Europa ist unbedeutend geworden – sieben Lehren aus Gaza-Krieg – und Gaza-Frieden
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Zwei Jahre Krieg in Gaza neigen sich dem Ende zu – dank eines von der Trump-Regierung eingefädelten Deals. Am Donnerstag erklärte die Hamas den Gazakrieg offiziell für beendet. Alle Geiseln sollen freikommen. Ob daraus tatsächlich ein „ewiger Frieden“ wird, wie Trump gewohnt vollmundig ankündigt, steht in den Sternen. Sicher ist nur: Die EU und Deutschland haben weder militärisch noch diplomatisch etwas zu diesem Ergebnis beigetragen. Ein Resümee in sieben Lehren.
1. Europa ist unbedeutend geworden.
Der Friedens-Deal kommt ohne Europa. Von eigenständiger Diplomatie keine Spur. Brüssel und Berlin spielten keine Rolle – außer als Verstärker palästinensischer Propaganda. Europa hat sich auf die geifernde Kommentatorenbank zurückgezogen, erklärte zuletzt Netanjahu zu einer Art jüdischem Putin und verwechselt dümmliche Haltung mit intelligentem Einfluss.

Scheint inoffizielles EU-Motto zu sein: „Palestine will never walk alone.“
2. Die sogenannten Faktenchecker haben auf ganzer Linie versagt.
Während westliche Faktenhüter jede israelische Aussage sezierten, schauten sie bei den massenhaft gefälschten Bildern aus Gaza demonstrativ weg. Die Entlarvung der Propaganda übernahmen „rechte Medien“ wie NIUS und BILD. Correctiv erklärte inszenierte Szenen sogar als authentisch – weil sie nicht KI-generiert seien, als wäre das der entscheidende Vorwurf gewesen. Deutsche Faktenchecker erklären Pallywood, die „Palästinensische Wochenschau“, die – und ich bin sparsam mit solchen Vergleichen – noch plumper vorgeht als das goebbelsche NS-Vorbild, zur Realität. Selbstentstellung im vollendeten Versagen.

Menschliche Torsos, die einen Radius von 2-3 Zentimetern haben sollen: Die Hamas stachelte mit dilettantischen Attrappen erfolgreich Europäer und muslimische Minderheiten gegen Israel auf.
3. Deutschlands Anspruch auf eine „Führungsrolle“ ist absurd.
Kaum wird über den Wiederaufbau Gazas gesprochen, meldet sich Kanzler Merz: Deutschland wolle eine „führende Rolle“ übernehmen. Aber auf welcher Grundlage? Wer weder Einfluss auf den Krieg noch Anteil am Frieden hat, sollte sich nicht zum moralischen Architekten des Wiederaufbaus aufschwingen. Deutschlands Platz liegt in den mittleren Reihen – mit Pragmatismus statt Pathos.

Wann üben sich feist strahlende Besser-Deutsche endlich in Pragmatismus und Zurückhaltung?
4. Europa ließ die Umschreibung des größten Pogroms seit 1945 geschehen.
Die Massaker vom 7. Oktober – das größte Pogrom an Juden seit dem Zweiten Weltkrieg – wurden in europäischen Diskursen binnen Wochen durch Hamas-Propaganda überdeckt. Medien und Politiker übernahmen deren Zahlen, Bilder und Anklagen, statt sie zu prüfen. Friedrich Merz brachte den Reflex auf den Punkt: Man stehe zwar zu Israel, „aber es solle nicht übertreiben“. Dieses „Übertreiben“ war das Echo aus Pallywood. Man befeuerte stattdessen den Wahn eines „Genozids“, der selbst durch die verfälschten Hamas-Zahlen nicht zu belegen wäre. Antisemitismus bleibt eben ein Wahn.
5. Israels militärische Offensive war jederzeit richtig – und zeigt Wirkung.
Die IDF hat die Hamas in die Knie gezwungen. Nur deshalb zeigt sich die Terrororganisation nun überhaupt verhandlungsbereit – bis hin zur Bereitschaft, ihre eigene Herrschaft abzugeben an eine „palästinensische Technokratenregierung, die von der Palästinensischen Autonomiebehörde überwacht und von arabischen und muslimischen Ländern unterstützt“ würde (Reuters). Europas Appelle zur „Zurückhaltung“ wären das Gegenteil von Frieden gewesen: die Verlängerung des Terrors.

Israel kämpft mit einer professionellen Volksarmee, der man ansehen könnte, dass sie kein blutrünstiges Kampf-Bataillon ist, wie von palästinensischer Propaganda behauptet.
6. Der Westen hat die Gelegenheit vertan.
Mit internationaler Geschlossenheit, klarem Verstand und strategischem Rückgrat hätte man die Hamas vollständig entmachten können. Doch deutsche und europäische Politik setzten auf Belehrung auf Basis von Falschinformationen statt auf Realpolitik. So sorgte man dafür, dass Israel den Job nicht zu Ende bringen konnte – „didn’t finish the job“. Eine bedingungslose Kapitulation der Hamas wäre möglich gewesen – und die beste Ausgangsbasis für künftige Humanität in Gaza.
7. Europas moralische Blindheit ist entlarvend.
Für westliche „Israelkritiker“ bedeuteten die ausgehungerten israelischen Geiseln, die wie KZ-Insassen aussehen, fast nichts – sie sahen sie nicht. Dafür glaubten sie jedem Bild aus Gaza, jeder Zahl aus dem „Gesundheitsministerium in Gaza“, das nicht einmal eine physische Behörde, ein Gebäude ist, sondern eine schlecht gemachte Website in der Hand von Massenmördern. Dieser Komplettverlust der Urteilskraft, diese reflexhafte Umkehr von Täter und Opfer sprechen Bände.
Womit wir wieder am Anfang wären – und beim eigentlichen Befund unserer Zeit: Europa ist unbedeutend geworden. Zum Glück.
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