Deutschland ist reich, aber die Deutschen sind arm
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Als Grünen-Vorsitzende Ricarda Lang bei Markus Lanz offenbarte, das Rentenniveau hierzulande dramatisch zu überschätzen, folgte sie einem Mythos, den die Herrschenden – und damit Gutverdienenden – hierzulande gern erzählen. Denn er erleichtert ihr schlechtes Gewissen, wenn sie öffentliche Gelder für ideologische Projekte verprassen, von denen niemand etwas hat. Dabei zeigen Daten der Europäischen Zentralbank, dass die Deutschen fast so arm sind wie die Griechen.
Den Menschen geht es hier mitnichten „so gut“, dass 550 Millionen für eine mRNA-Impfstoff-Fabrik in Ruanda hier und 8 Millionen Euro für Baerbocks protzige Ministeriums-Immobilie dort nicht ins Gewicht fielen.
Ricarda Langs Worte der Ahnungslosigkeit verweisen auf Sätze aus der Hölle. Wohlstandsverluste seien zu ertragen, meinte der frühere Bundespräsident Joachim Gauck einmal, denn: „Wir können auch einmal frieren für die Freiheit. Und wir können auch einmal ein paar Jahre ertragen, dass wir weniger an Lebensglück und Lebensfreude haben.“

Wohlstand für alle? Nein, eher Frieren für die Freiheit ...
Der Ex-Bundespräsident sprach in einem anmaßenden „Wir“, als wäre er nicht himmelweit von den Lebensverhältnissen normaler Menschen entfernt, sondern wüsste, wie es sich anfühlt, vor den Strom- und Heizungsnachzahlungen wirkliche Angst zu haben.
Durchhalteparolen gehören zum Geschäft
„Wir verfügen über mehr Kräfte, als wir heute, wenn wir sie noch nicht brauchen, denken“, meinte Gauck weiter. Durchhalteparolen gehören zum Geschäft deutscher Politiker, begleichen aber weder Rechnungen noch zahlen sie in die Rentenkassen ein, die über weniger „Kraft“ verfügen als die Ricarda Langs und Joachim Gaucks denken.
Im Ausland wird es unumwunden ausgesprochen: „Germany is rich but Germans are poor.“ Chris Bryant, Journalist der amerikanischen Nachrichtenseite Bloomberg, veranschaulichte diese Feststellung mit einem Diagramm, das auf Basis von Daten der Europäischen Zentralbank (EZB) beruht und zeigt: „Der durchschnittliche deutsche Haushalt verfügt nur über etwas mehr Nettovermögen als der durchschnittliche griechische Haushalt.“
Das heißt zugespitzt: Die Deutschen sind arm wie die Griechen.

Dass es „uns doch so gut“ gehe, hört man oft, stimmt aber gar nicht. Südeuropäische Länder wie Italien und Spanien sowie unsere Nachbarn Frankreich, Niederlande und Belgien haben ein höheres Wohlstandsniveau als Deutschland.
Trübe Aussichten
Was Ricarda Lang nicht gedacht hätte: Auch im internationalen Vergleich sind die Rentenaussichten trübe. „Deutsche Renten niedriger als der OECD-Schnitt“, titelte die FAZ mit Bezug auf eine Mitte Dezember erschienene Studie. Die Zeitung schrieb weiter: „Wer in das Berufsleben startet, muss in Deutschland im Verhältnis zum Einkommen mit deutlich geringeren Renten rechnen als in anderen Industriestaaten. Besonders trüb sind die Aussichten für Geringverdiener.“
Eine Geringverdienerin wäre Ricarda Lang, die über keinen Universitätsabschluss und keine Ausbildung verfügt, wahrscheinlich auch – wenn es nicht die Grünen und die „Berufspolitik“ gäbe.
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