. Dann kamen die Batterie-Autos. Und die deutsche Produktion geriet ins Stocken. Sie stockt bis heute. Die Chinesen rollen schneller und billiger. Sie haben uns überrollt. Von Tesla ganz zu schweigen.
Nun aber ist die Autobegeisterung volle Pulle zurückgekehrt. Vor allem die Lust am Auto bei jungen Leuten. Die aktuellen Umfragen sagen nichts aus über die Art des Antriebs. In der Studie ging es um Autos, welche auch immer.

Der Mercedes-Stern: Ein Statussymbol
Kommt in Berlin die autofreie Innenstadt?
Paradox: In Berlin, der Stadt, wo wenig funktioniert, außer ein sicheres Knöllchen beim Falschparken, hat das Verwaltungsgericht eine Volksabstimmung über eine autofreie Innenstadt grundsätzlich befürwortet. Das bedeutet womöglich nichts Gutes. Durch eine Volksabstimmung ist das Gelände des Flughafens Tempelhof fast leer (abgesehen von einigen Flüchtlingsheimen), die Stadt selber aber ist voll von vielen Menschen, die keine Wohnung finden.
Sollte die Volksabstimmung Erfolg haben (und damit muss man in Berlin rechnen), wäre der gesamte S-Bahn-Ring und damit fast der gesamte Innenstadtbereich für Privatautos tabu. Eine Millionenstadt ohne Autos – in Berlin absolut denkbar. Es ist die Stadt, in der die Parkgebühren besonders teuer und die Stadtbahnen (S-Bahn) besonders unpünktlich sind. Mein gesunder Menschenverstand sagt mir: Auch wenn Berlin meine Heimatstadt ist und ich kein Nestbeschmutzer sein will – irgendwas läuft schief in der Hauptstadt. Lasst wenigstens die Autos weiter rollen!
Vielleicht helfen ja die Zahlen über die neue Autobegeisterung: Millionen Autofahrer wollen weiter Auto fahren. Basta.
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