Haribo-Bären mit Umsatzrekord: Gib Gummi!
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Er ist der kleinste Bär der Welt – und der erfolgreichste: Haribo erzielt mit seinen Goldbären einen Absatzrekord, während die Mitbewerber kämpfen.
„2025 war ein sehr erfolgreiches Jahr für Haribo“, sagt Herwig Vennekens, Chief Commercial Officer (CCO) der Haribo-Gruppe zum Handelsblatt. „Im Gegensatz zu vielen anderen Süßwarenherstellern ist es uns gelungen, in der Menge zu wachsen.“ Erstmals nennt Vennekens eine konkrete Zahl. „Unser Absatz legte weltweit 4,5 Prozent zu.“ Noch nie habe Haribo so viele Süßigkeiten verkauft.
Süß und köstlich und voller Energie
Warum sind die Goldbärchen von Haribo vor allem bei Kindern so beliebt? Antwort: Kinder brauchen mehr Energie als Erwachsene. Und die liefern die Gummibärchen. Klein und süß und köstlich. Der Werbespruch „Haribo macht Kinder froh. Und Erwachsene ebenso“ ist so genial wie wahr.
Zucker liefert schnelle Energie. Aus evolutionärer Sicht ergibt die Gier nach Süßem daher absolut Sinn – sie sicherte das Überleben. Wer ein Goldbärchen-Junkie ist, dem fehlen oft wertvolle Vitalstoffe, zum Beispiel Zink, Selen, Kalium oder Vitamin B1. Da trifft der Spruch „Gib Gummi“ schon ganz gut – obwohl er eigentlich eine Aufforderung an Autofahrer ist, schneller zu fahren.

Der Name „Haribo“ ist eine Silbenabkürzung von Hans Riegel Bonn. Das Unternehmen brachte 1922 die ersten Fruchtgummis in Form von kleinen Gummibärchen auf den Markt.
Die Bärchen liegen als Betthupferl in Hotels auf der ganzen Welt
War Haribo früher ein begehrtes, weil seltenes Mitbringsel aus Deutschland, finden sich die bunten Tüten heute in Supermärkten und an Flughäfen auf der ganzen Welt – und liegen als Betthupferl auf den Kopfkissen internationaler Hotels. Haribo wuchs 2025 dreimal stärker als der weltweite Markt. Schokolade dagegen verzeichnete teils zweistellige Verkaufseinbrüche – auch wegen der Preise: In Deutschland kostet eine Tafel im Vergleich zum Jahr 2020 im Schnitt 71 Prozent mehr, zeigen Zahlen des Statistischen Bundesamts.
Weltweite Umsatz- und Ertragszahlen nennt das Familienunternehmen, das Gründerenkel Hans Guido Riegel leitet, traditionell nicht. Nach Branchenschätzungen setzt die Gruppe etwa 3,2 Milliarden Euro um. Mehr als zwei Drittel seines Geschäfts macht Haribo mit mehr als 8.500 Beschäftigten heute im Ausland.
In vielen Ländern steckt die Kategorie Fruchtgummi noch in den Kinderschuhen. „Je kürzer wir in einem Land sind, umso jünger ist das Durchschnittsalter unserer Kunden. Die bleiben uns dann bis ins Alter treu“, sagt Vennekens. In Frankreich hat Haribo mit 61 Prozent den höchsten Marktanteil weltweit. 1967 erwarb das Unternehmen Anteile an der Süßwarenfabrik Lorette in Marseille. Die Haribo-Schlümpfe verbreiteten sich von Frankreich aus in der Welt. In den USA ist Haribo seit 2018 Marktführer.
Sie wollten was Süßes lesen, liebe Leserinnen und liebe Leser. Und ich komme Ihnen die ganze Zeit mit Zahlen. Aber eine geht noch, und die hat’s in sich.
Bei Haribo durchlaufen 57.600.000.000 Goldbären im Jahr weltweit vom Band. Rein rechnerisch wären das sieben Gummibärchen für jeden Menschen auf der Erde. Aneinandergereiht ergäbe sich eine Länge von 1,15 Millionen Kilometern, dreimal die Entfernung von der Erde zum Mond.
Irre Zahlen, finde ich. Und sie zeigen: Die Menschen wollen die kleinen bunten Bärchen. Nicht am Mond, sondern hier. Und wer zu lange über Gummibärchen schreibt, der sieht sie plötzlich vor sich stehen an der Kasse seines Vertrauens in seinem Supermarkt.
Deshalb muss ich Schluss machen. Ich brauch’ jetzt eine kleine Tüte.
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