Dieter Bohlen als Bundeskanzler – warum eigentlich nicht?
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Er ist Deutschlands erfolgreichster Entertainer – Sänger, Musikproduzent, Komponist, Songwriter, er war Mister „Deutschland sucht den Superstar“. Er wurde 1984 als Mitglied des Pop-Duos Modern Talking bekannt – Dieter Bohlen, selbst ein Superstar. Alles, was der Selfmademan angepackt hat, wurde zu Gold.
Was wenige wissen: Dieter Bohlen hat Betriebswirtschaft studiert und schloss 1978 als Diplom-Kaufmann ab. Kaum einer hat jahrzehntelang so fleißig gearbeitet. Er ist aufgestanden, wenn andere noch schliefen. Er arbeitete, wenn die meisten Bürger schon träumten. Kurz: Dieter Bohlen verkörpert all das, was man generationenübergreifend als Inbegriff deutscher Tugenden verortet – Fleiß, Pünktlichkeit, Verlässlichkeit, Erfolg.
Nun hat Dieter Bohlen in einem Interview mit dem Edelmetallhändler Dominik Kettner über Meinungsfreiheit gesprochen, über den Umgang mit der AfD, unsere Politiker und über Annalena Baerbock in New York und vor allem, welchen Rat er an den Bundeskanzler hätte.

Die „Stadtbild“-Debatte hält Bohlen für ein Ablenkungsmanöver vom Versagen in der Wirtschaftspolitik.
Dieter Bohlen – ein Mann mit gesundem Menschenverstand
Was er da sagte, ließ die Chat-Zahlen in unserer Sendung NIUS Live explodieren. Keiner mokierte sich über Bohlens norddeutschen Dialekt, viele waren überrascht, wie klug und lebensnah der Entertainer über Politik und Wirtschaft sprach. Er ist ein Mann mit gesundem Menschenverstand – und deswegen mögen ihn die Leute so.
Zahllose User und Radiohörer forderten, was erstmal ziemlich überraschend klingt: Macht Dieter Bohlen zum Bundeskanzler! Und hier kommt, warum:
Bohlens Rat an Kanzler Merz: „Die fairste Geschichte wären eigentlich Neuwahlen. Das Problem ist nur, ich weiß, was bei Neuwahlen rauskommen würde“. Er kritisiert die Brandmauer. „Es war eigentlich eine Vokabel der Linken. Das Wort Brandmauer ist völlig idiotisch“. Er habe in der Hinsicht eine völlig andere „Auffassung von Demokratie“. Bohlen fordert, dass man sich mit der AfD argumentativ und sachlich auseinandersetzen solle. Auch ein Verbot sei falsch und die ständige Verunglimpfung als „alles Nazis, alles Nazis, alles Faschisten und so“ helfe nicht. „Man muss ja heutzutage Angst haben, wenn man nur irgendwas sagt.“

Mit „Modern Talking“ wurde Bohlen in den Achtzigern berühmt.
„Unsere Leistungsträger kriegen nur in die Fresse“
Über Auswanderung sagt Bohlen: „Die guten Leute haben Optionen. Die ganze Welt sucht Leute, die was draufhaben“. Die Frage müsste laut Bohlen lauten: „Was kann ich für euch machen, dass ihr euch in diesem Land wohlfühlt? Aber wir hauen denen eigentlich immer nur in die Fresse. Unsere Leistungsträger kriegen eigentlich immer drauf.“
Weiter sagt Bohlen: „Der Mittelstand ächzt vor Bürokratie, vor Sachen, die völlig absurd sind.“ Über Annalena Baerbock: „Wir hatten eine Außenministerin, die quasi nur verbrannte Erde hinterlassen hat.“ Sie sei in den Ländern aufgetreten, „als wären wir so eine alte Kolonialmacht“.

Mit „Deutschland sucht den Superstar“ dominierte Bohlen jahrelang das TV-Geschäft.
„Wir haben keine Regierung, wir haben eine Blockierung“
Werksschließungen, Massenentlassungen, Abwanderung – auch die Wirtschaft betrachtet Bohlen mit Sorge. „Viele Jahre haben wir von dem gelebt, was unsere Väter und Großväter aufgebaut haben.“ Doch dann habe es einen Wechsel gegeben, sodass man sich „immer mehr verschuldet hat, verschuldet hat, verschuldet hat und dass jetzt viele Leute in den letzten Jahren dran sind, die von Ökonomie, Wirtschaftlichkeit usw. wirklich keine Ahnung haben“. Und heute sei es noch schlimmer. „Wir haben keine Regierung. Wir haben eine Blockierung.“
Man könnte ihm stundenlang zuhören, diesem Tausendsassa der Musik, der Show und nun auch der Politik. Jeder seiner Sätze ist klarer und ehrlicher als jene Sätze, die unsere Berufspolitiker meistens von sich geben. Wenn es gehen würde – warum eigentlich nicht Dieter Bohlen als Kanzler?
Hier geht es zu NIUS Live am Dienstag: Bohlens Abrechnung mit der Brandmauer
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