Ex-VW-Vorstand Herbert Diess (2000 Euro Rente am Tag): „Die goldenen Jahre sind vorbei“
Ein Beitrag von
Sein Auftritt bei „Maischberger“ hatte etwas Geisterhaftes: Da saß Ex-VW-Chef Herbert Diess bei Sandra Maischberger im Studio und erzählte, dass er alles richtig gemacht habe. Trotz Gewinneinbruch bei Volkswagen stehe der Konzern in Europa stabil da. Probleme wie Stellenabbau bezeichnete er als „strukturell“ – ein „chronisches“ Thema der Branche. Und er sagte, wie zum Hohn: „Wir hatten 20 goldene Jahre in der Automobilindustrie – die sind vorbei.“
Umgerechnet rund 2000 Euro Rente am Tag – Diess muss sich keine Sorgen machen! Hinzu kommt ein lukrativer Posten als Aufsichtsrat beim Chipgiganten Infineon.
Herbert Diess, der teuerste Privatier der VW-Geschichte, bekommt umgerechnet rund 2000 Euro Rente – am Tag. Finanziell muss sich Diess keine Sorgen machen. Im Gegensatz zu tausenden VW-Arbeitern, die Angst vor Altersarmut haben.
Zur Erinnerung: Diess war von April 2018 bis August 2022 Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG. Keine lange Zeit – aber lange genug, um VW an den Abgrund zu führen. Der alte Werbeslogan von VW: „Er läuft und läuft“ stimmte jahrzehntelang. Bis Herbert Diess kam.

Herbert Diess war am Dienstag im Talk von Sandra Maischberger zu Gast.
Diess hat die überhastete und folgenschwere Umgestaltung vom Verbrenner zum E-Auto bei VW durchgesetzt. Er begründete es mit Sätzen wie diesen: „In Europa wird die Infrastruktur für E-Autos kein Problem sein. 2025 könnte VW weltweit Marktführer bei E-Autos sein.“
Nur die Chinesen könnten über diesen Satz lachen – wenn er nicht so traurig wäre für die deutschen VW-Arbeiter.
Das war am Ende seiner Amtszeit. Da sagte er auch dem Focus: „Solarenergie ist weltweit günstiger als Kohle und damit wächst sie einfach schneller, weil sie einfach günstiger ist.“
Nach seinem Rauswurf erhielt Diess laut Vergütungsbericht des Volkswagenkonzerns für seine letzten acht Monate an der Konzernspitze inklusive Altersversorgung 7,9 Millionen Euro, plus weitere 3,9 Millionen Euro nach seinem Ausscheiden aus dem Vorstand – insgesamt also gut 11,8 Millionen Euro (umgerechnet rund 2000 Euro am Tag). Nach seiner Zeit bei VW ließ er sich grinsend mit Strohhut fotografieren – er stelle Birnenschnaps her und züchte besonders zarte Angusrinder, sagte er dem Business Insider. Seit Februar 2023 ist er Aufsichtsratsvorsitzender von Infineon.

Diess hat die überhastete und folgenschwere Umgestaltung vom Verbrenner zum E-Auto bei VW durchgesetzt.
„Ich glaube an Solarenergie und Windkraft“
Bei Maischberger knüpfte Diess nahtlos an eine alte Tradition seiner Erzählungen an: Alles klingt gut, fast nichts stimmt. Eine Auswahl seiner aktuellen Einschätzungen:
- „Bei den Produkten, die er selbst noch eingeführt hat, stehe VW gut da.“
- „Ich glaube nicht, dass sich Atomenergie noch mal durchsetzen wird. Sie ist viel zu teuer im Vergleich zu Solar- und Windkraft“
- „Der Prozentsatz der mit Atomkraft betriebenen Energie geht weltweit zurück“
- „Ich glaube an Solarenergie und Windkraft“
- „Öl ist nicht mehr wettbewerbsfähig“
- „Friedrich Merz macht seine Sache gut“
- „Wir haben die bessere Demokratie (als die USA)“
Der Mann, der in der ARD diese Sätze von sich gab, hat Deutschlands wohl wichtigsten Konzern vier Jahre geleitet. Bis 2030 streicht VW in Deutschland 50.000 Jobs. Der Gewinn des Unternehmens ist fast um die Hälfte geschrumpft.
Mehr NIUS: Wut und Angst bei VW in Wolfsburg: „Jeder ist enttäuscht, dass es hier gerade so bergab geht“
Mehr NIUS:
Jan Josef Liefers als Versöhner: Macht diesen Mann zum Bundespräsidenten!
Die neue Esskultur der Deutschen Bahn: Currywurst ohne Pommes, kein Speiseeis
Die Linke beweist auf ihrem Parteitag: Die SED ist nie untergegangen
Gelddruck-Maschine für die FIFA: Hört auf, von Trinkpausen zu sprechen!
Peinliche Polit-Propaganda – für wie bescheuert halten die uns eigentlich?!
Berliner Kino gedenkt der „Deutschen Schuld” mit „Gratis: Pelmeni und Vodka”
Beim Freigang stand das Fluchtmotorrad schon bereit: Warum der Fall des Frauenmörders Benjamin Fricke so unfassbar ist!
Kaufen, kaufen, kaufen – es gibt nichts Schöneres
Mehr NIUS:
Gelddruck-Maschine für die FIFA: Hört auf, von Trinkpausen zu sprechen!
Peinliche Polit-Propaganda – für wie bescheuert halten die uns eigentlich?!
Berliner Kino gedenkt der „Deutschen Schuld” mit „Gratis: Pelmeni und Vodka”
Beim Freigang stand das Fluchtmotorrad schon bereit: Warum der Fall des Frauenmörders Benjamin Fricke so unfassbar ist!
Kaufen, kaufen, kaufen – es gibt nichts Schöneres
Wegducken gilt nicht mehr: Die CDU muss vor der Wahl sagen, ob sie mit den Linken regieren würde
Die letzten Helden tragen Trikots
Gedenken an den 17. Juni: Die Einheit wurde uns nicht geschenkt
Louis Hagen
Artikel teilen
Kommentare