Grüne machen mal wieder Propaganda mit Oma-Angst: „Die AfD will Deiner Oma die Schlagersendung wegnehmen“
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Wer hätte das gedacht? Ausgerechnet die Grünen in Gestalt von Katrin Göring-Eckardt machen jetzt Senioren Angst: Die AfD werde den MDR abschaffen und damit alle Sendungen, die ihnen gefallen. Aber stimmt das? Ein Faktencheck.
Gut eine Woche vor den Landtagswahlen in Sachsen und Thüringen wächst im Lager der Grünen die Verzweiflung: Die AfD liegt in den Umfragen vorn, sie selbst krebsen knapp ober- beziehungsweise unterhalb der 5-Prozent-Hürde herum und müssen um den Einzug in den Landtag bangen. Da hilft nur eins: Panikstimmung!
Auftritt Katrin Göring-Eckardt: In einem Video auf der Plattform X wendet Sie sich an, ja: an wen? An ein älteres Publikum wohl eher nicht. Also an die X-User, auf dass diese die Botschaft ihrer Oma übermitteln: „KGE“ will erklären, „warum AfD und BSW schlecht für Thüringen sind“.
„Die AfD will deiner Oma die Schlagersendung wegnehmen? Ja, so ist es. Die AfD will sofort nach der Wahl den Rundfunkstaatsvertrag kündigen. Das heißt: Riverboat, Florian Silbereisen an Weihnachten und alles, was der MDR sonst so produziert, sollen wegfallen.“

Setzt aus wahltaktischen Gründen auf Oma-Angst: Katrin Göring-Eckardt.
Die Verzweiflung besiegt den Hass auf Omas Volksmusik
Nun waren Oma als „alte Umweltsau“ und Opa als ewig am Esstisch schwurbelnder Coronaleugner und Rassist eher nicht die Zielgruppe der Grünen, und Schunkel-Sendungen sind dem links-grünen Lager seit jeher ein Gräuel, aber wenn die Felle davonschwimmen, muss man auch mal eine andere Klientel abholen und dafür eben auch krumme Wege gehen. Grün wählen, damit Florian Silbereisen seinen Sendeplatz behält – darauf muss man auch erst mal kommen! Und Frau Göring-Eckardt scheint darauf zu spekulieren, dass niemand näher nachfragt, was es denn mit der Kündigung des Rundfunkstaatsvertrags wirklich auf sich hat.
Um es vorweg zu sagen: Das nächste Weihnachtsfest mit Florian Silbereisen ist garantiert, denn selbst bei einer Kündigung zum Ende des Kalenderjahres gilt eine Frist von einem Jahr. Oma kann aber auch grundsätzlich ganz beruhigt sein: Die AfD hat nämlich weder ein Problem mit der „Talkshow Riverboat“, noch mit Florian Silbereisen oder dem Sport im Osten. Wohl aber moniert sie, dass Staatsferne und Ausgewogenheit des öffentlich-rechtlichen Rundfunks (ÖRR) seit einigen Jahren „deutlich abgenommen“ haben, wie etwa die AfD Sachsen in ihrem Wahlprogramm unter Punkt 2.4 schreibt:
„Die öffentlich-rechtliche Berichterstattung hat vorrangig sachlich und wertungsfrei zu erfolgen. Zudem gibt es im Internetzeitalter keinen Grund, den ÖRR gegenüber anderen Medienanbietern zu privilegieren. Wir werden sowohl den Medienstaatsvertrag als auch den Rundfunkfinanzierungsstaatsvertrag kündigen und den MDR grundlegend reformieren.“

Was haben „KGE“ und das Sandmännchen gemeinsam? Beide streuen den Wählern Sand in die Augen.
Abspeckprogramm und Reform statt Komplett-Abschaffung
Niemand solle mehr gezwungen sein, für ein Rundfunkangebot zu zahlen, dass er nicht nutzen möchte. Allerdings: Selbst wenn etwa Thüringen aus dem MDR austritt, könnte der Sender weiter im Bundesland senden. Denn alle Mitarbeiter sind beim MDR angestellt, und der hat seinen Hauptsitz in Leipzig. Nur fehlen dann jedes Jahr rund 160 Millionen Euro an Rundfunkbeiträgen.
Thüringens AfD-Spitzenkandidat Björn Höcke ist der Ansicht, der öffentlich-rechtliche Rundfunk sei zu teuer. Er habe zu viele überflüssige Programme und betreibe Regierungspropaganda, daher werde er als Ministerpräsident die Medienstaatsverträge kündigen: „Stattdessen soll es einen Grundfunk geben, vielleicht zehn Prozent von dem, was wir jetzt haben. Es wird eine Grundversorgung geben, aber keinesfalls mehr einen Zwangsbeitrag. Das wird dann durch Steuern finanziert.“ Der Stellvertretende Landessprecher der Thüringer AfD, Torben Braga, sagte, seine Partei wolle das Programm auf Kernaufgaben reduzieren, wie Nachrichten, Regionalsport und Traditionspflege.
Hörten wir da Traditionspflege? Dann dürfte Florian Silbereisen wohl so ziemlich als Letzter aus dem um 90 Prozent abgespeckten Programm fliegen. Was sich für Sendungen, die Regierungspropaganda betreiben, allerdings nicht sagen lässt. Wie auch immer: Katrin Göring-Eckardt, die in der DDR aufwuchs, dürfte sich ein Beispiel am Sandmännchen mit dem Walter-Ulbricht-Spitzbart genommen haben: den Leuten Sand in die Augen streuen.
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