Danke, Herr Habeck, dass wir keine Laborratten sind!
Ein Beitrag von
Unser Vizekanzler Robert Habeck gewährte „Hart aber fair“- Moderator Louis Klamroth ein ausführliches Interview bei der jüngst statt gefundenen Konferenz „re:publica Berlin 2024. Es waren knapp 30 Minuten, gefühlt kam es mir vor, als wäre das Gespräch mehr als eine Stunde lang gewesen ...
Der Minister dozierte nach Art des Märchenonkels Robert Langstrumpf, der über Zoodirektor Tierlieb in der TV-Serie Benjamin Blümchen plaudert. Wenn ich meine Notizen über Habecks Zitate durchschaue, lese ich ein Kaleidoskop von aneinandergereihten Binsen, ich mag und kann das nicht anders nennen.
Habecks Behauptung: „Das beste Deutschland, das wir je hatten“. In Wahrheit gibt es kaum einen Wirtschaftsexperten, der nicht das Gegenteil sagen würde. Und da reden wir nicht von Eruptionen in der Gesellschaft, von steigenden Preisen, von armen Rentnern, von aggressiven Zuwanderern, von Nazis, die keine sind und anderen Problemen.
Da ist alles schief und krumm, was möglich ist ...
Habeck über Deutschland: „Wenn es gelingt, dass das Land wieder Lust auf sich selber hat.“ Was soll das heißen – Lust auf sich selber? Da ist alles schief und krumm, was möglich ist. „Lust auf sich selbst“ – ich vermeide jetzt mal alle zweideutigen Anspielungen, die wird Robert Habeck sicher nicht gemeint haben. Was aber will uns der Minister sagen? Ich bin ratlos.

„Lust auf sich selber ...“ Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) doziert über Deutschland.
Habeck über die CDU: „Konstruktive Opposition – nicht einfach nur njet sagen.“ Russisch soll witzig sein, er will sich weltgewandt zeigen, oder was? Bei dieser Bemerkung klatschte der Saal übrigens, nach dem Parteienproporz waren die Zuschauer bestimmt nicht ausgewählt.
Habeck über die Langsamkeit: „Alte, normale Bräsigkeit, Fax-Geräte und so’n Zeugs …“ Auch das klingt aus dem Mund des Wirtschaftsministers überheblich. Richtig, in Deutschlands wird noch mit Fax gearbeitet. Aber dieses „Zeugs“ ist für Hunderttausende Menschen wichtig. Nicht sie haben den Sprung ins Digitale versäumt, sondern der Vizekanzler macht nicht genug Druck und schiebt alles auf seine Vorgänger.
Habeck über politische Auseinandersetzungen: „Entweder brüllen sie sich an – oder sie schweigen sich an.“ Welch eine tiefe Erkenntnis. Aber wem soll sie helfen? Es ist eine Art Küchenphilosophie nach Art von Robert Habeck: Worte, die keinem nutzen, weil sie keinen Sinn machen.
Habeck über die Deutschen: „Ich wollte die Menschen nicht als Laborratten bezeichnen.“ Das muss man eigentlich nicht interpretieren. Robert Habeck beleidigt mit genau diesem Begriff Millionen Menschen, obwohl er vorgibt, genau das nicht zu tun und es womöglich mit einer gewissen Ironie gesagt hat.
Mein gesunder Menschenverstand sagt: Diese Ironie ging daneben. Man gibt Menschen keine Tiernamen, Herr Habeck!
Mehr von Louis Hagen:
Habeck und die verhungerten Pferde: Wenn Habeck sich um Tiere kümmert, muss man diese bedauern
Mehr NIUS:
Jan Josef Liefers als Versöhner: Macht diesen Mann zum Bundespräsidenten!
Die neue Esskultur der Deutschen Bahn: Currywurst ohne Pommes, kein Speiseeis
Die Linke beweist auf ihrem Parteitag: Die SED ist nie untergegangen
Gelddruck-Maschine für die FIFA: Hört auf, von Trinkpausen zu sprechen!
Peinliche Polit-Propaganda – für wie bescheuert halten die uns eigentlich?!
Berliner Kino gedenkt der „Deutschen Schuld” mit „Gratis: Pelmeni und Vodka”
Beim Freigang stand das Fluchtmotorrad schon bereit: Warum der Fall des Frauenmörders Benjamin Fricke so unfassbar ist!
Kaufen, kaufen, kaufen – es gibt nichts Schöneres
Mehr NIUS:
Gelddruck-Maschine für die FIFA: Hört auf, von Trinkpausen zu sprechen!
Peinliche Polit-Propaganda – für wie bescheuert halten die uns eigentlich?!
Berliner Kino gedenkt der „Deutschen Schuld” mit „Gratis: Pelmeni und Vodka”
Beim Freigang stand das Fluchtmotorrad schon bereit: Warum der Fall des Frauenmörders Benjamin Fricke so unfassbar ist!
Kaufen, kaufen, kaufen – es gibt nichts Schöneres
Wegducken gilt nicht mehr: Die CDU muss vor der Wahl sagen, ob sie mit den Linken regieren würde
Die letzten Helden tragen Trikots
Gedenken an den 17. Juni: Die Einheit wurde uns nicht geschenkt
Louis Hagen
Artikel teilen
Kommentare