Keine Ergebnisse, kein Abstieg: Im Jugendfußball wird der Wettbewerb abgeschafft – das sagt alles über unsere Gesellschaft
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Der deutsche Fußball befindet sich im tiefen Tal der Trauer, doch der DFB, dieser unermüdliche Pionier des Fortschritts, hat die rettende Lösung gefunden: einfach den Wettbewerb abschaffen! Wer braucht schon Ergebnisse, Tabellen und Meisterschaften?
Sie sind ein junger, ehrgeiziger Fußballer, der davon träumt, eines Tages auf der großen Bühne zu dribbeln? Dann hat der Deutsche Fußball-Bund (DFB) gute Nachrichten für Sie: Bald müssen Sie sich keine Sorgen mehr um so banale Dinge wie Tore, Aufstieg oder Abstieg machen. Stattdessen können Sie sich auf das konzentrieren, was wirklich zählt: liebe Worte und Gruppenumarmungen.
Denn mit der Ankündigung, die A-Junioren- und B-Junioren-Bundesligen zu reformieren, verfolgt der DFB das harmlose Ziel, neue Talente ohne Leistungsdruck zu fördern. Deshalb werden ab der Saison 2024/2025 die bisherige A- und B-Junioren-Bundesliga durch die U19- und U17-DFB-Nachwuchsliga ersetzt.
Der Begriff „Bundesliga“ wird im Juniorenbereich ausrangiert, um den Fokus von den altmodischen „Ergebnissen“ auf die schicke „Entwicklung des Nachwuchs“ zu verlagern. Bei den Kleinen (5 bis 11 Jahre) streicht man – je nach Landesverband schneller oder mit etwas Verzögerung – gleich alles: Ergebnisse, Tabellen, Meisterschaften.
Wenn der Nachwuchs in Zukunft gegeneinander antritt, wird das Ergebnis bald durch ein inklusives „o.E.“ ersetzt, was für „Ohne Ergebnis“ steht – oder vielleicht doch eher für „Ohne Erwartungen“? Warum nicht auch das Schießen auf das Tor für unhöflich erklären oder die Tore komplett entfernen, weil sie zu konfrontativ sind?
Ergebnisoffene Diskussion
Eigentlich sollten wir Nägel mit Köpfen machen und Ergebnisse aus dem Fußballsport gänzlich verbannen. Denken Sie nur an die gesparten Tränen bei zukünftigen Europa- und Weltmeisterschaften. Wer braucht schon Tore, wenn man beim Public Viewing stattdessen eine nichtkonfrontative Erfahrung teilen kann? Und warum sollten unsere Kinder überhaupt auf einer Rasenfläche herumrennen und sich den Risiken von Heuschnupfen oder verstauchten Knöcheln aussetzen müssen? Wäre es für den Nachwuchs nicht bequemer, per Zoom-Call an ergebnisoffenen Diskussionen teilzunehmen, statt in kurzen Hosen einem Ball hinterherzujagen?

Schießen junge Fußballer bald nicht mehr aufs Tor?
Letztlich berücksichtigt der DFB einfach nur den gesellschaftlichen Wandel. Weshalb sich mit dem Streben nach Exzellenz herumschlagen, wenn man die Hürden senken kann? Wieso arbeiten, wenn man Bürgergeld kassieren oder Vorsitzende der Grünen werden kann? Warum eine Frau sein, wenn man auch mit Penis in die Damensauna darf?
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Die Absicht dahinter mag ehrenhaft sein, aber hier prallt das Wunschdenken des DFB auf die unerbittliche Torwand der Realität. Glauben die Verantwortlichen wirklich, dass die Junioren bei einem Spiel zukünftig ignorieren werden, wer wie viele Tore erzielt hat? In der Welt des Fußballs sind Tore nun einmal die Währung des Erfolgs, und kein noch so gut gemeinter Plan wird das ändern.
Legion der Versager
Es ist beunruhigend zu beobachten, wie der Wert von Leistung überall heruntergespielt wird, um die Gefühle von Minderleistern nicht zu verletzen. Statt die ermutigende Botschaft zu vermitteln, dass mit Fleiß, Disziplin und Entschlossenheit jedes Ziel erreichbar ist, wird den Kindern eine Verlierermentalität eingeimpft. Der DFB mag glauben, dass er mit dieser Reform den Nachwuchs schützt, aber in Wirklichkeit beraubt er sie der Möglichkeit, verdiente Siege zu feiern und aus Niederlagen zu lernen.
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Vielleicht ist es an der Zeit, dass wir uns fragen, was wir unseren Kindern wirklich beibringen wollen. Wollen wir eine Generation großziehen, die sich mit dem Mittelmaß zufriedengibt, oder wollen wir junge Menschen, die den Mut haben, nach den Sternen zu greifen, auch wenn das bedeutet, dass sie manchmal auf die Fresse fallen? Es ist der Wettbewerb, der uns antreibt, der uns stärker macht und der uns lehrt, wie man im Spiel des Lebens gewinnt. Und das ist eine Lektion, die kein Reformplan ersetzen kann.
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