Hamas-Horror: Am Tunnel des Todes klebt die bundesdeutsche Fahne
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Während das ZDF darüber philosophiert, „wie sich Israel weltweit isoliert“, wurde Tel Aviv zum ersten Mal seit Januar wieder von Hamas-Raketen angegriffen. Sie wurden aus Rafah abgefeuert, dem Ort, den Israels Militär noch nicht eingenommen hat. Darüber redet in anderen Ländern kaum einer, als Hauptfeind des Friedens ist längst Israel ausgemacht.
Der Historiker Tom Segev spricht von der „schlimmsten Lage in der Geschichte Israels“. Mein gesunder Menschenverstand sagt mir: Der Überlebenskampf Israels ist auch ein Kampf gegen die Anfeindungen der ganzen Welt geworden. Und besonders Deutschland steht dabei in einem bizarren Zwielicht.

Tom Segev, israelischer Historiker und Journalist
Die Tragödie der Shani Louk
Ich spreche von der Tragödie der Deutsch-Israelin Shani Louk. Ihr Foto auf der Ladefläche eines Pick-up ging um die Welt. Eine halbnackte Frau mit Wunden am Kopf, umgeben von johlenden Terroristen.

Shani Louk war eine lebensfrohe junge Frau. Ihr Leben wurde von Hamas Terroristen ausgelöscht.
Ein Video, das an diesem 7. Oktober auf X verbreitet wurde, zeigt, wie Shani Louk mit dem Gesicht nach unten durch die Straßen von Gaza gefahren wird. Männer um sie herum grölen „Allahu akbar“, einer zog an ihren Haaren, ein Jugendlicher spuckte ihr auf den Kopf. Wahrscheinlich war Shani Louk zu diesem Zeitpunkt schon tot. Das Foto des Fotografen Ali Mahmud von Associated Press wurde zum „Bild des Jahres“ gewählt. Der Vater von Shani Louk sagte: „Es ist gut, dass das Foto den Preis gewonnen hat. Es ist wichtig, dass auch zukünftige Generationen noch in 100 Jahren wissen, was hier passiert ist.“

Ein Foto, das um die Welt ging: Die leblose Shani Louk auf der Ladefläche eine Pick-ups, umgeben von Hamas Terroristen.
Die Familie kritisierte nach Bekanntwerden des Todes die Bundesregierung. Trotz eines Treffens mit Außenministerin Annalena Baerbock sahen sich Familie Louk und andere Angehörige der deutschen Entführungsopfer von der Außenministerin, dem deutschen Botschafter und Bundeskanzler Scholz nicht unterstützt. Man habe zudem kaum Informationen von deutschen und israelischen Behörden erhalten. Shani Louks Vater wandte sich am 31. Oktober 2023 das erste Mal an die Öffentlichkeit: „Wenigstens weiß ich nun, dass sie nicht in irgendeinen Gaza-Tunnel geworfen wurde.“

Vater Nissim hält am Sarg seiner Tochter Shani die Trauerrede.
„Mit der großzügigen Unterstützung der Bundesrepublik Deutschland“
Israelische Spezialisten hatten einen Schädelknochen gefunden, der zur DNA der ermordeten Shani Louk passt. Sie fanden ihn tatsächlich in einem Tunnel der Hamas. Der Tunnel, in dem sich Hamas-Terroristen verstecken, wurde zerstört. Er ist inzwischen wieder aufgebaut. Über dem Gebäude steht ein Schild in arabischer und englischer Schrift mit der Inschrift: „Die Rekonstruktion dieses Tunnels war möglich durch die Hilfe der UNRWA (das umstrittene Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten), mit der großzügigen Unterstützung der Bundesrepublik Deutschland“. Man sieht darauf eine bundesdeutsche Fahne.

Das UNRWA Gebäude, in dem ein Knochen Shanis gefunden wurde. An der Hauswand eine Tafel, die auf die „freundliche Unterstützung der Bundesrepublik Deutschland“ hinweist.
Gibt es ein schlimmeres Symbol einer gescheiterten Entwicklungspolitik als ein Dankesschreiben für einen Hamas-Tunnel mit deutscher Fahne?
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