Betonpoller als Stehtische: Merkel-Lego in Stralsund
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Schauen Sie einmal genau auf das Foto oben: Was aussieht wie ein Stehtisch, ist die Bankrott-Erklärung unserer Migrationspolitik. Weihnachtszeit in Deutschland ist Merkel-Lego-Zeit.
Ich grüße Sie heute aus dem Nordosten der Republik, aus der wunderschönen Hansestadt Stralsund, direkt vor der Insel Rügen. Es sind zwar noch ein paar Tage bis zum ersten Advent, aber der Weihnachtsmarkt auf dem Alten Markt mit der herrlichen Giebelhaus-Kulisse hat seine Tore schon geöffnet – korrekt heißt er Wintermarkt, aber das vernachlässigen wir mal an dieser Stelle.
Es riecht nach gebrannten Mandeln, ein paar Männer stehen im Nieselregen und beißen herzhaft in eine Wurst. Im Hintergrund rotiert das Riesenrad. Für Glühwein ist es noch zu warm.
Merkel-Duft liegt in der Luft
Warum schreibe ich das? Erstens, weil ich die Adventszeit liebe und meine Vorfreude gerne mit Ihnen teile. Gehen Sie raus, trinken Sie Glühwein und genießen Sie einen Crêpe! Zweitens, weil Stralsund im Wahlkreis von Altkanzlerin Angela Merkel liegt und ihre Spuren auf vielen Weihnachtsmärkten quer durchs Land sichtbar sind – so auch in Stralsund. Ein Hauch von Merkel-Duft liegt in der Luft.

Optisch sind die Betonpoller-Ständer sicher keine Augenweide.
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Die Männer auf dem Markt, die Glühweinbuden und das Riesenrad sind geschützt mit massiven Beton-Blöcken – grau und kalt. Es sind Merkel-Lego-Klötze, die es bis 2016 in unserem Land nicht brauchte. Am 19. Dezember 2016 raste der islamistische Attentäter Anis Amri mit einem 40-Tonner in die Menge des Weihnachtsmarkts am Berliner Breitscheidplatz. Insgesamt löschte der Terrorist 13 Menschenleben aus. Im Folgejahr war der Gang auf den Weihnachtsmarkt ein beklemmendes Gefühl. Was, wenn hier noch einer mit einem LKW durchpflügt?
Statt Sicherheit: sichtbare Ohnmacht
Die Antwort der Politik war nicht ein entschiedener Kampf gegen islamistischen Terror, sondern das Installieren von Betonblöcken, die Weihnachtsmärkte vor einem erneuten Anschlag schützen sollten. Statt den Bürgern das Gefühl zu geben, die dauerhafte Gefährdungslage in den Griff zu bekommen, wurde für alle bis heute sichtbar und prominent ein Betonwall der Ohnmacht errichtet.

„Merkel-Lego“ – die Betonsteine kamen nach dem Terror-Anschlag auf den Berliner Breitscheidplatz auf zahlreichen Weihnachtsmärkten zum Einsatz.
2013 gab es keine 200 islamistischen Gefährder in der Bundesrepublik, bis 2018 waren es schon fast 800. Mittlerweile sinkt die Zahl wieder, im Februar 2023 gab es 505 Personen, die dem „Phänomenbereich Politisch motivierte Kriminalität (PMK) – Islamistischer Terrorismus“ zugeordnet werden.
Sieben Jahre nach Anis Amri muss ich sagen: Mich beklemmen diese Klötze mehr, als dass sie mir ein Sicherheitsgefühl verschaffen. Angst ist zu einem festen Bestandteil dieser eigentlich unbeschwerten Zeit geworden. Wir haben uns daran gewöhnt, dass wir Weihnachtsmärkte mit Beton schützen müssen. Das darf nicht sein. Die Antwort einer freien Gesellschaft auf Terroristen darf niemals das wehrlose Einbuddeln sein – sondern muss immer ein entschlossener Kampf gegen die Gefahr sein.
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