Die Wirtschaft rauscht ab: Wir werden MEHR arbeiten müssen, nicht WENIGER
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Der deutschen Wirtschaft geht es nicht gut. Das ist ein Satz, den kann man mit Zahlen und Prognosen unterfüttern, vom Rückgang des Bruttoinlandsproduktes bis zur Inflation.
Der deutschen Wirtschaft geht es nicht gut. Dieser Satz ist jeden Tag in viel zu vielen Betrieben und Familien dieses Landes spürbar. Unternehmen beklagen hohe Energiekosten und denken darüber nach, das Land zu verlassen. Die Zahl der Insolvenzen steigt. Zu hohe Steuern. Zu viel Bürokratie.
Existenzängste sind greifbar, auch in privaten Runden. Polizisten können sich die Miete in der Stadt, deren Bürger sie beschützen sollen, nicht mehr leisten. Das Leben ist zu teuer geworden. Deutschland wummst nicht mehr.
Ich bin fest davon überzeugt: Die absolute Mehrheit der Deutschen arbeitet gerne. Wir spucken in die Hände und packen an. Oder doch nicht? Ändert sich da gerade was? Züchten wir gerade eine Generation heran, die den Wert von Arbeit nicht mehr erkennt, die gar keine Lust hat, etwas zur Wertschöpfungs-Kette dieses Landes beizutragen? Unternehmer berichten mir genau das immer häufiger: Praktikanten, die im Vorstellungsgespräch nach Homeoffice-Möglichkeiten fragen. Beim Ersten schüttelt man den Kopf. Irgendwann nicht mehr.
„Wir diskutieren ernsthaft über die Vier-Tage-Woche?“
Der Chef des Deutschen Arbeitgeberbundes, Dr. Rainer Dulger, hat am Dienstag in Berlin eine bemerkenswerte Rede gehalten. Lesen Sie selbst:
„Deutschland hat bereits heute mit 1349 Stunden die mit Abstand kürzeste Jahresarbeitszeit der Welt. Und wir diskutieren ernsthaft über die Vier-Tage-Woche mit vollem Lohnausgleich, möglichst mit zwei Tagen Homeoffice zur verbesserten Work-Life-Balance? Wenn wir unseren Wohlstand halten wollen, dann habe ich folgende Botschaft: Wir werden uns das nicht leisten können. Und werden mehr, statt weniger arbeiten müssen. Auch Arbeitszeit ist ein Standortfaktor. Wir werden nicht mehr besser, wenn wir stehen bleiben! Als Arbeitgeberpräsident sage ich: Das darf kein Zustand sein. Wir dürfen uns nicht ambitionslos damit abfinden. Wir müssen jetzt handeln!“

Rainer Dulger, Chef des Deutschen Arbeitgeberbundes
Diese Sätze sollten jeden wachrütteln. Wir werden MEHR arbeiten müssen. Nicht WENIGER. Wohlstand ist kein Geschenk, das vom Himmel fällt, sondern ein Schatz, den sich jede Generation neu erkämpfen und verdienen muss. Wir sind ein sagenhaft reiches Land. Aber wenn sich die Homeoffice-Mentalität durchsetzt, hat dieser Zustand ein Ablaufdatum.
Millionen Deutsche kennen das Wort Homeoffice nur aus den Erzählungen ihrer Nachbarn, weil sie als Gärtner, im Supermarkt oder Krankenhaus arbeiten – und es keine Alternative zum Vor-Ort-Sein gibt. 24 Stunden, sieben Tage die Woche arbeiten diese Menschen dort, wo sie gebraucht werden – und nicht dort, wo sie gerne ihre Freizeit verbringen. Diese Menschen spüren, dass etwas nicht stimmt in einem Land, in dem über eine 4-Tage-Woche diskutiert wird, während alle wirtschaftlichen Kennziffern in den Keller rauschen.
Habeck: Entkoppelt von der Realität
Aber regiert werden wir von einem Wirtschaftsminister, der weder Ahnung von Wirtschaft noch vom Leben in diesem Land hat. Habeck war übrigens nicht anwesend beim Arbeitgebertag, er schickte eine Staatssekretärin.
Habeck sitzt lieber in Talkshows und offenbart vor der TV-Nation seine Unkenntnis vom Leben. Bei Maischberger sagte er in der vergangenen Woche: „Ob Sie sich ein E-Mobil für 100.000 Euro kaufen und selber im Jahr 200.000 Euro verdienen – oder ein ganz kleines Auto für 30.000 Euro, wenn es sowas gibt, und ganz wenig verdienen – Sie kriegen die gleiche Förderung.“
Merken Sie es? Welche Familie kennen Sie, die 200.000 Euro im Jahr verdient? Und welches „ganz kleine Auto“ bekommen Sie für 30.000 Euro, für wen im Land ist diese Summe eine kaum spürbare Investition?

Wirtschaftsminister Habeck bei der Arbeit
Mein Gefühl ist: Menschen, die in ihrem Leben nie wirklich gearbeitet haben, machen gerade Menschen, die jeden Tag hart arbeiten, das Leben schwer. Das kann und darf nicht die Realität im Land der Fleißigen sein.
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