Das „E“ beim E-Auto steht nicht für Elektrizität, sondern für „Ende“
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Es braucht immer einen mutigen Menschen, der sich gegen den Mainstream stellt – besonders, wenn der Mainstream ins Verderben führt. So einer ist Christian Kullmann, Chef des großen Chemie-Konzern Evonik. Er sagt: Der Emissionshandel muss abgeschafft oder zu mindestens reformiert werden. „Warum wollen wir denn unsere tollen Technologien, warum wollen wir denn unsere tollen Fortschritte jetzt aufs Spiel setzen, indem wir unsere Industrie mit dieser CO2-Gebühr zusätzlich belasten?“
In der Automobilwirtschaft hat es so einen Klartext-Sprecher leider nicht gegeben. Alle Lenker der großen deutschen Konzerne haben mitgemacht bei der sogenannten ökologischen Transformation. Sie haben sich nicht wirklich gestemmt gegen das Verbrenner-Aus, das ab 2035 in Europa gelten soll. Sie sind im grünen Mainstream mitgeschwommen – letztlich, ohne ausreichend an ihre eigene Automarke zu denken.
Ein fataler Fehler mit fatalen Folgen: Das „E“ beim E-Auto könnte nicht für Elektrizität stehen, sondern für „E“ wie Ende. In der Sprache der Autobosse heißt das, „die Nachfrage an E-Autos blieb unter den Erwartungen“.

„Die Nachfrage an E-Autos blieb unter den Erwartungen.
Die Menschen wollen echte Autos
Mein gesunder Menschenverstand sagt mir etwas anderes: Die Menschen wollen Autos fahren und keine Batterien auf Rädern. Sie wollen nicht das Klima für die Welt retten, die daran auch gar nicht so interessiert ist, sondern sichere, schnelle, zuverlässige Autos fahren, die man überall betanken kann.
Wenn Sie glauben, die These, Menschen wollen richtige Autos und keine rollenden Batterien fahren, sei eine haltlose Provokation, dann lesen Sie mal, was der scheidende Porsche-Chef Oliver Blume im Interview mit der Zeit gesagt hat: „Nicht die ganze Welt steigt mit gleichem Tempo auf Elektro um. Und: Je größer das Fahrzeug wird, desto mehr spielen Emotionen eine Rolle …“ Die Zeit fragt: „... Wer über 100.000 Euro ausgibt, wünscht sich das Röhren eines großen Motors?“ Oliver Blume antwortet: „Manchmal ist das so. Deshalb haben wir ein virtuelles Getriebe entwickelt, das Elektromobilität emotionaler macht. Der Sound, das Schalten – alles ist möglich, so wie bislang in einem Verbrenner. Im Porsche Cayenne wird ein V8-Motor simuliert. Unsere Testkunden können nicht glauben, dass es ein Elektrofahrzeug ist.“
Jaaaaa, möchte man Oliver Blume zurufen. Das genau ist es, was Porsche-Kunden wollen. Hattet ihr wirklich geglaubt, dass Säuseln statt Brüllen einen Porsche-Fahrer glücklich macht? Ihr habe doch so sagenhaft schöne und technisch führende Autos gebaut – warum nur habt ihr aufgehört, sie zu bauen?
Und das gilt nicht nur für Porsche. Für all die tollen deutschen Automarken, um die die Welt uns einst bewundert und beneidet hat. Autos, mit deutscher Ingenieurskunst gefertigt, mit modernen schadstoffarmen Verbrenner-Motoren.
Lasst die Chinesen Batterien auf Rädern bauen. Wir können Autos.
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