Das schändliche Versagen des Berliner Bürgermeisters: Jüdisches Leben ist ihm keinen Koalitionskrach wert
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Manche Dinge sind so verrückt, dass es Menschen schwerfällt, sie zu verstehen und zu glauben. Was Menschen schwerfällt zu glauben, kann sich ungestört und ungebremst in Gesellschaften ausbreiten und sie vergiften. Umso wichtiger ist es, niemals müde zu werden, diese unglaublichen Dinge zu beschreiben und zu erklären.
Was in Deutschland gerade passiert, ist dies: Ausgerechnet im Schutze der Parole „Nie wieder!“ erobern Linke unsere Straßen und Universitäten mit einem neuen, als Opfer-Mythos verbrämten, ultra-aggressiven und gewalttätigen Judenhass. Wo „Nie wieder!“ draufsteht, ist „Schon wieder!“ drin.

Demo gegen Rechts in Frankfurt.
„Nie wieder“ wurde ideologisch gekapert
Auf den „Demos gegen Rechts“ marschieren linke Aktivisten Seite an Seite mit Hamas-Unterstützern, die den Staat Israel ausgelöscht sehen wollen. Das ist kein Zufall. Diese neue linke Ideologie, die aus den Universitäten in die Gesellschaft strömt, sieht die Juden als Tätervolk, das sich geschickt die „deutsche Schuld“ zu Nutzen macht, um andere Menschen unterdrücken zu können. „Nie wieder“ mag für viele Menschen so klingen, als ginge es um den Schutz jüdischen Lebens. Aber das Gegenteil geschieht. „Nie wieder“ ist gekapert worden von der Ideologie des „Anti-Rassismus“, die Israel als rassistisches Regime und alle Juden als mitschuldig betrachtet. „Nie wieder“ ist zur Parole einer Ideologie geworden, die im Kampf „gegen rechts“ jegliche Kontrolle von Migration verhindern will, um willentlich und wissentlich mehr Menschen aus allen Judenhasser-Winkeln unserer Welt nach Deutschland zu holen.

Palästinenser Fahnen auf einer Demo gegen Rechts in Berlin.
Um es klar zu sagen: „Nie wieder“ bedeutet im „anti-rassistischen“ Milieu, die Todfeinde der Juden unkontrolliert nach Deutschland einreisen zu lassen und in unseren Städten ganze Bezirke zu schaffen, die für Juden unbetretbar werden.
Der „Kampf gegen Rechts“, der ausdrücklich nicht allein die AfD meint, sondern gleich alle, die nicht links sein wollen, wird in absehbarer Zeit zum Überlebenskampf für Juden in Deutschland werden.
Berlin, Hauptstadt des Antisemitismus
Hauptstadt des neuen „Nie wieder“-Antisemitismus ist Berlin. Berlin, man muss es so sagen, ist gefallen. An beiden einst so stolzen Universitäten der Stadt, der Freien Universität und der Humboldt, entlädt sich der gewalttätige Antisemitismus in vollkommen ungehemmter Form. Als Jude ist man an den Universitäten nicht mehr sicher. Und nein, es geht nicht um hitzige Debatten, es geht um körperliche Unversehrtheit. Wer als Jude aufrecht eine Berliner Universität betritt, muss befürchten, dass er horizontal wieder raus kommt. Offen wird dort das Existenzrecht Israels bekämpft, mit den Mitteln des Mobs werden Juden aus Hörsälen vertrieben und gebrüllt. An Berliner Universitäten befinden sich Juden inzwischen auf der Flucht.

Pro-Palästina Demonstranten an der FU Berlin am 08. Februar 2024.
An der Freien Universität wurde in dieser Woche ein jüdischer Student, dessen Großvater 1972 bei den olympischen Spielen in München von palästinensischen Terroristen ermordet wurde, hingerichtet auf deutschem Boden, von einem Kommilitonen ins Krankenhaus geprügelt und getreten. Der jüdische Student hätte dabei sterben können.
Der Täter, dessen Name streng geheim gehalten wird, soll nach dem Willen der SPD-Wissenschaftssenatorin Ina Czyborra für seine Bluttat nicht von der Uni fliegen, eine „Exmatrikulation aus politischen Gründen“ lehne sie ab. Übersetzt bedeutet das: Die Berliner Regierung bewertet es als politischen Akt, einen Juden ins Krankenhaus zu prügeln, weil er Jude ist.

Die Berliner Wissenschafts-Senatorin Ina Czyborra bei einem Interview.
Als wäre die Straftat nicht abscheulich und für unser Land beschämend genug, wird sie nun auch noch von höchster politischer Ebene, von der Regierung unserer Hauptstadt, zum politischen Akt erklärt. Das ist schlimm.
Aber es kommt noch schlimmer: Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Kai Wegner von der CDU, frisch aus Israel gelandet, wo er Taten gegen Antisemitismus versprochen hat, tut: nichts. Rein. Gar. Nichts. Er belässt die Frau, die Juden-Verdreschen für eine politische Ansicht hält, in ihrem Amt, weil er den Konflikt mit der SPD scheut.
Die Botschaft könnte klarer kaum sein: Jüdisches Leben ist keinen Koalitionskrach wert.
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