Erste Bundesländer machen Ernst: Strafe für alle Lehrer, die gendern
Ein Beitrag von
Der Rat für deutsche Rechtschreibung hat die Gender-Schreibweise noch einmal ausdrücklich abgelehnt. Dennoch wird das Sternchen in Universitäten, Schulen und Behörden weiterverwendet. Erste Bundesländer machen jetzt Ernst im Kampf gegen Gender-Sprache („Schüler*innen“) an Schulen, wie BILD zuerst berichtete.
Die Kultusministerkonferenz hatte klargestellt: Solche Schreibweisen sind jetzt tabu! Bayern, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein weisen bereits auf „dienstrechtliche Konsequenzen“ hin. Bei Verstößen drohen Rügen, Geldbußen (etwa Monatssold weg, zum Beispiel 4538,96 Euro für verbeamtete Jung-Lehrer in Hessen) bis zur Entlassung. Hessens Kultusminister Armin Schwarz zu BILD: „Gendern geht an der Lebens- und Sprachwirklichkeit der Mehrheit der Menschen vorbei.“ Das Verbot gelte auch für Schul-Homepages, Elternbriefe und in Hessen und Bayern auch für Lehrbücher und Arbeitsblätter.

Armin Schwarz (CDU), Kultusminister von Hessen
Der Kampf um die Sterne
Gendern sollte eigentlich für mehr Gerechtigkeit zwischen den Geschlechtern sorgen. Es hat inzwischen die Lager zu erbitterten Feinden gemacht. Der Geschlechter-Gap zwischen „Jetzt erst recht“ und „Hört auf mit dem Sternchen-Wahnsinn“ ist größer geworden, nicht kleiner.
Nach dem erneuten Verbot durch den Rat für deutsche Rechtschreibung scheinen die Fronten verhärtet. 2001 hatte die rot-grüne Regierung Schröder das Bundesgleichstellungsgesetz (BGleiG) für alle Dienststellen auf Bundesebene beschlossen. Seit den 1990er Jahren haben alle 16 Bundesländer eigene Landesgleichstellungs-Gesetze – das Gendern mit Sternchen, Doppelpunkten und Sprachverzögerungen (Lehrer, Pause, innen) war geboren und ist seitdem auf der Welt.
Dabei ist es der Kampf einer Minderheit gegen eine deutliche Mehrheit: Bei einer T-Online-Umfrage lehnten 80 Prozent der Deutschen das Gendern ab.

Demo in München am 24. März von der Initiative „Slutwalk“ gegen Söders Genderverbot. Das Motto: „Wir lassen uns den Mund nicht verbieten“.
Das „Amtliche Regelwerk zum Gendern“ der Kultusministerkonferenz lässt eigentlich keine Fragen offen. Darin heißt es: „Gender-Sonderzeichen gehören weiterhin nicht zum Kernbestand der Orthografie. Nach Zustimmung der zuständigen staatlichen Stellen in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Belgien, Liechtenstein und Südtirol ist die Anpassung des Amtlichen Regelwerks nunmehr offiziell.“ Der „Orthografische Kernkorpus“ am Leibnitz-Institut für deutsche Sprache hat inzwischen mehr als 14 Milliarden Wortbelege aus dem gesamten deutschen Sprachraum erarbeitet – Gendern ist nicht dabei.
Lasst unsere Kinder doch erstmal Deutsch lernen
Im Juli 2023 wurde Gendern in der schriftlichen Kommunikation für die Verwaltung, Schule, aber auch für Vereine, Stiftungen und Verbände verboten. In den Bundesländern Sachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein gelten Genderzeichen in den Schulen als Rechtschreibfehler.
Was in den Sechzigerjahren begann, als Feministinnen für eine „geschlechtergerechtere Sprache“ den Schrägstrich erfanden („Verkäufer/innen“), ist heute ein Politikum mit grotesk anmutenden Wortschöpfungen, über die NIUS mehrfach berichtete. Die neue Lage ist eindeutig: Offizielle Stellen bekämpfen das überbordende Gendern vor allem da, wo es nichts zu suchen hat – an den Schulen.
Und das finde ich richtig. Lasst unsere Kinder doch erstmal Deutsch lernen. Wenn sie später gendern wollen, mit Sternchen, Schrägstrichen oder Doppelpunkten – es ist dann ihre Entscheidung. Meine Erfahrung: Starke Frauen brauchen keine Doppelpunkte oder Sternchen. Starke Frauen setzen sich durch – gerade gegen Männer.
Mehr von Louis Hagen:
„Quarks“-Irrsinn übers Gendern, Neopronomen, Nicht-Binarität: Unsere Kinder sollen jetzt „They“, „Xier“ und „dey“ sagen
Mehr NIUS:
Jan Josef Liefers als Versöhner: Macht diesen Mann zum Bundespräsidenten!
Die neue Esskultur der Deutschen Bahn: Currywurst ohne Pommes, kein Speiseeis
Die Linke beweist auf ihrem Parteitag: Die SED ist nie untergegangen
Gelddruck-Maschine für die FIFA: Hört auf, von Trinkpausen zu sprechen!
Peinliche Polit-Propaganda – für wie bescheuert halten die uns eigentlich?!
Berliner Kino gedenkt der „Deutschen Schuld” mit „Gratis: Pelmeni und Vodka”
Beim Freigang stand das Fluchtmotorrad schon bereit: Warum der Fall des Frauenmörders Benjamin Fricke so unfassbar ist!
Kaufen, kaufen, kaufen – es gibt nichts Schöneres
Mehr NIUS:
Gelddruck-Maschine für die FIFA: Hört auf, von Trinkpausen zu sprechen!
Peinliche Polit-Propaganda – für wie bescheuert halten die uns eigentlich?!
Berliner Kino gedenkt der „Deutschen Schuld” mit „Gratis: Pelmeni und Vodka”
Beim Freigang stand das Fluchtmotorrad schon bereit: Warum der Fall des Frauenmörders Benjamin Fricke so unfassbar ist!
Kaufen, kaufen, kaufen – es gibt nichts Schöneres
Wegducken gilt nicht mehr: Die CDU muss vor der Wahl sagen, ob sie mit den Linken regieren würde
Die letzten Helden tragen Trikots
Gedenken an den 17. Juni: Die Einheit wurde uns nicht geschenkt
Louis Hagen
Artikel teilen
Kommentare