Habeck und die verhungerten Pferde: Wenn Habeck sich um Tiere kümmert, muss man diese bedauern
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Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki formulierte in seiner unvergleichlichen Art: „Annalena Baerbock hat einmal erklärt, dass Robert Habeck mehr von Hühnern, Schweinen und dem Kühemelken versteht als vom Völkerrecht. Man möchte ihr nachträglich recht geben und gleichzeitig die Tiere bedauern.“
Mein gesunder Menschenverstand sagt mir: Scharf formuliert, aber in der Sache richtig. Denn ich erinnere mich an eine Geschichte um Robert Habeck, die großen Wirbel aufgeworfen hat – und an die Habeck bestimmt nicht gerne denkt. Es ist die Geschichte der verhungerten Konik-Pferde aus Schleswig-Holstein.
Mit gütigem Blick auf der Pferdewiese
Es war im Juli 2020, Robert Habeck war stellvertretender Ministerpräsident und Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung Schleswig-Holsteins. Bei einem Spaziergang mit Regierungschef Daniel Günther durch das Naturschutzgebiet „Schäferhaus“ hatte er die sogenannten wilden Konik-Pferde als Foto-Motiv ausgemacht. Man sieht Habeck mit gütigem Blick nach oben rechts. Wenige Zentimeter von seinem Kopf blicken zwei mächtige Pferdeköpfe auf den Minister herunter – zwei Konik-Pferde. Habeck schrieb dazu auf Instagram: „Wenn man eine Herde #Koniks trifft und sich still auf den Boden legt, kommen sie manchmal an und schnuppern an einem. Das ist so dicht an Magie, wie man kommen kann.“

Habeck und die Pferde (Quelle: Instagram @robert.habeck)
In seinem Post sprach sich Habeck auch für den Naturschutz aus. Allerdings erwähnte er nicht, dass die Pferde offenbar Teil eines gescheiterten Naturschutzprojektes waren, für das er als Landwirtschaftsminister mitverantwortlich war. Wie Bild damals berichtete, starben mehrere Tiere im Rahmen einer Auswilderung, die das Umweltministerium Schleswig-Holstein 2004 mit dem Naturschutzbund Nabu beschlossen hatte. Der Plan sah demnach eine Herde von 30 Tieren vor, die von zwei Schäfern betreut werden sollten. Diese seien ihrer Aufsicht aber zuletzt nicht nachgekommen. Anfang des Jahres hätten 70 statt der angepeilten 30 Konik-Pferde in einer Gegend namens „Wöhrdener Loch“ nahe der Nordsee gegrast. Die Tiere sollen sich gegenseitig das Gras weggefressen haben und abgemagert gewesen sein. Elf von ihnen starben an Unterernährung.
Robert Habeck und die verhungerten Pferde – auf makabre Weise stimmt die Aussage von Wolfgang Kubicki: Wenn Habeck sich um Tiere kümmert, müsse man die bedauern.
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