Erfolgreichste Musik-Filmpremiere aller Zeiten: Michael Jackson lebt – und wie!
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Die klassischen Filmkritiker mäkeln, seriöse Zeitungen wie Telegraph und Guardian sprechen von „Schönfärberei“ und „einseitigem Bild“. Das alles ist den Fans egal. Der neue Film über den „King of Pop“ Michael Jackson brach bei der Premiere alle Rekorde: Fast 40 Millionen Dollar (knapp 34 Millionen Euro) spielte er am ersten Wochenende ein: mehr als die vergleichbaren Musik-Pics über Elvis und Freddie Mercury.
Der Film „Michael“ zeigt die ersten 30 Jahre von Michael Jackson – vom Kinderstar zum Mega-Idol. Spätere, besonders kontroverse Kapitel seines Lebens werden ausgespart. Und wie schon im Leben, scheiden sich auch 17 Jahre nach Michael Jacksons Tod die Geister. Colman Domingo, der Michael Jacksons Vater Joseph Jackson spielt, sagt: „Der Film spielt von den 60er-Jahren bis 1988, er geht also nicht auf die ersten Vorwürfe ein.“ Es gehe vielmehr um ein „intimes Porträt dessen, was er war.“

(Quelle: Universal Pictures Germany)
Am ersten Wochenende kauften bereits 425.000 Menschen Tickets
Der Film wurde unter anderem von den Nachlassverwaltern produziert, die großen Einfluss auf die Darstellung hatten. Und mit Jaafar Jackson (29) steht Michael Jacksons eigener Neffe in der Hauptrolle. Die Fans haben jetzt ein eindeutiges Urteil abgegeben – sie sorgten weltweit für volle Säle. Dank ihnen bricht Jackson auch posthum alle Rekorde. 425.000 Menschen kauften Tickets und gingen ins Kino.
Allerdings: Trotz aller Rekorde ist der Film auch umstritten. So lehnte etwa Michael Jacksons Schwester Janet Jackson eine Beteiligung oder einen eigenen Auftritt in dem Streifen ab. Jacksons Tochter Paris Jackson nannte ihn „beschönigend“, „voll mit Ungenauigkeiten“ und „komplette Lügen“. Sie habe „null Prozent Beteiligung“ an dem Film und sei nicht konsultiert oder sinnvoll einbezogen worden.
Bei allem Respekt, liebe Michael-Jackson-Tochter: Wer „Thriller“, „Billie Jean“ oder „Man in the Mirror“ gesungen hat, ist unsterblich – mit Einbeziehung seiner Schwester oder ohne. Paris Jackson hat es selber zugegeben – allerdings in Form einer seltsam anmutenden Kritik. Sie sagte: Der Film richte sich an Fans, „die noch immer in der Fantasie leben“.
Ich finde, was Schöneres kann man über Fans nicht sagen.
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