Bojen, Brüste, Badehosen: Hurra, endlich wieder schöne Menschen bei „Baywatch“!
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Melanie GrünEs dürfte die beste Nachricht des Tages sein, zumindest für Fans kurviger Körper und flacher Handlung: Der Kultklassiker „Baywatch“ kommt zurück und bringt uns endlich wieder Menschen ohne Problemzonen, dafür mit immens vielen Followern.
Die Produzenten der Serie setzen auf Schauspieler und Influencer, die man sich gerne ansieht, mit Sixpack statt Pizzaplauze. Klar: Mit 150 Kilo kann man keinen Menschen aus den Fluten ziehen.

Model und Turnerin Olivia Dunne liest schon mal das Drehbuch
Menschenandrang beim Drehstart in Los Angeles
Am Dienstag starteten die Dreharbeiten am Venice Beach in Los Angeles. Wer schon einmal dort war, weiß: Nur Touristen oder Mucki-Männer verirren sich an die Drogen-Meile am Pazifik. Aber Gaffer waren an dieser Location garantiert. Zuvor schlug ein öffentliches Casting am Strand hohe Wellen: Tausende Fast-Nackedeis folgten dem Aufruf, was beweist: Im dritten Aufwasch machen die Produzenten sehr viel sehr richtig.

Zum Strandcasting erschienen Tausende Menschen in Badebekleidung.
Die Handlung? Egal. Was zählt, ist der Cast. „Baywatch“, das ist, wenn der Plot nur kurz auftaucht und dann wieder untergeht. Die „Sports Illustrated“-Models Brooks Nader (1,8 Millionen Follower) und Olivia „Livvy“ Dunne (5,2 Millionen Follower) sowie Influencer Noah Beck (7,7 Millionen Follower) versprechen hohe Einschaltquoten. Während TV-Sendungen absaufen, können Serien immer noch was reißen, erst recht, wenn sie mit so schönen Menschen aufwarten.
Die Erfolgsgeschichte von „Baywatch“
Dabei war die erste Staffel 1989 mit Pamela Anderson und David Hasselhoff ein Flop. Keiner wollte die Beachbodys sehen. Zwei Jahre später brandete das Interesse wieder auf, nachdem Produzent Hasselhoff sein eigenes Geld investiert hatte, um die Serie zu reanimieren. Fun Fact: Hasselhoff verhinderte, dass Leonardo DiCaprio als sein Filmsohn besetzt wurde. Man kann ihm nicht genug dafür danken, sonst wäre der Serienstrand heute vom Klimawandel bedroht. Der Rest ist Erfolgsgeschichte: In 140 Ländern wurde die Story um eine Gruppe Rettungsschwimmer verkauft, mehr als eine Milliarde Zuschauer haben die 11 Staffeln bis heute gesehen. Nie war Zeitlupe schöner, nie waren rote Badeanzüge begehrter, nie war Tanning Oil so wichtig.

Die Originalserie aus dem Jahr 1989 war zunächst ein Flop.
2017 sorgte dann der Kinofilm mit Dwayne „The Rock“ Johnson und Zac Efron für maue Kritiken und viele Zuschauer. Gut möglich, dass zwischen Sixpack und Sonnenuntergang die Story baden geht. Doch nie brauchten wir einen Film mit wenig Stoff so dringend wie heute.

Der Kinofilm von 2017 wurde trotz Kritik zum Hit.
Es ist mutig, in der Zeit woker Dauerentrüstung solch eine Besetzung zu bringen. Und auch wenn sich am Horizont schon ein Shitstorm zusammenbraut: Die schönen Strandhelden werden sich auch dieses Mal retten. Eine Milliarde Zuschauer sind einfach ein Brett.
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