Der grüne Butter-Wahnsinn: Kosten 250 Gramm bald 4 Euro?
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Waren Sie in letzter Zeit mal im Supermarkt und haben Butter gekauft?
Ich weiß, das ist eine dämliche Frage. Die meisten Deutschen essen täglich Butter, sie heißt nicht umsonst die „gute Butter“. Allerdings ist dieses Grundnahrungsmittel fast zum Luxusgut geworden. Durchschnittlich kostet ein 250-Gramm-Päckchen Deutscher Markenbutter der Eigenmarken bei Supermärkten und Discountern 2,39 Euro. Butter kostet damit 10 Cent mehr als im Sommer 2022, als der bisherige Höchstwert erreicht worden war. Butter ist in gut einem Jahr fast 40 Prozent teurer geworden – und auch Experten wissen nicht, wann die Preisobergrenze erreicht ist. Das Wirtschaftsmagazin Capital schließt einen Preissprung von bis zu vier Euro für Bio-Butter nicht aus.

Bereits jetzt kratzt Butter der Marke „Kerrygold“ an der 4-Euro-Marke
Ein paar Erklärungen, warum die Butter so teuer ist, wie sie ist:
- Es gibt immer weniger Milch.
- Tierwohl und Bürokratie treiben die Preise hoch.
- Immer mehr Milchbauern geben auf.
- Bisher gab es immer weniger Milchbauern, aber gleich viel Milch. Das hat sich geändert.
Bauer Rott zog die Reißleine
„Jedes Jahr verliert Deutschland vier Prozent der Milchbetriebe“, sagt Hans Jürgen Seufferlein vom Verband Milcherzeuger Bayerns im Hessischen Rundfunk. Landwirte müssten heute viel investieren, um den Tierwohlansprüchen gerecht zu werden. Ein Kuh-Platz koste 18.000 bis 20.000 Euro. „Das können viele finanziell nicht stemmen.“ Ein Beispiel ist Landwirt Georg Rott aus dem niederbayerischen Untergriesbach bei Passau. Über sechs Generationen standen auf seinem Hof rund 50 Kühe. Doch die Arbeit mit den Tieren wurde immer schwieriger. Wegen der hohen Auflagen beim Tierwohl hätte er einen größeren Laufstall bauen müssen – für 1,2 Millionen Euro.
Bauer Rott zog die Reißleine. Zusammen mit seiner Nichte Veronika Bauer, die den Hof weiterführen möchte, sattelte er auf Pferde um. Beide sind froh, nicht länger von den schwankenden Milchpreisen abhängig zu sein. Kein Einzelfall: Deutschlandweit sank die Zahl der Milchkühe um knapp 100.000 im Vergleich zum Vorjahr. Weil gerade für Weihnachtsgebäck, Butterplätzchen und Stollen besonders viel Butter gebraucht wird, schätzen Experten, dass der Preis für Butter nochmal bis zu 25 Prozent steigen wird.

Kühe werden oft von mittelständischen Landwirten mit Hingabe gezüchtet
Die Grünen kämpfen gegen die Kuh
Die „gute Butter“, von der die Deutschen in den 50er und 60er Jahren stolz sprachen, hat sich inzwischen zu einer Art „böser Butter“ verändert. Das liegt am Zeitgeist – und an den Grünen. Fast unverhohlen kämpfen die Grünen gegen die Kuh – mit absurden Behauptungen. So soll eine Kuh in einem Jahr angeblich so viel Methan-Gas ausstoßen, wie es 18.000 gefahrene Kilometer eines Verbrenner-Autos tun. Grüne Experten überbieten sich mit Horror-Rechnungen. Im Supermarkt stapeln sich Kuhmilch-Ersatzprodukte: von Hafermilch bis Soja, von Dinkel- bis Reismilch. Es ist alles dabei, was sich das vegane Herz wünscht.
Menschen in den hippen Stadtteilen lieben ihren Latte Macchiato mit Hafermilch – aber eine Reis- oder Sojabutter hat es noch nicht in unsere Supermärkte geschafft. Dafür aber teure Kuhmilch-Butter, leider.
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Louis Hagen
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