„Es sieht düster aus“: ZDF-Gameshow versetzt Kinder in Klima-Panik
Ein Beitrag von
- In der ZDF-Show „Earthgame – die Wasserretter“ sollen Kinder die Welt vor der Klimakastrophe bewahren.
- Das Szenario ist ein Mix aus düsteren Zukunftsdystopien und realen Naturkatastrophen – was für junge Menschen nur schwer zu durchschauen ist.
- Mit Hilfe von Horrorszenarien sollen junge Menschen dazu gebracht werden, die Umwelt zu schützen.
„Meine Neunjährige ist kurz vor einem Heulanfall“, schrieb mir ein Bekannter am Samstagabend mit einer Mischung aus Verzweiflung und Wut. Was war passiert? Er hatte seinen Kindern erlaubt, „Earthgame – die Wasserretter“ auf ZDF Tivi anzusehen, seine neunjährige Tochter verkraftete das halbfiktive Szenario allerdings nur schwer.
Nachdem ich selbst eingeschaltet hatte, verstand ich schnell, was er meinte. Die Sendung, eigentlich eine Spiel-Show, bei der mehrere Jugendliche im Team eine gemeinsame Mission meistern müssen, mischt Realität und Fiktion in einer bedenklich undifferenzierten Weise, die ein junger Mensch einfach nicht durchschauen kann. „Überdüngte Felder, verseuchte Flüsse und Dürre – es sieht düster aus. Doch die Teams haben jetzt die Chance, die Zukunft positiv zu verändern“, wirbt das ZDF in seiner Mediathek für das Game-Format.
„Das wird in Zukunft öfter passieren“
Zu Beginn der Sendung leitet die Moderatorin mit den Worten ein: „2023 sieht es noch schön aus, und es wäre schön, wenn es so bliebe.“ Dann erscheint ein Hologramm im Hintergrund, das „Neo“ zeigt, einen Jungen, der aus der Zukunft zu den Jugendlichen spricht. „Ich brauche eure Hilfe“, sagt er in eindringlichem Tonfall. „Im letzten Jahrhundert ist so einiges schiefgelaufen: Wir haben ein katastrophales Problem mit der Umwelt. Schaut euch nur um. Wir können die Fehler, die gemacht wurden, nicht mehr rückgängig machen. Aber ihr könnt es. Ihr habt die Chance, etwas zu ändern. Ihr könnt eure und meine Zukunft besser machen.“
Während die Kinder nun in verschiedenen Spielen mit der Weltenrettung beschäftigt sind, warnt eine Stimme aus dem Off immer wieder mit bedrohlichen Aussagen, zum Beispiel: „Das wird in Zukunft öfter passieren.“
Lesen Sie auch: WDR-Klima-App: Kindern wird mit Horror-Bildern Angst gemacht
Nun könnte ein Jugendlicher ein solches Szenario als reine Fiktion wohl durchaus vertragen. Gemeinsam im Team eine Aufgabe meistern, dabei noch lernen, wie man die Umwelt schützt und Ressourcen nicht verschwendet – alles vollkommen legitime Inhalte einer Kindersendung. Kein Elternteil ist wohl böse, wenn Kindern beim Fernsehen spielerisch beigebracht wird, wie sie sich umweltbewusst verhalten.

In dem fiktiven Szenario sind Städte durch Hochwasser bedroht.
Was „Earthgame“ so brandgefährlich für die psychische Gesundheit von jungen Menschen macht, ist das offensichtlich gewollte Schüren von Ängsten, die Vermischung von Schreckens-Fiktion mit realen Szenarien, die sie inzwischen sowieso täglich von allen Seiten überfluten: Brände, Überschwemmungen, andere Naturktastrophen – all das prasselt ungefiltert auf junge Menschen ein, und sie werden bewusst in dem Glauben bestärkt, dass derartige Katastrophen immer häufiger vorkommen. Doch das ist allein faktisch falsch. Die Wahrscheinlichkeit, tatsächlich an einer Naturkatastrophe zu sterben, ist seit Jahren rückläufig.
Viele junge Menschen leiden unter Klima-Angst
Mehr als die Hälfte der jungen Menschen hat Angst vor der Klimakrise, und zwar so große, dass es ihren Alltag negativ beeinflusst. Zu diesem Schluss kommt die bisher größte wissenschaftliche Studie zu „Klimaangst“ bei jungen Menschen. Der Untersuchung zufolge machen sich fast sechs von zehn jungen Menschen (59 Prozent) im Alter von 16 bis 25 Jahren große oder extreme Sorgen über den Klimawandel.
Durch die aufwändige Produktion der öffentlich-rechtlichen ZDF-Sendung wird der ganze Schrecken, mit dem Klima-Ideologen arbeiten, für die jungen Menschen derart anschaulich, dass es mich nicht wundert, dass eine Neunjährige das nicht verkraftet. Da ändert es auch nichts, dass die Jugendlichen am Ende tatsächlich siegen und die Erde retten.
Mehr NIUS:
Jan Josef Liefers als Versöhner: Macht diesen Mann zum Bundespräsidenten!
Die neue Esskultur der Deutschen Bahn: Currywurst ohne Pommes, kein Speiseeis
Die Linke beweist auf ihrem Parteitag: Die SED ist nie untergegangen
Gelddruck-Maschine für die FIFA: Hört auf, von Trinkpausen zu sprechen!
Peinliche Polit-Propaganda – für wie bescheuert halten die uns eigentlich?!
Berliner Kino gedenkt der „Deutschen Schuld” mit „Gratis: Pelmeni und Vodka”
Beim Freigang stand das Fluchtmotorrad schon bereit: Warum der Fall des Frauenmörders Benjamin Fricke so unfassbar ist!
Kaufen, kaufen, kaufen – es gibt nichts Schöneres
Mehr NIUS:
Gelddruck-Maschine für die FIFA: Hört auf, von Trinkpausen zu sprechen!
Peinliche Polit-Propaganda – für wie bescheuert halten die uns eigentlich?!
Berliner Kino gedenkt der „Deutschen Schuld” mit „Gratis: Pelmeni und Vodka”
Beim Freigang stand das Fluchtmotorrad schon bereit: Warum der Fall des Frauenmörders Benjamin Fricke so unfassbar ist!
Kaufen, kaufen, kaufen – es gibt nichts Schöneres
Wegducken gilt nicht mehr: Die CDU muss vor der Wahl sagen, ob sie mit den Linken regieren würde
Die letzten Helden tragen Trikots
Gedenken an den 17. Juni: Die Einheit wurde uns nicht geschenkt
Janina Lionello
Artikel teilen
Kommentare