Evangelische Kirche verliert 500.000 Mitglieder: Christen suchen in der Kirche Ruhe und Gott – keine Politik!
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Mit mehr als einer halben Million verlorenen Mitgliedern erlitt die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) im Jahr 2023 einen historischen Mitgliederverlust. Überraschend kommt das nicht, angesichts des hochpolitischen Auftretens, das mit Religion und Glauben immer weniger zu tun hat.
Vielmehr verkauft sich die EKD nach außen wie eine politische Organisation mit einem knall-linken Programm.
Beim vergangenen Kirchentag im Juni 2023 nahm die EKD alles mit, was der Zeitgeist an Ideologien im Angebot hat: von der Klimaendzeit-Sekte „Letzte Generation“ über „Black Lives Matter“ bis hin zum Queer-Aktivismus, der die zwei Geschlechter bestreitet, war an radikalem Aktivismus alles dabei.
Auch vielen evangelischen Christen, die traditionell eher sozialdemokratisch anstatt, wie die Katholiken, konservativ wählen, dürfte dies deutlich zu weit gehen. Das religiöse Bedürfnis der Menschen wird damit nicht befriedigt, viele wird es sogar ärgern. Zur Erinnerung das ikonische Video von Pastor Quinton Ceasar, der die Abschlusspredigt hielt:
Gläubige Christen suchen in der Religion Ruhe und Gott. In Zeiten, in denen sich Deutschland innerhalb nur weniger Jahrzehnte drastisch verändert, verspricht die Religion etwas Ewiges, das die Zeit überdauert.
Daran ist auch nichts irrational: Seit über 2.000 Jahren gibt es Christen, die das Vater-Unser beten und damit lebendig halten. Am Christentum führt eine historische Linie bis zu den Anfängen der Zivilisationsgeschichte zurück. Dies ist größer als der modische Aktivismus der Linken. Und um das zu erkennen, muss man nicht einmal gläubig sein.

Die Heilig-Kreuz-Kirche in Berlin-Kreuzberg, gestern fotografiert.
Ein politisiertes Christentum macht sich selbst klein
Das Christentum als weltweite Gemeinschaft überdauerte einen gewaltigen, kaum begreifbaren Zeitraum. Es verkörpert einen ganz wesentlichen Teil der Menschheitsgeschichte, der sich in überall auf der Welt lebende Anhänger verstreut. Mal sind sie mehr, mal weniger gläubig, viele glauben auch gar nicht, Teil des Christentums sind sie trotzdem. Überall auf der Welt beten gerade Christen die Worte des Vater-Unser, die Jesus seinen Jüngern laut religiöser Überlieferung einst bei der Bergpredigt lehrte – vor Tausenden Jahren.
Vor diesem Hintergrund wirkt es unangemessen und kleingeistig, wenn sich Kirchenfunktionäre ins politische Tagesgeschehen einmischen. Eine Kirche, die dies tut, macht sich selbst klein und lächerlich. Erschwerend kommt hinzu, dass sie nur der veröffentlichten Meinung und der Regierung nacheifern.

Rüdiger Schuch politisiert die EKD noch weiter.
Kürzlich schaltete sich der evangelische Wohlfahrtsverband Diakonie ins politische Tagesgeschehen ein: „Wer die AfD aus Überzeugung wählt, kann nicht in der Diakonie arbeiten“, so Diakonie-Präsident Rüdiger Schuch. Er verstieg sich sogar zu der Behauptung, dass Wähler der aktuell zweitbeliebtesten Partei Deutschlands sich „im Grunde auch nicht mehr zur Kirche zählen können, denn das menschenfeindliche Weltbild der AfD widerspricht dem christlichen Menschenbild.“ Grobschlächtiges Bashing dieser Art verdient nicht, inhaltlich kommentiert zu werden.
Auch die EKD-Ratsvorsitzende Kirsten Fehrs macht Politik gegen die Oppositionspartei. Es drängt sich der Verdacht auf, dass sie nicht einmal ins Parteiprogramm der AfD geschaut hatte, wenn sie auf den Verfassungsschutz verweist. Der politisierte Inlandsgeheimdienst, der unter SPD-Politikerin Nancy Faesers Innenministerium arbeitet, ist jedoch keine belastbare Quelle. Er ist Teil des politischen Betriebs.
Kirche und Staat sind in der westlichen Welt getrennt. Eine Kirche, die ihren religiösen Auftrag ernst nimmt, sollte dies respektieren. Gläubige Menschen suchen in der Religion nicht das, was sie im profanen Alltag ohnehin erleben. Besonders die evangelische Kirche muss sich entpolitisieren, sonst laufen ihr die Mitglieder davon.
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