Die deutsche Neid-Gesellschaft: Gönnt euch doch mal was!
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Erfolgreiche Unternehmer, Selfmade-Millionäre und Visionäre gelten in den USA als Vorbilder für den amerikanischen Traum. In Deutschland ist das häufig andersrum. Egal, ob es um den Chef eines Megakonzerns oder um den erfolgreichen mittelständischen Geschäftsmann geht, der sein Unternehmen mit viel Fleiß und Ausdauer aufgebaut hat: Es gibt selten Beifall, Erfolg und Reichtum werden in Deutschland eher kritisch beäugt.
Der Sozialneid der Deutschen ist kulturell tief verwurzelt. Warum ist das eigentlich so? Und was hat das mit linker Politik zu tun? Darüber mache ich mir Gedanken in der neuesten Folge „Gio unzensiert“.
Weniger ist mehr?
Während in den USA Erfolg, Geld und unternehmerischer Mut eher positiv bewertet werden, reagiert der Deutsche eher wütend als wertschätzend, wenn er sich mit dem Geld der anderen konfrontiert sieht. Die deutsche Mentalität ist geprägt von einem tiefsitzenden Misstrauen gegenüber allem, was nach monetärem Erfolg riecht. In den USA steht der Mythos „vom Tellerwäscher zum Millionär“ für Hoffnung und Inspiration. In Deutschland lautet die Devise: weniger ist mehr. Man schmückt sich gern mit Bescheidenheit. Allerdings: Das Wenige gilt für andere noch viel mehr als für einen selbst. Also, man selbst kann ruhig mehr haben, Hauptsache das Gegenüber hat weniger.
Und all jene, die es doch geschafft haben, erfolgreicher, schöner und reicher als man selbst zu sein, die haben das sicher mit unlauteren Mitteln erreicht. Die haben todsicher andere übervorteilt, ausgenutzt, oder beides.
Sozialneid als Triebfeder linker Politik
Und welche Rolle spielt da linksgerichtete Politik? Ganz einfach: SPD, Linke und Grüne wissen, dass viele ihrer Wähler vom Neid getrieben sind. Der Sozialneid spielt eine zentrale Rolle in linker Politik und wokem Gebahren. Das wird bloß nicht Neid, sondern Gerechtigkeit genannt. Der Fokus liegt dann vor allem auf Umverteilung anstelle von Eigenverantwortung. Statt den Wert harter Arbeit und unternehmerischen Denkens zu betonen, liegt der Schwerpunkt linksgerichteter Politik darauf, wie der Reichtum der anderen „gerecht“ verteilt werden kann. Sie fördert ein Klima, in dem man sich gern in seine ideologisch verbrämte Komfortzone einkuschelt, man wurde schließlich ungerecht behandelt, man kann nichts dafür, man ist benachteiligt und überhaupt: Reiche sind gemein, die wollen einfach nichts abgeben.
Versteht mich nicht falsch: Es ist und bleibt wichtig, dass wir uns auch um die Benachteiligten und die Schwächsten unter uns kümmern. Aber die Frage, die sich mir stellt, ist, ob es nicht effektiver und nachhaltiger wäre, Anreize zu schaffen, die es jedem ermöglichen, sein eigenes Potential voll auszuschöpfen – statt lediglich den Erfolg anderer zu beschränken.
Wertschätzung statt Umverteilung
Ich bezweifle außerdem, dass wir, indem wir den Reichtum der Erfolgreichen einfach nur „umverteilen“, tatsächlich langfristige Lösungen für soziale Probleme schaffen – und nicht nur kurzfristige Erleichterungen bieten.
Lasst uns den Wert guter Arbeit und unternehmerischen Denkens wieder positiv bewerten. Und Eigenverantwortung und Fleiß durch Anerkennung und Wertschätzung belohnen. Einfach mal was gönnen.
Mehr dazu in der aktuellen Folge „GIO UNZENSIERT – Neidgesellschaft Deutschland“:
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